Erneuerbare Energie Österreich an Walter Boltz: Erneuerbaren-Ausbau senkt Stromkosten

Zahlen der E-Control belegen: Stromrechnungen werden netto niedriger

Wien (OTS) - Der Dachverband Erneuerbare Energie Österreich kritisiert E-Control-Chef Walter Boltz, der gestern in der ZIB1 den Ökostromausbau als Ursache für höhere Stromkosten dargestellt hat. Dabei ignoriert er, dass laut Untersuchungen der E-Control die Stromkosten netto sinken. "Gerade dank kräftiger Investitionen in den Ausbau erneuerbarer Energien sind die Stromrechnungen in den vergangenen Jahren verhältnismäßig niedriger geworden. Das rechnet uns auch die E-Control vor", so EEÖ-Geschäftsführer Jurrien Westerhof.

Ursache für die fallenden Preise ist das stark gestiegene Angebot an Strom durch den Ökostromausbau, und die Tatsache, dass Wind und Sonnenlicht nichts kosten, wodurch die Börsenpreise gefallen sind. Vor allem die Industrieunternehmen profitieren von den niedrigeren Preisen, aber auch Haushaltskunden zahlen netto weniger für den Strom als noch vor wenigen Jahren. Laut Angaben der E-Control über die Höhe der Strompreise für Haushalte in Österreich betrug eine durchschnittliche Rechnung im Jänner 2013 707,10 Euro. Jetzt - 2 Jahre später - beträgt eine durchschnittliche Rechnung laut E-Control 713 Euro, oder umgerechnet 0,8 Prozent mehr. Die Inflation in diesem Zeitraum betrug aber 3,6 Prozent - Strom ist in den letzten beiden Jahren also verhältnismäßig günstiger geworden.

Ein ähnliches Bild zeigt ein längerfristiger Vergleich: laut Angaben der E-Control zahlte ein Durchschnittshaushalt in Österreich Ende 2001 560,37 Euro für die Stromversorgung. Der Verbraucherpreisindex ist seitdem um mehr als 29 Prozent gestiegen, der Strompreis nur um 27 Prozent - Strom ist also auch längerfristig betrachtet günstiger geworden.

"Dass Walter Boltz kein Freund der erneurbaren Energien ist, das ist bekannt. Aber er kann nicht leugnen, dass die Stromkosten durch den Ökostromausbau niedriger geworden sind", so Westerhof. "Österreich hat sich zum Klimaschutz und zur Verringerung der Abhängigkeit vom Import von fossilen Energien bekannt, und die ständigen Angriffe von Boltz auf erneuerbare Energien sind dabei mehr als entbehrlich. Besser wäre es, wenn er seine Aufmerksamkeit der vorgeschlagenen Förderung für Atomenergie und der klimaschädlichen Unterstützung für Kohlekraftwerke durch Billig-CO2-Zertifikate widmen würde".

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Dipl.-Ing. Jurrien Westerhof
Geschäftsführer Erneuerbare Energie Österreich
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