• 10.03.2015, 11:47:07
  • /
  • OTS0114 OTW0114

Seniorenbund-Bundesvorstand: Aufhebung der Landesgrenzen in der Gesundheitsversorgung und raschere Umsetzung von ELGA gefordert

Zudem: Geld für Palliativ- und Hospizversorgung ist zur Verfügung zu stellen!

Utl.: Zudem: Geld für Palliativ- und Hospizversorgung ist zur
Verfügung zu stellen! =

Wien (OTS) - In seiner gestrigen Bundesvorstandssitzung fasste der
Österreichische Seniorenbund umfassende Beschlüsse, die Univ.-Prof.
Dr. Andreas Khol, Bundesobmann des Österreichischen Seniorenbundes,
heute veröffentlicht:

1. Aufhebung der Landesgrenzen in der Gesundheitsversorgung

Khol: "In den letzten Wochen häufen sich die Beschwerden im
Seniorenbund massiv: Seniorinnen und Senioren, die das nächst
gelegene Krankenhaus aufsuchen, dabei aber eine Bundesland-Grenze
überschreiten, werden von den Krankenhäusern abgewiesen. Dieser
Zustand ist inakzeptabel und umgehend abzustellen! Während wir mit
der "Europäischen Gesundheitskarte", der Rückseite unserer e-Card, in
allen europäischen Ländern die gleiche Behandlung erhalten müssen,
wie die jeweiligen Staatsbürger werden wir mit der e-Card nicht in
jedem Bundesland gleich behandelt. Das ist an Absurdität kaum zu
übertreffen! Der Österreichische Seniorenbund verlangt von den
Zuständigen eine umfassende und rasche Beseitigung dieses
Missstandes!"

Der Seniorenbund unterstützt zudem weiterhin die Petition zur
"Selbstbestimmung der Senioren in den Krankenkassen". Khol: "Den
Senioren-Vertretern in den Gremien der Krankenkassen ist volles
Stimmrecht einzuräumen. Seniorinnen und Senioren gehören zur größten
Gruppe der Beitragszahler in den Krankenkassen. Es kann nicht sein,
dass wir nur zahlen aber nicht - wie es die Verfassung vorsieht -
auch gleichberechtigt mitbestimmen!"

2. Raschere Umsetzung von ELGA!

Khol: "Bei allen Seniorenbund-Versammlungen der letzten Wochen
thematisierten die Seniorinnen und Senioren in ganz Österreich das
Thema ELGA! Sie haben es satt, auf diese wichtige Hilfestellung
weiterhin zu warten. Die Argumente der Bedenkenträger kennen wir alle
aus der Zeit vor der Einführung der e-Card. Faktum ist: die e-Card
will keine Seniorin und kein Senior mehr hergeben, die Behauptungen
der Gegner sind allesamt nicht eingetreten. Unsere Seniorinnen und
Senioren gehen davon aus, dass dies genau so auf ELGA zutreffen wird
und verlangen daher die deutlich raschere Umsetzung. Unsere Senioren
haben es satt, ganze Befundsammlungen, Medikamentenlisten, etc. bei
jedem Arztbesuch von A nach B tragen zu müssen. Sie wissen auch, dass
und wie sie sich teilweise oder vollständig von ELGA abmelden können.
Wir verlangen daher eine gemeinsame Kraftanstrengung der Zuständigen:
Erklären Sie uns nicht länger, warum was auch immer angeblich nicht
geht! Finden Sie Lösungen und setzen Sie ELGA so rasch als möglich
flächendeckend um! Dass und wie das geht hat die Einführung der
e-Card eindrucksvoll gezeigt!"

3. Finanzierung von Palliativ- und Hospiz-Ausbau ist sicher zu
stellen!

Khol: "Der Seniorenbund-Bundesvorstand bedankt sich bei
Bundesobmann-Stellvertreterin Mag. Gertrude Aubauer für die
umsichtige und erfolgreiche Vorsitzführung in der parlamentarischen
Enquete-Kommission zur "Würde am Ende des Lebens". Der Seniorenbund
unterstützt dabei einstimmig (!) gefassten 51 Empfehlungen der
Kommission. Dazu gehört insbesondere der flächendeckende Ausbau von
Palliativ- und Hospizversorgung - sowohl stationär als auch mobil.
Die Frage, ob man am Ende seines Lebens über entsprechende Betreuung
und Begleitung verfügt, darf keinesfalls vom individuellen Einkommen
oder vom Wohnort abhängen. Dazu benötigt man je 18 Millionen Euro in
den kommenden zwei Jahren. Die Aussagen der beiden zuständigen
Minister, das Geld sei "nicht da", wird vom Seniorenbund ausdrücklich
nicht akzeptiert! Auch hier gilt: Schluss mit Blockade! Werden Sie
aktiv und finden Sie eine Lösungen! Die Seniorinnen und Senioren
Österreichs erwarten dies zu Recht!

Der Österreichische Seniorenbund wird dazu in den kommenden Monaten
zudem mehrere Informations-Initiativen starten - auch gemeinsam mit
den Rechtsanwalts- und Notariatskammern, die dazu für Frühjahr 2015
ein Angebot in jedem Bezirk Österreichs angekündigt hatten.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | SEN

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel