Ende der linearen Wirtschaft: FEEI setzt mit zweitem Umwelt- und Kreislaufwirtschaftstag Zeichen für mehr Ressourceneffizienz

Wien (OTS) -

  • Industrie, Behörden, Experten und NGOs informierten über aktuelle Entwicklungen
  • Von Novelle der Verpackungsverordnung über Chemikalienrecht bis zur illegalen Verbringung von Elektroschrott
  • Verein Octopus unterstützt nicht-chemische Industrie bei Umsetzung der REACH-Verordnung, RISL und Conflict Minerals in die betriebliche Praxis
  • Hochkarätig besetzte Podiumsdiskussion zur Marktöffnung für Haushaltsverpackungen

"Die Industrie rüstet sich für einen neuen Weg von einer Linear- zur Kreislaufwirtschaft: Eingesetzte Rohstoffe sollen nach Produktlebenszyklus nicht deponiert werden, sondern darüber hinaus wieder vollständig in den Produktionsprozess zurückgelangen. Die Unternehmen der Elektro- und Elektronikindustrie müssen in ihrer Produktentwicklung die Rahmenbedingungen berücksichtigen. Diese birgt gleichzeitig die große Chance, sich durch Forschung und Innovation zu differenzieren", bringt Manfred Müllner, stellvertretender Geschäftsführer des FEEI - Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie, die Situation auf den Punkt.

Der gemeinsam mit der Industriellenvereinigung organisierte Umwelt-und Kreislaufwirtschaftstag (KWT) fand am 9. März 2015 im Haus der Industrie statt. Über 60 Teilnehmer aus dem In- und Ausland diskutierten aktuelle Themen wie die Verpackungsverordnung, Chemikalienrecht oder Verbringung von Elektroschrott. Die Elektro-und Elektronikindustrie konnte auch mit diesem zweiten Umwelt- und Kreislaufwirtschaftstag eindrucksvoll zeigen, dass sie in Nachhaltigkeit, Ressourceneffizienz und Umweltschutz eine Vorreiterrolle einnimmt.

Konfliktmaterialien: FEEI unterstützt mit Verein Octopus österreichische KMUs

Petra Christina Schwanzer präsentierte den Non-Profit-Verein Octopus, der die nicht-chemische Industrie bei der Umsetzung der REACH-Verordnung, RISL und Conflict Minerals in die betriebliche Praxis unterstützt. Er stellt österreichischen Unternehmen eine interaktive Datenbank für ihre Bestandteillisten und Stoffe von Katalogteilen zur Verfügung. Unternehmen sind verpflichtet, nachgeschaltete Anwender darüber zu informieren, dass ihre Produkte gelistete Stoffe enthalten. Der Aufwand, diese Informationen von den entsprechenden (oft zahlreichen) Lieferanten und Zulieferern zu bekommen, ist für das einzelne Unternehmen sehr hoch, zeit- und ressourcenaufwändig.

"Octopus unterstützt hierbei vor allem klein- und mittelständische Unternehmen, die die Ressourcen dafür nicht haben. Bestandteile und Stoffe werden mit Octopus einfacher zugänglich gemacht und stehen gleichzeitig vielen Unternehmen zur Verfügung", erklärt Müllner die Vorteile der Plattform. Er weist auf die REACH Verordnung hin, eine der umfangreichsten Verordnungen, die jemals von der EU verabschiedet wurde. Ihre Auswirkungen betreffen vor allem die Elektro- und Elektronikindustrie.

Hochkarätig besetzte Podiumsdiskussion zur Marktöffnung für Haushaltsverpackungen

Christine Hochholdinger vom BMFLUW leitete mit ihrem Vortrag zur Marktöffnung der Haushaltsverpackungen die hochkarätig besetzte Podiumsdiskussion ein. Ihr Resümee fiel sehr positiv aus, dem sich die anderen Teilnehmer Christoph Scharff von der ARA, Arnold Pregernig von der Verpackungskoordinierungsstelle und Franz Sauseng von Interseroh anschlossen. Pregernig betonte, wie sehr Unternehmen von der Marktöffnung profitieren: Es gebe nun eine Entscheidungsfreiheit bei der Wahl des Dienstleisters, der Markt ist durch den Wettbewerb dynamischer und kundenspezifische Angebote sowie der Qualität- und Servicegedanke gewinnt an Bedeutung. Die spannende Podiumsdiskussion widmete sich vor allem Fragen nach der Optimierung des Systems und den größten Herausforderungen für die Ermöglichung eines fairen Wettbewerbs. Dabei wurden dem Publikum die Sichtweisen von der Behörde, der Koordinierungsstelle und Systemanbietern näher gebracht.

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