Filmtage Hunger.Macht.Profite. Verstehen, wie unser Nahrungssystem funktioniert.

Wie industrielle Landwirtschaft und unser Lebensstil weltweit zu Hunger, Landraub und Ökoproblemen führen.

Wien (OTS) - Heute starten die österreichweiten Filmtage zum Recht auf Nahrung. Hunger.Macht.Profite. Sie zeigen wie die industrielle Landwirtschaft und unser Lebensstil weltweit zu Hunger, Landraub und Ökoproblemen führen. Bis zum 24. April stehen kritische Dokumentationen zur Agrarindustrie auf dem Programm. Alternative Wege werden in den anschließenden Filmgesprächen mit Fachkundigen besprochen.

Spielorte sind Wien, Eisenstadt, Großwarasdorf / Veliki Borištof, Oberwart, Krems, Wiener Neustadt, Salzburg, St. Margareten/Lungau, Vöcklabruck, Kirchdorf, Ranshofen, Wels, Ottensheim, Innsbruck, Rankweil, Dornbirn, Feldkirch, Nenzing.

"Lebensmittel sind keine Ware wie jede andere, aber auf den Rohstoffbörsen werden sie als solche gehandelt", erklärt Brigitte Reisenberger von FIAN Österreich den Namen der Filmtage zum Recht auf Nahrung.

Landarbeit und Landraub
Die Österreich-Premiere von "Food Chains (Fair Food)" stellt die ausbeuterischen Arbeitsbedingungen der Erntearbeiter*innen in den Mittelpunkt. Eric Schlosser, der als Autor von "Fast Food Nation" bekannte gewordene Journalist, produzierte gemeinsam mit "Desperate Housewife" Eva Longoria diesen Film. Auch in Österreich machen Erntearbeit fast ausschließlich Migrant*innen, mitunter für einen Stundenlohn von 3,- Euro. Auch in Europa setzen die handelsdominierten Nahrungsmittelketten die bäuerliche Landwirtschaft unter Druck. Gemäß der agrarindustriellen Logik des "wachse oder weiche" geben immer mehr Kleinbäuer*innen ihr Land auf, ziehen in die Stadt oder migrieren, um als schlecht bezahlte Erntehelfer*innen zu arbeiten. Denn um fruchtbare Land- und Ackerflächen hat längst auch in Europa ein Wettlauf eingesetzt, wie die Dokumentation "Jagd auf Land" zeigt. In Zeiten eines anhaltenden Zinsentiefs werden Agrarinvestments für Finanzspekulant*innen lukrativ.

Anders essen (produzieren) ist möglich!
Die Alternativen zur wachstums- und ressourcenintensiven Agrarindustrie beschreibt die Doku "Regional wachsen - Eine Reise durch eine neue Landwirtschaft". Zum Beispiel stellt Community Supported Agriculture eine direkte Beziehung zwischen Konsument*innen und Bäuer*innen her und bietet so ein Gegenmodell zu handelsdominierten Nahrungsmittelketten.

Über das Veranstaltungsteam

FIAN Österreich ist die internationale Menschenrechtsorganisation für das Recht auf Nahrung. www.fian.at

ÖBV - Via Campesina Austria ist die Österreichische Berg- und Kleinbäuer*innen Vereinigung. www.viacampesina.at

AgrarAttac ist eine Inhaltsgruppe von Attac Österreich und arbeitet zu den vielfältigen Themen der globalen Landwirtschaft.
http://community.attac.at/agrarattac.html

normale.at veranstaltet seit 2003 gesellschaftspolitische Filmvorführungen in Österreich.

Weitere Information und Bildmaterial:
http://www.hungermachtprofite.at/

Rückfragen & Kontakt:

Beatrix Beneder
mailto: presse@HungerMachtProfite.at
Mobil: 0699 969 06 00; Festnetz: 02742 90 943

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