• 05.03.2015, 15:32:42
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MKV-Kukacka: Neue Mittelschule: Befürchtungen übertroffen: In Wien seit 13 Jahren keine neue AHS-Unterstufe!

Peter Stellnberger: Mehr Schulautonomie dringend notwendig!

Utl.: Peter Stellnberger: Mehr Schulautonomie dringend notwendig! =

Wien, 05.03.2015 (OTS) - Die jüngste wissenschaftliche Evaluierung
der Neuen Mittelschule beweist, dass die Befürchtungen des
Mittelschüler Kartell-Verband der katholischen farbentragenden
Studentenkorporationen Österreichs (MKV) gegenüber der übereilt
eingeführten Neuen Mittelschule noch übertroffen wurden. Sie hat sich
offenbar als ein Fehlschlag erwiesen, kostet 300 Mio. jährlich
zusätzlich und bringt schlechte Ergebnisse, kritisiert MKV
-Vorsitzender Staatssekretär a. D. Mag. Helmut Kukacka die bisherigen
Fehlentwicklungen bei diesem Schultyp, trotz des hohen Finanz- und
Personalaufwandes. So liegen etwa die Lehrerpersonalkosten bei der
Hauptschule bei rund Euro 6600,- an der NMS bei etwa Euro 7200,-- und
in der AHS Unterstufe bei rund Euro 4700,--. Die Studie zeigt auch,
dass es keine Hinweise gibt, dass das Niveau der NMS im Durchschnitt
über jenem vergleichbarer Hauptschulen liegt. Vielmehr bestehen sogar
erhebliche Zweifel, ob alle NMS-Standorte das Hauptschul-Niveau
erreichen, stellt Kukacka fest.

In Wien hat sich "Rot-Grün" in ihrem Koalitionspakt das Ziel gesetzt,
dass alle AHS - Unterstufen und Hauptschul-Standorte als NMS geführt
werden sollen. Das ist angesichts der jetzigen Evaluierungsergebnisse
eine gefährliche Drohung für die Zukunft, kritisiert Kukacka, denn
bereits seit 13 Jahren ist in Wien keine AHS - Unterstufe eröffnet
worden. Wann immer eine AHS in Wien errichtet wird, gibt es nur eine
AHS Oberstufe und die Unterstufe wird als Neue Mittelschule geführt.
Damit wird schleichend aus ideologischen Gründen die Langform des
Gymnasiums abgeschafft und eine Gesamtschule der 10 - 14 jährigen
eingeführt.Dabei weisen alle Ergebnisse und Bildungsstandardtest das
Gymnasium als den erfolgreichsten Schultyp aus. Der MKV fordert
deshalb, dass der Ausbau der AHS nicht weiter behindert und seine
finanzielle Benachteiligung beendet wird. stellt Kukacka fest.

Der Bundesschülerobmann des MKV Peter Stellnberger spricht sich
namens des MKV auch für eine deutliche Stärkung der Autonomie der
Schulen aus. Notwendig sei unbedingt mehr Mitwirkung der
Schulpartner bei der Wahl des Direktors, sowie bei der Anstellung,
aber auch bei der Entfernung von ungeeigneten Lehrern. Wir brauchen
insgesamt mehr Entscheidungsfreiheit über die Schwertpunkte und das
spezifische Fächerangebot der Schulen, schloss Stellnberger.

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