- 17.03.2015, 10:19:23
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USA: Seattle als Alternative zu Silicon Valley
Washington State ist eine interessante Hightech-Destination für österreichische Unternehmen
Utl.: Washington State ist eine interessante Hightech-Destination
für österreichische Unternehmen =
Wien (OTS) - Washington State grenzt im Nordwesten der USA an Kanada
und weist mit seiner exportorientierten und diversifizierten
Wirtschaft Parallelen zu Österreich auf: sieben Millionen Einwohner,
eine 375 Mrd. USD Wirtschaft und Fokussierung auf Hightech. Boeing,
Microsoft, Amazon und Starbucks haben dort ihren Sitz. "Luft- und
Raumfahrt, Life Science, IT und Clean Tech sind interessante
Kooperationsbereiche für österreichische Unternehmen", sagt Rudolf
Thaler, österreichischer Wirtschaftsdelegierter in Los Angeles. AMAG,
austriamicrosystems, FACC, Schiebel, TTTech Computertechnik, u.a.
sind Bestandteil der Zulieferkette des weltgrößten
Aerospace-Clusters. Das Innsbrucker Ingenieursbüro ILF hat dort sein
Nordamerika-Hauptquartier und betreut mit drei weiteren
US-Niederlassungen Projekte in den Bereichen Erdöl, Energie, Wasser
und Infrastruktur. Bei der kalifornischen Hochgeschwindigkeitsstrecke
ist ILF verantwortlich für die Tunnelsegmente. Neben dem Faible für
Wein - der Evergreen State ist der zweitgrößte Produzent von
Premium-Weinen in den USA - ergeben sich weitere Parallelen beim
Wintersport. Der zunehmende Schneemangel eröffnet Chancen für
Lieferanten von Beschneiungsanlagen und dem Ausbau der
Liftinfrastruktur. Washington State importierte 2014 österreichische
Waren im Wert von 180 Mio. USD und exportierte nach Österreich
vergleichsweise 43,1 Mio. USD.
Thaler: "Die Aerospace Industrie ist mit 267.000 Jobs der wichtigste
Arbeitgeber und Wirtschaftsmotor. Jährlich werden 1.200 bemannte und
unbemannte Flugzeuge produziert. Zunehmend entwickelt sich die Region
mit ihren hochqualifizierten Mitarbeitern zum Zentrum der
kommerziellen Space-Industrie: Etwa 30 Space-Unternehmen exkl. Boeing
beschäftigen 2.000 Mitarbeiter." Erst kürzlich siedelte sich die
kalifornische SpaceX mit einem Satellitenunternehmen an. Der
Evergreen State ist der größte Hydropower Produzent in den USA.
Nahezu drei Viertel der Energie wird aus Wasserkraft gewonnen.
Kleinwasserkraftwerke sind aufgrund des Widerstandes der Stämme kein
Thema, da sie die Lachswanderung beeinflussen. Die staatliche Vorgabe
an die großen Elektrizitätserzeuger ist, 15% der Energie aus neuen
Energiequellen wie Wind und Solar zu gewinnen.
Im Februar wurden in der Hauptstadt Olympia eine Reihe von
Gesetzesvorlagen diskutiert. So beispielsweise der Einsatz von
nuklearen Kleinkraftwerken. Großen Elektrizitätsunternehmen sollen
alternative Möglichkeiten zur CO2 Reduzierung durch die Installierung
von Ladestationen für E-Autos eingeräumt werden. Ein 15 Mrd. USD
schweres Transportpaket sieht die Anhebung der Benzinsteuer für den
Bau von Straßen, Fährverbindungen, Brücken, Fahrrad- und Fußwegen
vor, womit vor allem Tausende von Jobs geschaffen werden.
Seattle boomt
Der Großraum Seattle verfügt unter den 366 US-Metropolen nach
Washington D.C. und Des Moines, Iowa über die stärkste lokale
Wirtschaft. Baukräne bestimmen das Stadtbild, denn der florierende
Tech-Sektor benötigt Wohn- und Büroflächen. Washington State ist ein
Zentrum der Informations- und Kommunikationstechnologie. Das
eineinhalb Stunden entfernt gelegene kalifornische Silicon Valley
steht zwar im Rampenlicht, wird aber mit den hohen Mieten und
Gehältern für Spitzenfachkräfte ein zunehmend teures Pflaster.
Thaler: "Seattle möchte sich mit vergleichsweise günstigen
Immobilienpreisen, einem Pool an qualifizierten Fachkräften und einem
attraktiven Ecosystem der internationalen Startup-Szene als
Alternative zu Silicon Valley anbieten." Jährlich setzt die
IKT-Branche mit ihren 3.000 Software- und mobilen Technologiefirmen
sowie 300 digitalen Spieleentwicklern 25 Mrd. USD um. Mit über 11.000
Angestellten hat Washington State den höchsten Personalstand bei
Videospielen und ist Spitzenreiter bei Software Publishing und
Computer Systems Design. Washington State ist mit Firmen wie T-Mobile
und HTC führend bei der Entwicklung mobiler Applikationen. Startups
werden Seattle künftig mehr auf ihrem Radar haben. (PWK194/BS)
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