FPÖ-Kunasek: Panzerabbau beim Heer sofort stoppen!

Klug soll Anleihen bei seinem deutschen Genossen Bartels nehmen

Wien (OTS) - "Während der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im deutschen Bundestag, Hans-Peter Bartels (SPD) die geplante Reduktion der deutschen Panzerwaffe scharf kritisiert, träumt Österreichs Verteidigungsminister Klug noch immer von jahrelangen Vorwarnzeiten", zeigte sich der freiheitliche Wehrsprecher und Vorsitzende des Landesverteidigungsausschusses NAbg. Mario Kunasek alarmiert.

So werde Angesichts der Entwicklung in der Ukraine-Krise in Deutschland Kritik an der Bundeswehrreform laut. Deutschland sei nicht für die Ukraine-Krise gerüstet, so Hans-Peter Bartels: "Es sollten nicht so viele Panzer ausgemustert werden."

Kunasek: "Die Reduktion auf lediglich ein Panzer-Bataillon würde das Aus für den 'Kampf der verbundenen Waffen bedeuten'. Damit würde ein wesentliches Leistungsmerkmal des Bundesheeres verloren gehen." Die Krisen, die sich vor unserer Haustüre in der Ukraine und etwas weiter entfernt in Syrien, Israel und im Irak abspielen, hätten deutlich gezeigt, dass es keine Vorwarnzeiten mehr gebe. In Österreich gehe man trotzdem weiterhin von einer mehrjährigen Vorwarnzeit aus, so Kunasek. "Diese Vorwarnzeit ist eine Illusion. Krisen entstehen, wie die Ukraine zeigt sehr rasch und unerwartet", so Kunasek.

Nur ein einsatzfähiges und starkes Heer könne die Sicherheit der eigenen Bevölkerung gewährleisten, betonte Kunasek, der besonders für einen neutralen Staat wie Österreich, die Erhaltung der Selbstverteidigungsfähigkeit als "unabdingbar" bezeichnete. Der Kampf der verbundenen Waffen stelle einen wesentlichen Teil davon dar. Das Zurückfahren militärischer Kernkompetenz (Kampf der verbundenen Waffen) auf das Niveau einer Brigade beinhalte den Trugschluss, daraus wieder rasch aufwachsen zu können. Schweres Gerät werde nicht auf Halde produziert. Eine rasche Beschaffung im Ernstfall sei daher definitiv nicht möglich, warnte Kunasek vor der sicherheitspolitischen Geisterfahrt des Verteidigungsministers.

"Die Reduzierung der Österreichischen Panzerwaffe ist daher sofort einstellen", forderte Kunasek. Dies gelte aktuell besonders für das von der Auflösung bedrohte PzBaon 33, das dringend als Panzer-Bataillon erhalten bleiben muss, so Kunasek.

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