- 03.03.2015, 09:15:50
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Moretti: Österreichs Frauen sind top und verdienen Top-Rahmenbedingungen
Internationaler Frauentag: Frau in der Wirtschaft fordert endlich Maßnahmen für bessere Vereinbarkeit - mehr Kinderbetreuungsplätze und bessere Betreuungszeiten
Utl.: Internationaler Frauentag: Frau in der Wirtschaft fordert
endlich Maßnahmen für bessere Vereinbarkeit - mehr
Kinderbetreuungsplätze und bessere Betreuungszeiten =
Wien (OTS/PWK155) - "Österreichs Frauen sind top ausgebildet,
stehen fest im Erwerbsleben und meistern oft den leider noch immer
viel zu schwierigen Spagat zwischen Job und Familie", betont Adelheid
Moretti, Bundesvorsitzende von Frau in der Wirtschaft (FiW), der
Unternehmerinnenvertretung in der Wirtschaftskammer Österreich,
anlässlich des 104. Internationalen Frauentages am 8. März 2015.
Mit 71,7 Prozent liegt die Frauenerwerbsquote hierzulande deutlich
über dem EU-Durchschnitt von 66 Prozent und auch Österreichs
Wirtschaft wird immer weiblicher. Bei den Unternehmensgründungen 2014
konnte mit 43,5 Prozent Frauenanteil (ohne selbständige
Personenbetreuerinnen) ein neuer Rekordwert an Gründerinnen erreicht
werden. Mit dem Berufszweig der Personenbetreuer liegt der
Gründerinnenanteil sogar bei 58,4 Prozent. "Umso unverständlicher ist
es, dass sich Österreichs Frauen, die nach wie vor die Hauptlast für
Familie und Haushalt tragen, immer noch mit mangelhaften
Rahmenbedingungen für eine machbare Vereinbarkeit von Beruf und
Familie herumschlagen müssen", kritisiert Moretti.
Fehlende Kinderbetreuungsplätze hindern Frauen am beruflichen
Aufstieg
Vor allem der seit langem von Frau in der Wirtschaft geforderte
flächendeckende Ausbau von Kinderbetreuungsplätzen für die unter
Dreijährigen muss weiter forciert werden. "Wir brauchen flexible
Kinderbetreuungseinrichtungen, die leistbar und qualitativ hochwertig
sind. Denn nur wer sein Kind gut betreut weiß, kann sich entsprechend
auch auf den Beruf konzentrieren", so Adelheid Moretti.
Eine ebenso große Hürde seien die Betreuungs- und Schließzeiten
der Einrichtungen, weiß Moretti. "Diese Zeiten gehen oft vollkommen
an der Realität berufstätiger Mütter vorbei - wir können es uns nicht
leisten, unseren Müttern und Frauen derartige Stolpersteine bei der
Vereinbarkeit von Beruf und Familie in den Weg zu legen", so Moretti.
Flexibilität ist auch bei den Arbeitszeiten gefragt: "Wir sehen
in der betrieblichen Praxis immer wieder, dass der Wunsch nach
flexibleren Arbeitszeiten gerade bei Frauen stark vorhanden ist. Doch
selbst wenn Unternehmen und Arbeitnehmerin miteinander eine Lösung
finden könnten, hakt es oft an den gesetzlichen oder
kollektivvertraglichen Rahmenbedingungen" so die Bundesvorsitzende
von Frau in der Wirtschaft.
Reifeprüfungsquote seit 1980 mehr als verdoppelt -
Studentinnenzahl steigt um 113%
Österreicherinnen sind in Sachen Bildung eindeutig auf der
Überholspur. Haben 1980 noch lediglich 20 Prozent der Frauen und 21
Prozent der Männer maturiert, so lag die sogenannte
Reifeprüfungsquote der Frauen 2013 bei 50 Prozent, jene der Männer
bei 36 Prozent. Aber nicht nur bei den Maturaabschlüssen haben Frauen
mittlerweile die Nase vorn. Auch in weiterer Folge streben sie -
öfter als Männer - nach einer höheren Ausbildung. So gab es bei
Studentinnen in den vergangenen drei Jahrzehnten einen Anstieg um
unglaubliche 113 Prozent (von 50.630 im Jahr 1982/83 auf 107.817
Studentinnen 2013/14).
Weitere interessante und wissenswerte Facts zum Thema "Was
Österreichs Frauen leisten" hat Frau in der Wirtschaft anlässlich des
104. Frauentages in einem Folder zusammen gefasst, der unter
www.unternehmerin.at/frauenfakten abrufbar ist. (ES)
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