• 09.03.2015, 13:41:13
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Interreligiöse Plattform und KAICIID gegen Aufstachelung zum Hass in der Zentralafrikanischen Republik

Wien (OTS) - Der Erzbischof von Bangui, Monsignor Dieudonne
Nzapalainga, und der Präsident der islamischen Glaubensgemeinschaft
der Zentralafrikanischen Republik, Imam Oumar Kobine Layama, trafen
am Wochenende im KAICIID Dialogzentrum in Wien mit Experten zusammen,
um den zuletzt in Bangui gemeinsam initiierten Dialog fortzusetzen.

Erzbischof Nzapalainga schilderte im Rahmen seines Besuchs im KAICIID
Dialogzentrum den gemeinsam gefassten Plan für eine friedvolle Lösung
der Krise und die Versöhnung der entzweiten Konfliktparteien.
Erzbischof Nzapalainga erklärt: "In der Zentralafrikanischen Republik
stehen wir vor einem brennenden Problem: Die Aufstachelung zum Hass
verbreitet sich immer mehr im gesamten Land. Wir müssen gegen den
Missbrauch der Religion zur Rechtfertigung von Gewalt auftreten,
indem wir aus allen religiösen Gemeinden heraus Botschaften des
Friedens aussenden."

Aufbau einer multireligiösen Plattform für sozialen Zusammenhalt

Die beiden Religionsführer verfolgen mit dem Aufbau der
multireligiösen "Plattform der Religionen" ihre Vision, die
Aufmerksamkeit und das Engagement der Öffentlichkeit zu gewinnen.
Imam Layama zeigt sich überzeugt: "Diese Plattform gibt uns die
Möglichkeit, die internationale Entwicklungshilfe für die
Zentralafrikanische Republik zu bündeln. Gleichzeitig können wir mit
dem multireligiösen Radiosender der Plattform und der aktiven Arbeit
in den Gemeinden alle Glaubensrichtungen zusammenbringen. Damit bauen
wir das Vertrauen in den gesellschaftlichen Zusammenhalt wieder auf,
welches die extremistischen Stimmen, die zu Gewalt und Hass
aufstacheln, zerstören."

Starke Initiativen und Projekte

Erzbischof Nzapalainga und Imam Layama begrüßen die Unterstützung des
KAICIID Dialogzentrums in der Zentralafrikanischen Republik. Die mit
KAICIID gegründete "Plattform der Religionen" betreibt besagten
multireligiösen Radiosender und veranstaltet Kurse und Workshops. Das
Radioprogramm wird auch durch die KAICIID-Partnerorganisation Search
for Common Ground unterstützt. Die Sendungsschwerpunkte werden darin
liegen, wie der Aufstachelung zum Hass entgegengewirkt und wie
Zusammenarbeit und Respekt zwischen Gemeinden gefördert werden kann.
Dem Medium Radio wird in der Zentralafrikanischen Republik vor allem
vor dem Hintergrund der langen Tradition mündlicher Überlieferung
besonders große Bedeutung zugesprochen. Die multireligiöse Plattform
unter Beteiligung von KAICIID wird den interreligiösen Dialog und die
Projektzusammenarbeit quer über die religiösen Gemeinden in der
Zentralafrikanischen Republik unterstützen.

Über KAICIID

KAICIID wurde im November 2012 als internationale Organisation
gegründet. Die Aktivitäten des Zentrums werden von einem
multireligiösen Board of Directors, sowie dem Council of Parties -
bestehend aus den Regierungen Österreichs, Saudi Arabiens und
Spaniens sowie dem Heiligen Stuhl als Gründungsbeobachter - geleitet.

KAICIID wurde insbesondere dazu gegründet, um Zusammenarbeit zwischen
Regierungen, Religionen und der Zivilgesellschaft zu fördern. Es
strebt an, religiöse Führungspersönlichkeiten weltweit zu
mobilisieren und sie dabei zu unterstützen, im Sinne des Gemeinwohls
zu handeln.

Mit dem Ziel zu einer Lösung von Konflikten beizutragen sowie
gegenseitigen Respekt und Verständnis zwischen verschiedenen
religiösen und kulturellen Gruppen zu fördern, bekämpft das
Dialogzentrum alle Formen von Diskriminierung und Stereotypisierung
aufgrund von Religion oder Glauben. Organisierte Gewalt, welche auf
Zivilisten, Religionsanhänger und Andachtsstätten abzielt, ist eine
Form extremer religiöser Diskriminierung.

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