• 12.03.2015, 11:59:57
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Filmtage Hunger.Macht.Profite. Verstehen, wie unser Nahrungssystem funktioniert.

Wie industrielle Landwirtschaft und unser Lebensstil weltweit zu Hunger, Landraub und Ökoproblemen führen.

Utl.: Wie industrielle Landwirtschaft und unser Lebensstil weltweit
zu Hunger, Landraub und Ökoproblemen führen. =

Wien (OTS) - Heute starten die österreichweiten Filmtage zum Recht
auf Nahrung. Hunger.Macht.Profite. Sie zeigen wie die industrielle
Landwirtschaft und unser Lebensstil weltweit zu Hunger, Landraub und
Ökoproblemen führen. Bis zum 24. April stehen kritische
Dokumentationen zur Agrarindustrie auf dem Programm. Alternative Wege
werden in den anschließenden Filmgesprächen mit Fachkundigen
besprochen.

Spielorte sind Wien, Eisenstadt, Großwarasdorf / Veliki Borištof,
Oberwart, Krems, Wiener Neustadt, Salzburg, St. Margareten/Lungau,
Vöcklabruck, Kirchdorf, Ranshofen, Wels, Ottensheim, Innsbruck,
Rankweil, Dornbirn, Feldkirch, Nenzing.

"Lebensmittel sind keine Ware wie jede andere, aber auf den
Rohstoffbörsen werden sie als solche gehandelt", erklärt Brigitte
Reisenberger von FIAN Österreich den Namen der Filmtage zum Recht auf
Nahrung.

Landarbeit und Landraub
Die Österreich-Premiere von "Food Chains (Fair Food)" stellt die
ausbeuterischen Arbeitsbedingungen der Erntearbeiter*innen in den
Mittelpunkt. Eric Schlosser, der als Autor von "Fast Food Nation"
bekannte gewordene Journalist, produzierte gemeinsam mit "Desperate
Housewife" Eva Longoria diesen Film. Auch in Österreich machen
Erntearbeit fast ausschließlich Migrant*innen, mitunter für einen
Stundenlohn von 3,- Euro. Auch in Europa setzen die
handelsdominierten Nahrungsmittelketten die bäuerliche Landwirtschaft
unter Druck. Gemäß der agrarindustriellen Logik des "wachse oder
weiche" geben immer mehr Kleinbäuer*innen ihr Land auf, ziehen in die
Stadt oder migrieren, um als schlecht bezahlte Erntehelfer*innen zu
arbeiten. Denn um fruchtbare Land- und Ackerflächen hat längst auch
in Europa ein Wettlauf eingesetzt, wie die Dokumentation "Jagd auf
Land" zeigt. In Zeiten eines anhaltenden Zinsentiefs werden
Agrarinvestments für Finanzspekulant*innen lukrativ.

Anders essen (produzieren) ist möglich!
Die Alternativen zur wachstums- und ressourcenintensiven
Agrarindustrie beschreibt die Doku "Regional wachsen - Eine Reise
durch eine neue Landwirtschaft". Zum Beispiel stellt Community
Supported Agriculture eine direkte Beziehung zwischen Konsument*innen
und Bäuer*innen her und bietet so ein Gegenmodell zu
handelsdominierten Nahrungsmittelketten.

Über das Veranstaltungsteam

FIAN Österreich ist die internationale Menschenrechtsorganisation für
das Recht auf Nahrung. www.fian.at

ÖBV - Via Campesina Austria ist die Österreichische Berg- und
Kleinbäuer*innen Vereinigung. www.viacampesina.at

AgrarAttac ist eine Inhaltsgruppe von Attac Österreich und arbeitet
zu den vielfältigen Themen der globalen Landwirtschaft.
http://community.attac.at/agrarattac.html

normale.at veranstaltet seit 2003 gesellschaftspolitische
Filmvorführungen in Österreich.

Weitere Information und Bildmaterial:
http://www.hungermachtprofite.at/

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