Walser: Dieter Eggers latenter Antisemitismus ist untragbar

Grüne fordern klare Distanzierung und Entschuldigung ein

Wien (OTS) - "Dass Dieter Egger trotz wiederholter Aufforderungen nach seinem antisemitischen Ausfall im Jahr 2009 gegenüber dem Leiter des Jüdischen Museums in Hohenems Hanno Loewy bislang zu keiner öffentlichen Entschuldigung fähig war, ist eine Sache. Dass er nun aber als FPÖ-Bürgermeisterkandidat im Wahlkampfmodus nachlegt und im Jänner meinte, für Loewy müsse klar sein, dass die Entscheidungen im Rathaus getroffen werden und nicht im Jüdischen Viertel, ist völlig untragbar", empört sich der Grüne Nationalratsabgeordnete Harald Walser.

Auch anlässlich der gestrigen Wahldiskussionsveranstaltung in Hohenems sei Egger nicht willens gewesen, sich von seinen antisemitischen Ausfällen zu distanzieren. Der Kandidat der Liste Emsige/Grüne Bernhard Amann zitierte Egger gestern, dass dieser gemeint habe, es sei auch in seinem Interesse, endlich einen Schlussstrich unter die Affäre von 2009 zu ziehen. "Wenn Egger das wirklich ernst meint, dann fordere ich ihn auf, hier endlich eine klare Distanzierung von seinen inakzeptablen Äußerungen über die Lippen zu bringen und sich bei Hanno Loewy zu entschuldigen", betont Walser, "denn wenn Egger das nicht umgehend nachholt, disqualifiziert er sich als Bürgermeisterkandidat von selbst."

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