- 10.03.2015, 09:46:46
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Die Natur ist ein 300-Milliarden-Euro-Motor für die EU
WWF legt heute neuen Bericht für die Entwicklung der EU vor
Utl.: WWF legt heute neuen Bericht für die Entwicklung der EU vor =
Wien (OTS) - Der WWF veröffentlicht heute seinen neuen Bericht "Von
der Krise zur Chance - Fünf Schritte zu einer nachhaltigen
europäischen Wirtschaft". Der Report zeigt, dass allein die
Ressourceneffizienz das Geldvolumen des Investmentplans von
EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker von 300 Milliarden Euro
jährlich generieren könnte. Der WWF veröffentlicht diesen Bericht
anlässlich des Treffens der 28 Wirtschafts- und Finanzminister der
EU-Staaten in Brüssel um den neuen Europäischen Fonds für
strategische Investitionen (EFSI) zu beschließen. Der Fonds soll die
Wirtschaft stärken und Arbeitsplätze in der EU schaffen. Der
WWF-Report hingegen beschreibt einen anderen und nachhaltigeren Weg
für die Zukunft der EU.
Der neue WWF-Report stimmt mit den Schlüsselaussagen des jüngsten
Reports der Europäischen Umweltagentur (EEA) überein, dass die
ökologischen Probleme Europas die Wirtschaftskrise in den Schatten
stellen werden. So kosteten die Hochwässer in den letzten zehn Jahren
150 Milliarden, die Luftverschmutzung 537 Milliarden Euro. Außerdem
muss die EU-Industrie jährlich Rohmaterialien im Wert von 300
Milliarden Euro importieren, die in der EU nicht mehr verfügbar sind.
"Anstatt die kurzsichtige Politik des schnellen Wachstums und
späteren Aufräumens zu verfolgen, sollte die Juncker-Kommission und
die führenden Politiker der EU auf die wahren Symptome unserer
Wirtschaftsprobleme blicken - die schwindenden Rohstoffe in unserer
Natur, die nicht in die Gesamtrechnung einbezogen werden", so Thomas
Kaissl, Wirtschaftsexperte des WWF in Österreich.
Der WWF-Report bezieht sich auf mehr als 400 Studien und Berichte
anderer Institutionen, darunter der OECD, der Weltbank, der
UN-Umweltorganisation UNEP, des Internationalen Währungsfonds, der
EU-Kommission sowie Beratern wie McKinsey, Ecofys und führenden
Wirtschaftsexperten wie Lord Stern, Pavan Sukhdev und Simon Kuznet.
Das gemeinsame Fazit lautet: Eine jetzt nachhaltig konstruierte
Wirtschaft wiegt die Kosten für den nachträglichen Umbau der
gegenwärtigen schmutzigen Wirtschaft bei weitem auf. "Eine
nachhaltige Wirtschaft bringt wesentlich mehr Profite als Junckers
Investment-Plan und kann bis zu 20 Millionen neue Arbeitsplätze bis
2020 schaffen. Verwirklicht wird dies mit dem Einsatz von weniger
Ressourcen und Energie, der Ausmerzung von fehlerhaften
Marktmechanismen und dem Schutz der Natur in Europa, so der WWF.
Zur Umsetzung des neuen WWF-Reports schlägt die Umweltorganisation
eine Roadmap in fünf Schritten für die nächsten fünf Jahre vor. Fünf
Rahmenbedingungen müssen dazu entsprechend mit Leben erfüllt werden:
ambitionierter Klimaschutz; Ressourceneffizienz; Fiskal- und
Finanzpolitik im Sinne des Gemeinwohls; globale Vorreiterrolle für
nachhaltige Entwicklung sowie eine neue übergeordnete
Nachhaltigkeitsstrategie für Europa von jetzt bis zum Jahr 2050.
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