• 17.02.2015, 11:28:18
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Klima- und Energiefonds: Jahresprogramm 2015 mit Fokus auf Energieforschung und Erneuerbare Energien

Rupprechter, Stöger: „Förderungen des Klimafonds stellen Weichen für Österreichs Energie- und Mobilitätszukunft“ Vogel, Höbarth: „Neue Impulse und langfristige Programme“

Utl.: Rupprechter, Stöger: „Förderungen des Klimafonds stellen
Weichen für Österreichs Energie- und Mobilitätszukunft“
Vogel, Höbarth: „Neue Impulse und langfristige Programme“ =

Wien (OTS) - Der Klima- und Energiefonds setzt mit seinem
Arbeitsprogramm 2015 drei konkrete Schwerpunkte: Forciert werden
Maßnahmen zur Energieeffizienz unter anderem in der Wirtschaft, der
Ausbau Erneuerbarer Energien und die Entwicklung nachhaltiger,
innovativer und leistbarer Mobilitätssysteme und Energietechnologien.
Insgesamt steht ein Budget von 126 Mio. Euro für 21 Programme bereit.
Von 2007 bis Ende 2014 wurden durch den Klima- und Energiefonds mit
934 Millionen Euro Förderbudget rund 76.000 Projekte ermöglicht.

Innovation stärkt Industriestandort - Energieforschung als
Basis

Das Energieforschungsprogramm ist heuer erneut mit 35 Mio. Euro
ausgestattet. Ziel des Programmes ist es, die Kosten hocheffizienter
und emissionsarmer Energie- und Mobilitätstechnologien zu senken und
die führende Rolle österreichischer Unternehmen im internationalen
Wettbewerb auszubauen. Innovationsminister Alois Stöger:

"Die Zukunft des Industriestandorts Österreich wird maßgeblich davon
abhängen, dass Energie für Industrie, Wirtschaft und Konsumenten
sicher und leistbar bleibt. Forschung und Entwicklung sind die
Triebfeder einer Energiewende, die klimapolitische und soziale
Vorgaben erfüllt. Der Klima- und Energiefonds arbeitet genau an
dieser wichtigen Schnittstelle."
Die Schwerpunkte des Energieforschungsprogrammes sind weiterhin
Energieeffizienz und -einsparung, Erneuerbare Energien, Intelligente
Netze und Speicher.

Klimabericht bestätigt Dringlichkeit: Ausbau Erneuerbarer
Energien

Allein 36,6 Mio. Euro stehen heuer in insgesamt fünf Förderprogrammen
für den breitflächigen Ausbau Erneuerbarer Energien und auch für die
Entwicklung neuer Einsatzbereiche dieser Technologien zur Verfügung.
Umweltminister Andrä Rupprechter:

"Moderne Klimaschutzpolitik steht in keinem Widerspruch zu
Wirtschafts- und Beschäftigungswachstum. Investitionen in den Umwelt-
und Klimaschutz sowie in die Ressourceneffizienz steigern die
Wettbewerbsfähigkeit und stärken die Wirtschaft. Wir können dem
Klimawandel entgegentreten und eine zusätzliche Erderwärmung
verhindern, wenn wir gemeinsam an einem Strang ziehen. Notwendig ist
eine Neuorientierung hin zu einer green economy. Wir setzen daher mit
den Förderungen des Klimafonds weiter Schwerpunkte im Bereich

Solarthermie und Photovoltaik und unterstützen sowohl den
breitflächigen Ausbau der Technologie als auch innovative
Anwendungen."
Durch die PV Aktion des Klimafonds konnten bis Ende 2014 rund 36.000
PV-Anlagen errichtet werden, 2015 wird die Aktion auch auf Betriebe
in der Land- und Forstwirtschaft ausgeweitet. Das 2014 gestartete
Programm "Solarhaus" wird fortgesetzt. Diese europaweit einzigartige
Förderung zeigt, dass in unseren Breitengraden auch im Winter zu
mindestens 70% mit der Kraft der Sonne geheizt werden kann.

