• 11.03.2015, 10:08:32
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Sakerfalken auf Erfolgskurs: 31 Brutpaare mit 47 Jungvögeln

Nisthilfen auf Strommasten werden gut angenommen - mit Video

APG-Strommasten beliebter Brutplatz bei Sakerfalken
Foto: Abdruck bei Nennung des Fotografen honorarfrei.

Utl.: Nisthilfen auf Strommasten werden gut angenommen - mit Video =

Wien (OTS) - BirdLife, die Austrian Power Grid AG (APG) und die
Vetmeduni Vienna sind mit ihrem Sakerfalken-Projekt weiterhin auf
Erfolgskurs. 2014 wurde ein neues Rekordjahr: 31
Sakerfalken-Brutpaare brachten es auf 47 Jungvögel. Und die neue
Brutsaison 2015 hat bereits begonnen. Die bedrohte Vogelart ist also
in Österreich wieder heimisch.

Mitte der 1970er-Jahre galt der Sakerfalke in Österreich beinahe als
ausgestorben. Mittlerweile konnte durch ein Artenschutzprojekt der
Bestand auf gutem Niveau stabilisiert werden. Als ursprünglicher
Steppenvogel ist dieser Großfalke auf weite und nahrungsreiche Ebenen
angewiesen. Erschwerend für die Reproduktion: Sakerfalken bauen
selbst keinen Horst, sondern nutzen verlassene Nester anderer Arten
mit Überblick auf die Umgebung. Aufwind für die positive Entwicklung
der heimischen Sakerfalken-Population hat in den letzten Jahren vor
allem die Montage von Nisthilfen auf Starkstrommasten gebracht. Seit
2010 wird von BirdLife Österreich gemeinsam mit dem
Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie der Vetmeduni
Vienna eine Brutzeiterhebung des Sakerfalken durchgeführt.
Unterstützt wird das Projekt von der Austrian Power Grid AG (APG),
die das Projekt nicht nur finanziert, sondern auch die Montage der
Nisthilfen auf ihrem Leitungsnetz ermöglicht.

Im Rahmen des Artenschutzprojekts Sakerfalke werden Nisthilfen auf
APG-Stromleitungen im Burgenland und in Niederösterreich montiert.
Und die Strommasten scheinen als Brutplätze sehr beliebt zu sein.
"Mit Nisthilfen auf den durchschnittlich 50 Meter hohen
Leitungsmasten bieten wir der seltenen Falkenart eine sichere
Alternative zu ihren natürlichen Brutplätzen", erklärt Dr. Richard
Zink vom Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie der
Vetmeduni Vienna und wissenschaftlicher Leiter des
Nisthilfenprogramms den Erfolg der künstlich geschaffenen Brutplätze.
"In den Nisthilfen war der Bruterfolg auch im Jahr 2014 wieder
erfreulich - fast jeder zweite österreichische Jungfalke flog aus
einer der Nisthilfen im APG-Leitungsnetz aus", so Zink. Horste auf
Hochspannungsmasten waren sogar die beliebtesten Brutplätze der
seltenen Greifvögel. 14 der 31 gezählten Brutpaare legten ihre Eier
in den APG-Nisthilfen ab.

Das erfolgreiche Projekt soll daher fortgeführt werden. Die APG will
weiterhin, wo immer dies sinnvoll und möglich ist, Strommasten mit
den beliebten Nistplätzen ausstatten. "Es ist uns ein großes
Anliegen, unsere Anlagen mit Rücksicht auf Naturräume zu planen und
zu bewirtschaften. Es freut uns ganz besonders, wenn wir mit der
Montage weiterer Nisthilfen unseren Beitrag zur Förderung des
weltweit bedrohten Sakerfalken leisten können", meint Sven Aberle,
APG-Experte im Bereich des ökologischen Trassenmanagement. "Im Rahmen
unseres ökologischen Trassenmanagement untersuchen wir laufend neue
Möglichkeiten, den Lebensraum bedrohter Tier- und Pflanzenarten
positiv zu beeinflussen. Gemeinsam mit unseren Partnern BirdLife und
der Vetmeduni Vienna haben wir noch das eine oder andere neue
Schutzprojekt in der Pipeline."

"Die Entwicklung des Sakerfalken-Bestands in Österreich stimmt uns
sehr positiv", lässt Gábor Wichmann, stellvertretender
Geschäftsführer von BirdLife Österreich wissen. "Um dauerhaft
erfolgreich zu sein, müssen Artenschutzprojekte nachhaltig angelegt
werden. Das Nisthilfen-Projekt als wesentlicher Teil eines in
Kooperation mit der APG und und der Vetmeduni Vienna ist ein gutes
Beispiel für eine langfristig erfolgversprechende Zusammenarbeit, die
eine win-win-Situation für alle Partner bedeutet."

Jetzt Video ansehen: http://www.ots.at/redirect/youtube2

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sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at

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