• 17.02.2015, 09:30:09
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Musik öffnet den Geist - "Zweites Sounds and Science-Konzert am 15. März"

Wien (OTS) - Im Mozartsaal des Wiener Konzerthauses findet am 15.
März 2015 um 19.00 Uhr die zweite "Sounds and Science"-Veranstaltung
zu Musik und Medizin statt. Der Abend steht unter dem Themenbogen
"Musik. Krebs. Zukunft." Diese einzigartige Vortrags- und
Konzertreihe, die im Herbst 2014 gestartet wurde, widmet sich
wichtigen Erkrankungen wie Diabetes, Krebs und Herzversagen. Dabei
wird die Krankengeschichte klassischer Komponisten aus heutiger
medizinischer Sicht der Musik dieser Komponisten gegenübergestellt.
Darin eingebettet, schaffen bedeutende NaturwissenschaftlerInnen
einen aktuellen Einblick in die entscheidenden Fragen moderner
Forschung jenseits der klinischen Medizin.

Das Programm wird von erstrangigen MusikerInnen, unter anderem
Mitgliedern der Wiener Philharmoniker, ÄrztInnen der MedUni Wien und
internationalen WissenschaftlerInnen, gestaltet. Gemeinsam gehen sie
über eine Verbindung zwischen Naturwissenschaft und Kunst hinaus und
bieten dem Publikum einen außergewöhnlichen Zugang zu den Themen
Medizin und Musik.

Von Brahms über Debussy bis Schumann

Der Abend startet mit der Sonate für Klavier und Violoncello, e-moll,
opus 38, von Johannes Brahms, gespielt von einem der derzeit
international gefragtesten Cellisten, Maximilian Hornung, sowie der
renommierten Pianistin Silke Avenhaus. Von Claude Debussy steht der
"Langsame Satz aus seinem Streichquartett" auf dem Programm -
interpretiert von den Mitgliedern der Wiener Philharmoniker, Rainer
Honeck, Andreas Großbauer und Daniela Ivanova, unterstützt von
Maximilian Hornung. Mit dem Klavierquintett, Es-Dur, opus 44, von
Robert Schumann - umgesetzt von Rainer Honeck, Andreas Großbauer,
Daniela Ivanova, Maximilian Hornung und Silke Avenhaus - endet das
Konzert.

Der wissenschaftliche Ansatz: Der Genetiker Erwin Wagner über
das Geheimnis Krebs

In dieses musikalische Umfeld eingebettet, sind kurze Vorträge, die
sich der Erkrankung Krebs vor dem Hintergrund klassischer Musik
widmen. Die Krankengeschichten der Komponisten Brahms, Debussy und
Schumann werden mit aktuellen, klinisch-medizinischen Daten
veranschaulicht. Das Konzertpublikum erfährt dadurch interessante
Einblicke in das musikalische Schaffen der großen Persönlichkeiten,
die an diesen Erkrankungen litten. Über Brahms und Debussy sprechen
Marcus Säemann von der Universitätsklinik für Innere Medizin III der
MedUni Wien, Gabriela Kornek, Ärztliche Direktorin des AKH Wien, und
Manfred Hecking, in der Facharztausbildung in Innerer
Medizin/Nephrologie an der Medizinischen Universität Wien. Clemens
Hellsberg, ehemaliger Vorstand der Wiener Philharmoniker, Christine
Marosi, stellvertretende Leiterin der klinischen Abteilung für
Onkologie an der MedUni Wien, und Stefan Oberndorfer, Leiter der
Abteilung für Neurologie am Landesklinikum St. Pölten-Lilienfeld,
befassen sich mit Schumann.

Neueste Erkenntnisse zur Entstehung von Krebs und möglicher neuer
Therapien vermittelt Erwin Wagner, Wissenschaftler und Direktor am
spanischen Krebsforschungszentrum (CNIO). Einen Blick in die Zukunft
wirft abschließend Christoph Zielinski, Leiter der Universitätsklinik
für Innere Medizin I und des Comprehensive Cancer Centers der
Medizinischen Universität Wien und des AKH Wien.

Die Idee hinter "Sounds and Science": Musik öffnet den Geist

Die Idee zu der ungewöhnlichen Konzertreihe hatten ein Musiker, zwei
Ärzte und ein Arzt/Musiker: Der Philharmoniker Thilo Fechner, die
beiden Ärzte Marcus D. Säemann und Gere Sunder-Plassmann sowie Arzt
und Musiker Manfred Hecking. Sie interessieren sich vor allem für die
Krankheiten weltberühmter Komponisten und wollen darüber hinaus die
Wissenschaft "zu Gehör" bringen. Ob das Schaffen der Komponisten mit
ihren Erkrankungsgeschichten in Zusammenhang steht, ist dabei
unwesentlich. Wichtig für sie ist vielmehr, dass Menschen neue
Erkenntnisse über Erkrankungen sowie den neuesten Stand der Forschung
im Kontext der Musik neu erleben und verstehen. Musik kann und soll
den Geist öffnen: Diesen Prozess wollen die Initiatoren von "Sounds
and Science" in Gang setzen.

Zusatz-Konzert für StudentInnen der MedUni Wien am 16. März
2015

Für StudentInnen der Medizinischen Universität Wien findet das
Konzert am 16. März von 13.00 Uhr bis 16.15 im Rahmen der Vorlesung
"Interdisziplinäre Fallkonferenzen" im Hörsaalzentrum der MedUni eine
Wiederholung, mit einem noch breiter angelegten Wissenschaftsanteil.
Dieses außergewöhnliche "Vorlesungskonzert" findet mit freundlicher
Unterstützung des Comprehensive Cancer Center der MedUni Wien und des
AKH Wien statt.

Das Konzert wird unterstützt von Open#21, AVINA Stiftung, SPLP
Sunder-Plassmann Loibner & Partner Rechtsanwälte sowie Grayling
Austria. Der Reinerlös der Veranstaltung wird an die Österreichische
Krebshilfe gespendet.

Weitere Infos und Tickets unter: http://soundsandscience.com

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