Energiewende bringt greenjobs - Start-ups fördern

Die Entwicklung grüner Geschäftsideen aus den Bereichen Erneuerbare
Energien, Energieeffizienz und Mobilität bis zur Marktreife steht
auch 2015 im Zentrum der Initiative "greenstart".
Klima- und Energiefonds Geschäftsführer Ingmar Höbarth:
"Unser Ziel ist es, das Energie- und Mobilitätssystem in Österreich
zukunftsfähig und nachhaltig zu gestalten. Dazu braucht es neue Ideen
und Geschäftsmodelle. Mit greenstart unterstützen wir kluge Köpfe und
Projekte, die den Klimaschutz vorantreiben. Damit werden grüne
Technologien und Dienstleistungen rasch und nachhaltig im Markt
verankert."

Testmärkte für die grünen Start-ups bieten zum einen die 104 Klima-
und Energiemodellregionen des Klimafonds. In diesen werden
zukunftsfähige Energiesysteme entwickelt und umgesetzt. Zum anderen
bietet der Klimafonds durch seine Drehscheibenfunktion einen idealen
Nährboden für JungunternehmerInnen, sich zu vernetzen und Kompetenzen
aufzubauen.

Innovative und soziale Stadtentwicklung: Smart Cities

Die Vision des Klima- und Energiefonds ist die erstmalige Umsetzung
einer "Smart City" oder "Smart Urban Region", in der technische und
soziale Innovationen intelligent eingesetzt und kombiniert werden.
Der Klimafonds setzt dabei auf praxisnahe Umsetzung. Die geförderten
Demoprojekte bauen auf wissenschaftlichen Vorarbeiten auf und
ermöglichen es, die Machbarkeit komplexer Entwicklungen im
Zusammenspiel mit BewohnerInnen und NutzerInnen im Alltag in Form von
großangelegten Pilotvorhaben zu zeigen.

Klima- und Energiefonds Geschäftsführerin Theresia Vogel:
"Die Zukunft mit wachsenden Städten und stetig steigendem
Energiebedarf birgt viele Herausforderungen. Es gilt Lösungen
aufzuzeigen und die Energiewende in der Stadt möglich zu machen.
Forschung und Entwicklung radikaler Innovationen werden daher 2015
erneut großgeschrieben."
Die "Smart City zum Anfassen" entsteht derzeit in Aspern. Unterstützt
wird hier ein Testgebiet, in dem Zukunftsfragen rund um das Thema
Energieeffizienz beantwortet und BewohnerInnen und NutzerInnen aktiv
in den Prozess eingebunden werden.

Das komplette Jahresprogramm 2015 des Klima- und Energiefonds steht
unter www.klimafonds.gv.at zum Download bereit.

Das Jahresprogramm 2015 im Überblick

Programmlinie  Programm                            Budget in Mio.
Euro

Forschung      Austrian Climate Research Programme       6,00
               Energieforschungsprogramm                35,00
               Smart Cities Demo                         5,605

Verkehr        Leuchttürme der Elektromobilität          5,00
               Modellregionen der Elektromobilität       1,70
               Intermodale Schnittstellen im Radverkehr  1,00
               Multimodales Verkehrssystem 
                - Aktionsprogramm klimaaktiv mobil       8,30
               Mikro-ÖV Systeme im ländlichen Raum       1,00
               Effizienter Güterverkehr in 
               Ballungszentren/Smart Urban Logistics     1,00

Marktdurch-
dringung       Mustersanierung                           5,00
               Klima- und Energiemodellregionen         10,00
               Klimaschulen                              1,00
               greenstart                                1,50
               Solarthermie - solare Großanlagen         5,90
               Photovoltaik & GIPV                      17,00
               Photovoltaik in der 
               Land- und Forstwirtschaft                 4,00
               Austausch von fossilen Heizsystemen 
               durch Erneuerbare Energien, Effizienz-
               steigerung und innovative Heizsysteme 
               auf Basis erneuerbarer Energien           9,105
               Demoprojekte Solarhaus                    0,60
               KMU Energieeffizienzscheck                1,00
               Energieeffizienzscheck Landwirtschaft     0,50
               Allgemeine klimarelevante Projekte        3,00

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