• 24.02.2015, 12:30:24
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E-Wirtschaft für gemeinsame Strompreiszone mit Deutschland

Studie erwartet hohe Kosten durch Verzicht auf Netzausbau und Aufteilung in zwei Preiszonen

Utl.: Studie erwartet hohe Kosten durch Verzicht auf Netzausbau und
Aufteilung in zwei Preiszonen =

Wien (OTS) - Eine Erhaltung der gemeinsamen Preiszone für Strom im
Norden und im Süden Deutschlands inklusive Österreichs liegt im
Interesse einer sicheren und wirtschaftlichen Stromversorgung in
Österreich. Das bestätigt auch die aktuelle Studie der
Beratungsgesellschaft Consentec im Auftrag von EEX und EPEX SPOT
unter dem Titel "Ökonomische Effizienzanalyse der Einführung
kleinerer Gebotszonen", die am 24.2. in Berlin vorgestellt wurde.
Demnach würde eine Aufteilung des deutschen Strommarkts die
Stromkosten in den betroffenen Regionen insgesamt um 100 Millionen
Euro jährlich steigen lassen.

Oesterreichs Energie, die Interessenvertretung der österreichischen
E-Wirtschaft tritt für eine vollständige Marktintegration und die
Vollendung eines europaweiten Strombinnenmarktes ein. Die derzeitige
Diskussion zu einer Aufspaltung der bewährten
österreichisch-deutschen Preiszone im Strommarkt, die annimmt, dass
dies die Stromnetze der Nachbarländer entlasten würde, wird von
Oesterreichs Energie als schädlich bewertet. "Die österreichische
E-Wirtschaft ist davon überzeugt, dass eine Aufteilung der
österreichisch-deutschen Preiszone die Etablierung eines europäischen
Strombinnenmarktes erheblich verlangsamen, die Markteffizienz, den
Wettbewerb und die Liquidität verringern sowie letztlich höhere
Preise nach sich ziehen würde", erklärte Barbara Schmidt,
Generalsekretärin von Oesterreichs Energie. Für einen optimalen
Nutzen aus der gemeinsamen Preiszone für Deutschland und Österreich
ist ein Ausbau der Übertragungsnetze, insbesondere in Deutschland die
einzig richtige Lösung.

Die aktuelle Studie vergleicht die wirtschaftlichen Kosten und den
Nutzen einer Aufteilung des deutsch/österreichischen Strommarkts in
zwei Gebotszonen. Hierbei wird ein Zielkonflikt sichtbar: Wird die
Gebotszone aufgeteilt, können Kosten für eine Veränderung der
gemeldeten Kraftwerksfahrpläne - den sogenannten Redispatch - in
einigen Fällen gesenkt werden. Gleichzeitig entstehen laufend
wirtschaftliche Verluste durch Ungewissheiten bei der Bestimmung der
gesamten Übertragungskapazität zwischen den kleineren Zonen. Indem
sie diese beiden Kostenfaktoren gegeneinander aufwiegt, zeigt die
Studie, dass eine Aufteilung der deutsch/österreichischen Gebotszone
die Gesamtkosten für die Stromversorgung um bis zu 100 Millionen Euro
pro Jahr steigen lassen würde. Darüber hinaus würden durch eine
rückgängige Liquidität sowie höhere Transaktionskosten weitere
Ineffizienzen entstehen. Bei einer Teilung der
österreichisch-deutschen Preiszone könnten beispielsweise
Industrieunternehmen aus Österreich und Deutschland ihre Beschaffung
nicht mehr auf der Grundlage eines einheitlichen
Großhandelsstrompreises durchführen. Damit würden sich die
Stromkosten inklusive der administrativen Kosten der
Industrieunternehmen erhöhen, womit wiederum die Bereitschaft dieser
Unternehmen zu verstärkter Aktivität bzw. Investitionen in den
betroffenen Märkten sinken würde.

Das Positionspapier von Oesterreichs Energie zum Thema "Preiszonen
finden Sie unter
http://oesterreichsenergie.at/energiepolitik/positionspapiere/positio
nspapiere-2014.html

Eine Kurzfassung der Studie und die Presseaussendung der EEX und EPEX
SPOT finden Sie unter
http://oesterreichsenergie.at/medien/presse/aktuelle-presseaussendung
en.html

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