Sanierungsoffensive schafft "Win-Win-Win"-Situation für Wachstum, Beschäftigung und Klimaschutz

WKÖ begrüßt thermische Sanierungsoffensive 2015, kritisiert aber Drosselung der Mittel

Wien (OTS/PWK148) - Die Wirtschaftskammer begrüßt die heute von Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner und Umweltminister Andrä Rupprechter vorgestellte Sanierungsoffensive 2015. "Gerade in Zeiten schwacher Konjunktur sind wachstumsfördernde Instrumente wie die thermische Sanierung unabdingbar. Sie gibt wichtige Impulse für Wachstum, Beschäftigung und Klimaschutz und schafft so eine klassische Win-Win-Win Situation", betont Stephan Schwarzer, Leiter der WKÖ-Abteilung für Umwelt- und Energiepolitik.

Von der Sanierungsoffensive profitieren Betriebe und ihre Mitarbeiter, der Energieverbrauch sowie der CO2-Ausstoß werden reduziert und das öffentliche Budget nicht belastet. Schwarzer: "Die Zahlen sprechen für sich: Jeder Fördereuro löst ein Mehrfaches an privaten Investitionen aus. Damit ist die Sanierungsoffensive auch für den Finanzminister ein kostenneutrales Instrument der Wirtschaftsankurbelung. Laut Experten sind die positiven Effekte für das Budget sogar höher als die Ausgabenbelastung".

Außerdem werden durch die Sanierungen jährlich ca. 35.000 Tonnen CO2-Emmissionen eingespart, und bei verbessertem Komfort für die Gebäudenutzer sinken Energieverbrauch und -kosten. "Das zeigt: Die thermische Sanierung ist ein Musterbeispiel einer wirtschaftlich sinnvollen Klimaschutzmaßnahme. Erfolgreiche Umweltpolitik setzt auf Anreize statt auf Strafen", so der WKÖ-Experte.

WKÖ fordert Aufstockung statt Drosselung der Fördermittel
Im letzten Jahr waren die Fördermittel jedoch bereits im August ausgeschöpft. Dieser regelrechte Ansturm beweist, dass die Nachfrage sowohl bei Betrieben als auch Privatpersonen weit größer als der Fördertopf ist. "Viele Unternehmer und Bürger waren von dem abrupten Ende der Förderaktion im Hochsommer überrascht und enttäuscht. Es darf nicht sein, dass ohne Vorwarnung, also quasi über Nacht, der Einreichungsschluss verkündet wird und mühevoll erarbeitete Projekte nicht mehr eingereicht werden können."

Deshalb appelliert die WKÖ an die Bundesregierung, die jährliche Sanierungsquote von derzeit 1% auf 3% zu erhöhen - samt Aufstockung statt Drosselung der finanziellen Mittel. "Als Minimum hätten auch heuer wieder 100 - statt der nun fixierten 80 - Millionen Euro für die thermische Sanierung zur Verfügung stehen müssen, davon 30 Millionen für Betriebe", so Schwarzer. Darüber hinaus müsse die Abwicklung der Förderung weiter optimiert werden. Schwarzer: "Das Förderprogramm soll ja Investitionen beschleunigen, nicht aufschieben. Es freut uns, dass wir dies für Projekte bei Betriebsgebäuden sicherstellen konnten". (PM)

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Abteilung für Umwelt- und Energiepolitik
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