• 17.03.2015, 10:30:03
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Energieabschaltungsprävention: AK und LINZ AG wollen „helfen, bevor das Licht ausgeht“.

Linz (OTS) - Gemeinsam mit der LINZ AG und mehreren
Sozialeinrichtungen hat die Arbeiterkammer Oberösterreich ein Projekt
gestartet, um in Not geratenen Menschen beim Energiesparen zu helfen
und Härtefälle durch Abschaltungen zu vermeiden. So soll in
Kälteperioden zeitlich begrenzt auf Abschaltungen verzichtet werden.
"Wir wollen helfen, bevor das Licht ausgeht, und einen Beitrag zur
Sicherung von Lebensqualität im Raum Linz leisten", erklärten
AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer und LINZ AG-Generaldirektor DI
Erich Haider heute bei einer Pressekonferenz.

Vereinbart wurden gemeinsame Energieberatungsaktivitäten, ein
temporärer Verzicht auf Abschaltungen in Ausnahmesituationen wie
Kälteperioden, die Einführung eines "Roten Telefons" für den
schnellen Kontakt zwischen Sozialorganisationen und LINZ AG in
Härtefällen sowie ein neues Mahnverfahren: Die Zeitspanne zwischen
der Fälligkeit der Rechnung und einer möglichen Energiesperre wurde
von sechs Wochen auf drei Monate verlängert.

Etwa ein bis zwei Prozent der Kunden/-innen der LINZ AG sind
derzeit von Abschaltungen mehr oder weniger stark bedroht. Diese Zahl
wollen die Projektpartner reduzieren - auch vor dem Hintergrund einer
angespannten Wirtschaftslage mit hoher Arbeitslosigkeit.

Bei der Arbeiterkammer hat das Thema Energiearmut schon länger
einen hohen Stellenwert, sind doch in Oberösterreich bis zu 30.000
Menschen von Energiearmut mehr oder weniger bedroht. Dabei handelt es
sich um eine Situation, in der es jemandem zumindest vorübergehend
nicht mehr möglich ist, ausständige Rechnungen beim Energieversorger
zu bezahlen, wodurch die Bedrohung einer Energieabschaltung im Raum
steht. Dort, wo Energiearmut nicht nur auf Einkommensarmut beruht,
sondern auch einen (unnötig) hohen Energieverbrauch als Ursache hat,
setzt das von der Arbeitsgruppe ausgearbeitete Modell stark auf
Beratung: Für potenziell Betroffene wurden eigene Informationsblätter
in mehreren Sprachen gestaltet. Diese werden von den
Sozialorganisationen verteilt. Deren Mitarbeiter/-innen werden in
einer speziellen Schulung durch die LINZ AG in die Lage versetzt, die
wichtigsten Aspekte rund ums Thema Energiesparen auch selbst zu
beraten.
Für unlösbare und unverschuldete Härtefälle wurde auch über die
Einrichtung eines entsprechenden Sozial- bzw. Solidaritätsfonds
diskutiert. Diese Möglichkeit wird noch näher geprüft, der
Arbeitskreis wird also seine Beratungen jedenfalls noch eine Weile
fortsetzen. "Das sollte die Möglichkeit eröffnen, auch andere
Energieversorgungsunternehmen ins Boot zu holen.", so AK-Präsident
Kalliauer."

Für LINZ AG-Generaldirektor Haider steht fest: "Jede Abschaltung
ist eine zu viel. Deshalb werden wir nicht nur die vereinbarten
Maßnahmen umsetzen, wir wollen das Projekt auch weiterentwickeln und
ausbauen." Wie Kalliauer denkt auch Haider an die Einbeziehung
weiterer Energielieferanten.

Als Vertreter eines der beteiligten Sozialvereine sieht auch
Hubert Mittermayr, Geschäftsführer des Verein Wohnplattform, das
Projekt äußerst positiv: "Wir hoffen, dass damit ein weiterer
Baustein zum Wohnungserhalt für gefährdete Haushalte geschaffen
wird."

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | AKO

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