• 03.03.2015, 11:49:11
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Bundesjugendvertretung: Fleckerlteppich im Bildungsbereich eindämmen!

Die BJV warnt vor einem Qualitätsverlust durch geplante Verländerung im Bildungsbereich.

Utl.: Die BJV warnt vor einem Qualitätsverlust durch geplante
Verländerung im Bildungsbereich. =

Wien (OTS) - Die Bundesjugendvertretung (BJV) kritisiert die derzeit
kursierenden Vorschläge, allen voran von Landeshauptmann Erwin Pröll,
wonach die Schulverwaltung künftig den Ländern obliegen solle:
"Bereits jetzt gibt es einen Fleckerlteppich im Bildungsbereich. Eine
weitere Verländerung ist absolut kontraproduktiv und ein
Rückschritt", kritisiert BJV-Vorsitzende Johanna Tradinik.
"Der Bildungsweg von Kindern hängt bereits jetzt neben dem
Bildungshintergrund der Eltern oft auch vom Wohnort ab. Das würde
sich durch Umsetzung dieser Pläne noch weiter verschärfen", so
Tradinik.

Die aktuelle Bildungsdiskussion läuft für die BJV nach dem Motto "ein
Gedanke vorwärts, zwei Schritte zurück", erklärt die Vorsitzende:
"Wir begrüßen zwar die Ankündigungen, dass Doppelgleisigkeiten
abgebaut werden sollen, eine weitere Verländerung führt aber in die
falsche Richtung. Es besteht die Gefahr, dass jedes Bundesland sein
eigenes Ding macht. Wie wir beim Jugendschutz sehen, kann das zu
völlig absurden Regelungen führen", zeigt die Vorsitzende auf.
Die BJV fordert mehr Schulautonomie, gleichzeitig brauche das
Bildungsministerium mehr Handlungskompetenzen und Spielraum. Der
derzeitige Ressourcenverlust durch die Aufsplittung der
Bildungsagenden müsse jedenfalls gestoppt werden.

"Wieder einmal überwiegt der Eindruck, dass Machtinteressen vor die
Bedürfnisse junger Menschen gestellt werden", kritisiert Tradinik.
Dringend notwendig sind stattdessen Maßnahmen, die direkt bei den
SchülerInnen ankommen und nicht nur Machtverhältnisse hin und
herschieben: "Wir fordern die Bundesregierung auf, sich endlich zur
flächendeckenden Umsetzung einer gemeinsamen Schule für alle Kinder
und Jugendlichen durchzuringen und Ressourcen für mehr Förderung und
individuelle Betreuung bereitzustellen. Vor allem muss auch der
Lehrplan endlich der Gegenwart angepasst werden. Politische Bildung
und Berufsorientierung kommen immer noch viel zu kurz und müssen
ausgebaut werden", betont die Vorsitzende abschließend.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | BJV

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