• 25.02.2015, 11:18:48
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Khol: Ja zu Erwerbschancen in jedem Alter. Ja zu einer sozial gerechten Gleitpension.

Teilpension, Bonus-Aufschub-Pension, Abschaffung Pensionsversicherungsbeiträge für erwerbstätige Pensionisten - wichtige Punkte endlich wie vereinbart umsetzen!

Utl.: Teilpension, Bonus-Aufschub-Pension, Abschaffung
Pensionsversicherungsbeiträge für erwerbstätige Pensionisten -
wichtige Punkte endlich wie vereinbart umsetzen! =

Wien (OTS) - Zur heutigen Debatte im Nationalrat rund um die
Beschäftigung der 50plus hält Univ.-Prof. Dr. Andreas Khol,
Bundesobmann des Österreichischen Seniorenbundes, fest:

"Ja, in absoluten Zahlen gibt es immer mehr Arbeitssuchende im Alter
über 50. Dies hat allerdings hauptsächlich mit der demographischen
Verschiebung zu tun - hier handelt es sich eben um die
geburtenstärksten Jahrgänge der Republik. In relativen Zahlen steigt
die Arbeitslosigkeit der 50plus um weniger Prozentpunkte als im
Schnitt der anderen Altersgruppen. Selbstverständlich müssen dennoch
alle Maßnahmen zur Förderung der Erwerbstätigkeit Älterer umgesetzt
werden: Die Beibehaltung des AMS-Pakets für die 50plus gehört dazu,
ebenso wie die Betonung, dass alle Fortbildungsförderungen in
Österreich (wie Bildungskarenz, Bildungsteilzeit, Erwachsenenlehre)
bewusst an keine Altersgrenze gekoppelt sind. Diese Hilfen für einen
Neustart auch im fortgeschrittenen Alter müssen bleiben! So stärkt
man Erwerbschancen in jedem Alter!"

Khol betont jedoch den entscheidenden Punkt für die Erholung des
Arbeitsmarktes: "Derzeit geistern zig Steuer-Erhöhungs-Ideen durch
das Land. Da darf sich niemand wundern, wenn dies die
Investitionsbereitschaft der Unternehmen maßgeblich bremst. Was es in
den kommenden Monaten daher braucht: Entbürokratisierung, echte
Steuersenkung und Verbesserung der Rahmenbedingungen für Unternehmen.
Nur so entstehen neue Arbeitsplätze!"

Khol: Ja zu sozial gerechter Gleitpension - nicht
gleichzusetzen zu Schwedischem Pensionssystem

Zur ebenfalls heute wieder aufgeworfenen Frage eines
"Sicherungs-Automatismus" im Pensionssystem hält Khol fest:

"Wir sagen ein klares Ja zu einer sozial gerechten Gleitpension. Dies
bedeutet selbstverständlich, dass das gesetzliche
Pensionsantrittsalter (und alle daran gekoppelten Pensionsregelungen)
nach klaren Regeln in verfassungsgemäßen Schritten ansteigt, wenn die
Lebenserwartung entsprechend weiter ansteigt. Nur so wird es
gelingen, die Pensionshöhe für alle Generationen nachhaltig
abzusichern. Nichts zu tun hat dies allerdings - auch wenn Teile der
SPÖ dies immer wieder behaupten - mit dem Schwedischen
Pensionssystem! Denn im Gegensatz zu Schweden sieht unser Modell des
Sicherungs-Automatismus weder Einschnitte in laufende Pensionen, noch
automatisierte Erhöhungen der Pensionsbeiträge der Jungen vor."

"Wir haben im Regierungsprogramm vereinbart, dass wir zum Jahresende
2015 die Wirkungen der Pensionsreformen, die am 1.1.2014 in Kraft
getreten sind, ausführlich evaluieren. Selbstverständlich müssen dazu
endlich die vom Seniorenbund immer wieder kritisierten Schwachstellen
des aktuell vorliegenden Pensionsmonitorings behoben sein.
Entsprechend dieser fristgerechten Evaluierung in wenigen Monaten
werden die nächsten Schritte zu beschließen sein."

Teilpension, Bonus-Aufschub-Pension endlich einführen -
Pensionsversicherungsbeiträge für erwerbstätige Pensionisten endlich
abschaffen!

Abschließend wiederholt Khol seine Kritik an der Verzögerten
Umsetzung von wichtigen Punkten, die im Regierungsprogramm für ältere
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vereinbart wurden:

"Es ist inakzeptabel, dass die wichtige Teilpension bis heute nicht
umgesetzt wurde. Wir müssen in Österreich endlich weg vom
"Alles-oder-Nichts"-Prinzip! Heute kann man eine "Hackler"- oder
Korridorpension mit 62 (Frauen heuer mit 57,5) antreten oder eben
nicht. Bis zum Erreichen des gesetzlichen Pensionsantrittsalters
(60/65) wird der persönliche Zuverdienst zu dieser Pension mit der
jeweiligen Geringfügigkeitsgrenze beschränkt - sonst fällt die
Pension weg. Wir hatten vereinbart: Abschaffung der täglichen
Geringfügigkeitsgrenze für alle Betroffenen und Einführung einer
Teilpension, wo bei einer Arbeitszeitreduktion um zumindest 30
Prozent die Hälfte der zustehenden Pension bezogen werden kann. Dies
ist endlich umzusetzen!"

"Auch die Bonus-Aufschub-Pension muss jetzt endlich kommen! Seit
1.1.2014 haben wir in Österreich für alle vorzeitigen Pensionen
versicherungsmathematische Abschläge in Kraft gesetzt. Nur die
Belohnung für freiwilliges längeres Arbeiten nach 60/65 ist bis heute
nicht versicherungsmathematisch korrekt! Wie vereinbart ist daher
endlich umzusetzen: Bonus-Aufschub-Pension mit rund 10 Prozent mehr
Pension pro länger gearbeitetem Jahr einführen, und für Erwerbstätige
Pensionisten zugleich die Pensionsversicherungsbeiträge abschaffen.
Geredet wurde dazu genug - jetzt muss die Umsetzung endlich folgen!"

Khol abschließend: "Der Seniorenbund hatte dem Regierungsprogramm
2013 zugestimmt, weil genau diese wichtigen Punkte darin enthalten
waren. Tausende Betroffene warten seither auf die wichtige Umsetzung.
Man muss aufhören den leistungsfähigen und leistungswilligen
Seniorinnen und Senioren im Wege zu stehen! Es ist Zeit, diese
Vereinbarungen endlich umzusetzen!"

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