• 14.03.2015, 12:20:11
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WKÖ-Hotellerie-Obmann: Mehrwertsteuererhöhung bringt massive Wettbewerbsnachteile und gefährdet touristischen Wirtschaftsstandort

Viele Beherbergungsbetriebe schon jetzt am Rande der Belastbarkeit - Nachbesserungen zur Vermeidung weiterer Nachteile sind unbedingt nötig

Utl.: Viele Beherbergungsbetriebe schon jetzt am Rande der
Belastbarkeit - Nachbesserungen zur Vermeidung weiterer
Nachteile sind unbedingt nötig =

Wien (OTS) - "Die angekündigte Erhöhung der Mehrwertsteuersatz von 10
auf 13 Prozent für Übernächtigungen bedeutet für die österreichischen
Beherbergungsbetriebe massive Wettbewerbsnachteile. Das ist Gift für
den Tourismusstandort Österreich", warnt Bundes-Obmann Klaus
Ennemoser, Fachverband Hotellerie in der Wirtschaftskammer Österreich
(WKO), angesichts der von der Regierung präsentierten Eckpunkte der
Steuerreform. Noch im Dezember habe Finanzminister Hansjörg Schelling
erklärt, er könne sich eine Veränderung des Mehrwertsteuer-Satzes für
Beherbergung nicht vorstellen. "Unsere Betriebe haben sich auf diese
Zusage verlassen. Umso größer sind jetzt Ärger und Irritation, dass
hier nicht Wort gehalten wurde. In der Branche brodelt es, das Fass
ist am Uberlaufen. Viele Betriebe stehen schon jetzt am Rand der
Belastbarkeit. Mehr geht nicht."

Wettbewerbsschwächung gegenüber anderen europäischen
Tourismusdestinationen

Für WKÖ-Hotellerie-Sprecher Ennemoser steht mit dieser Entscheidung
fest: Während Deutschland seine Wettbewerbssituation verbessert, baut
Österreich ab. Aufgrund der Mehrwertsteuersenkung von 19 auf 7
Prozent bei Nächtigungen in unserem Nachbarland wird mit mehr als
70.000 neuen Jobs gerechnet. Milliardeninvestitionen sind die Folge.
Ennemoser: "Jetzt ist der Mehrwertsteuersatz für unsere
Beherbergungsbetriebe fast doppelt so hoch wie jener in Deutschland,
in der Schweiz beträgt er gar nur 3,8 Prozent. Insgesamt ist der
Mehrwertsteuersatz in 22 von 28 EU-Staaten niedriger als bei uns."

Ennemoser warnt, dass diese Wettbewerbsschwächung gegenüber den
anderen europäischen Tourismusdestinationen zu einem
Nächtigungsrückgang mit direkten Auswirkungen auf Beschäftigung und
Investitionen führt, da die Branche sehr preissensibel ist. Die
Regierung gefährdet damit den touristischen Wirtschaftsstandort
Österreich.

Ennemoser abschließend: "Wir werden uns mit allem Nachdruck dafür
einsetzen, dass die Steuerreform nicht auf Kosten der
österreichischen Hotellerie umgesetzt wird. Hier muss es unbedingt
noch Nachbesserungen geben."

Fachverband Hotellerie

Der Fachverband Hotellerie in der Wirtschaftskammer Österreich
vertritt 17.000 Beherbergungsbetriebe mit 1,05 Millionen Betten. Mit
knapp 37 Millionen Ankünften und 133 Millionen Nächtigungen leistet
die heimische Hotellerie einen wesentlichen Beitrag zur direkten und
indirekten Wertschöpfung der Tourismus- und Freizeitwirtschaft in der
Höhe von rund 46,5 Milliarden Euro. Das sind 14,8 % des BIP.
(PWK190/SR)

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