• 25.02.2015, 09:57:23
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Greenpeace zu Energieunion: Erneuerbare und Energieeffizienz statt Schiefergas und Atom

Österreichische Bundesregierung muss mit Verbündeten schmutzige Energieträger einbremsen

Utl.: Österreichische Bundesregierung muss mit Verbündeten
schmutzige Energieträger einbremsen =

Brüssel/Wien (OTS) - Die Europäische Kommission veröffentlicht heute
ihren Vorschlag zur Energieunion. In dem rechtlich noch nicht
bindenden Plan schlägt die Kommission ihre Prioritäten in der EU
Energie- und Klimapolitik für die nächsten zwei Jahre vor. Im Rahmen
der Energieunion soll dabei die engere Zusammenarbeit von EU-Staaten
bei Energiefragen gefördert werden.

"Die Energieunion bietet jetzt die Chance, den Ausbau der
erneuerbaren Energien und Energieeffizienz weiter voranzutreiben und
die Energieabhängigkeit Europas zu reduzieren. Österreich muss diese
Chance ergreifen und zusammen mit anderen Ländern wie Deutschland und
Dänemark Allianzen schmieden um erneuerbare Energien und
Effizienzmaßnahmen als Kerntechnologien im Rahmen der Energieunion zu
implementieren", so Walter Saurer, Energiesprecher bei Greenpeace in
Österreich. 53 Prozent der benötigten Energie wurden 2014 um 400
Milliarden Euro in die EU importiert. Die EU ist damit der größte
Energie-Importeuer weltweit und abhängig von außereuropäischem Gas
und Öl.

Das erklärte Ziel der EU bis 2050 die Treibhausemissionen um 80 bis
95 Prozent zu senken, muss wesentliche Triebkraft für die
Energieunion sein: "Die Energieunion muss auf die Verwirklichung
dieses Ziels und daher auf den Ausstieg aus Öl, Kohle und Gas
ausgerichtet sein", so Saurer und warnt vor faulen Kompromissen:
"Die vorgeschlagene gleichrangige Behandlung von Schiefergasförderung
mit erneuerbaren Energien ist völlig inakzeptabel. Dasselbe gilt für
den von einigen Ländern zur Forcierung von Atomenergie geforderten,
sogenannten neutralen Technologieansatz zur Erreichung der
Klimaschutzziele."

Greenpeace fordert erneuerbare Energien und Energieeffizienz als
tragende Säulen der Energieunion - Schiefergas und Atomenergie dürfen
keine Option darstellen.

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