Interreligiöse Plattform und KAICIID gegen Aufstachelung zum Hass in der Zentralafrikanischen Republik

Wien (OTS) - Der Erzbischof von Bangui, Monsignor Dieudonne Nzapalainga, und der Präsident der islamischen Glaubensgemeinschaft der Zentralafrikanischen Republik, Imam Oumar Kobine Layama, trafen am Wochenende im KAICIID Dialogzentrum in Wien mit Experten zusammen, um den zuletzt in Bangui gemeinsam initiierten Dialog fortzusetzen.

Erzbischof Nzapalainga schilderte im Rahmen seines Besuchs im KAICIID Dialogzentrum den gemeinsam gefassten Plan für eine friedvolle Lösung der Krise und die Versöhnung der entzweiten Konfliktparteien. Erzbischof Nzapalainga erklärt: "In der Zentralafrikanischen Republik stehen wir vor einem brennenden Problem: Die Aufstachelung zum Hass verbreitet sich immer mehr im gesamten Land. Wir müssen gegen den Missbrauch der Religion zur Rechtfertigung von Gewalt auftreten, indem wir aus allen religiösen Gemeinden heraus Botschaften des Friedens aussenden."

Aufbau einer multireligiösen Plattform für sozialen Zusammenhalt

Die beiden Religionsführer verfolgen mit dem Aufbau der multireligiösen "Plattform der Religionen" ihre Vision, die Aufmerksamkeit und das Engagement der Öffentlichkeit zu gewinnen. Imam Layama zeigt sich überzeugt: "Diese Plattform gibt uns die Möglichkeit, die internationale Entwicklungshilfe für die Zentralafrikanische Republik zu bündeln. Gleichzeitig können wir mit dem multireligiösen Radiosender der Plattform und der aktiven Arbeit in den Gemeinden alle Glaubensrichtungen zusammenbringen. Damit bauen wir das Vertrauen in den gesellschaftlichen Zusammenhalt wieder auf, welches die extremistischen Stimmen, die zu Gewalt und Hass aufstacheln, zerstören."

Starke Initiativen und Projekte

Erzbischof Nzapalainga und Imam Layama begrüßen die Unterstützung des KAICIID Dialogzentrums in der Zentralafrikanischen Republik. Die mit KAICIID gegründete "Plattform der Religionen" betreibt besagten multireligiösen Radiosender und veranstaltet Kurse und Workshops. Das Radioprogramm wird auch durch die KAICIID-Partnerorganisation Search for Common Ground unterstützt. Die Sendungsschwerpunkte werden darin liegen, wie der Aufstachelung zum Hass entgegengewirkt und wie Zusammenarbeit und Respekt zwischen Gemeinden gefördert werden kann. Dem Medium Radio wird in der Zentralafrikanischen Republik vor allem vor dem Hintergrund der langen Tradition mündlicher Überlieferung besonders große Bedeutung zugesprochen. Die multireligiöse Plattform unter Beteiligung von KAICIID wird den interreligiösen Dialog und die Projektzusammenarbeit quer über die religiösen Gemeinden in der Zentralafrikanischen Republik unterstützen.

Über KAICIID

KAICIID wurde im November 2012 als internationale Organisation gegründet. Die Aktivitäten des Zentrums werden von einem multireligiösen Board of Directors, sowie dem Council of Parties -bestehend aus den Regierungen Österreichs, Saudi Arabiens und Spaniens sowie dem Heiligen Stuhl als Gründungsbeobachter - geleitet.

KAICIID wurde insbesondere dazu gegründet, um Zusammenarbeit zwischen Regierungen, Religionen und der Zivilgesellschaft zu fördern. Es strebt an, religiöse Führungspersönlichkeiten weltweit zu mobilisieren und sie dabei zu unterstützen, im Sinne des Gemeinwohls zu handeln.

Mit dem Ziel zu einer Lösung von Konflikten beizutragen sowie gegenseitigen Respekt und Verständnis zwischen verschiedenen religiösen und kulturellen Gruppen zu fördern, bekämpft das Dialogzentrum alle Formen von Diskriminierung und Stereotypisierung aufgrund von Religion oder Glauben. Organisierte Gewalt, welche auf Zivilisten, Religionsanhänger und Andachtsstätten abzielt, ist eine Form extremer religiöser Diskriminierung.

Rückfragen & Kontakt:

Kontakt KAICIID Dialogue Centre:
Peter Kaiser
Head of Communications
Schottenring 21
1010 Wien
Tel.: +43 1 313 22 411
Mobil: +43 664 231 0593
E-Mail: peter.kaiser@kaiciid.org

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