- 05.02.2015, 13:06:09
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Elektrohandel - Krejcik: "Umsatzentwicklung sehr gut, Ertragslage jedoch nicht befriedigend"
Steuern und Abgaben - Elektrohandelsobmann fordert Gleichbehandlung ausländischer Anbieter, die Waren nach Österreich liefern, mit heimischen Betrieben
Utl.: Steuern und Abgaben - Elektrohandelsobmann fordert
Gleichbehandlung ausländischer Anbieter, die Waren nach
Österreich liefern, mit heimischen Betrieben =
Wien (OTS/PWK083) - "Zumindest in Sachen Umsatz konnte der
österreichische Elektrohandel 2014 an das außerordentlich gute Jahr
2013 anschließen", zieht Wolfgang Krejcik, Obmann des Bundesgremiums
des Elektro- und Einrichtungsfachhandels in der Wirtschaftskammer
Österreich (WKÖ), Bilanz über das abgelaufene Jahr. Der
Elektrohandelsumsatz stieg 2014 um 2% auf 4,6 Milliarden Euro. "Damit
wurde ein umsatzmäßig hoch gestecktes Ziel einmal mehr erreicht", so
der Branchensprecher.
Der Hauptanteil am Umsatz entfiel auch im vergangenen Jahr mit 850
Millionen Euro auf große Haushaltsgeräte: "Bei den Waschautomaten,
Wäschetrocknern, Geschirrspülern, Kühlgeräten sowie Herden waren nach
wie vor die Themen 'Energiesparen' und 'Steigerung des
Bedienkomforts' im Mittelpunkt des Kundeninteresses", weiß Krejcik
nicht nur aus der eigenen Elektrohandels-Praxis.
Bei den kleinen Haushaltsgeräten und Produkten für die
Körperpflege gab es eine solide Umsatzsteigerung mit 7% auf 430
Millionen Euro zu verzeichnen: Beliebt waren in diesem Segment nach
wie vor besonders Kaffeemaschinen und Mundhygienegeräte. "Darüber
hinaus gab es erstaunlicherweise auch eine bemerkenswerte Nachfrage
bei Staubsaugern: Davon wurden mehr als 600.000 Stück verkauft, der
Umsatz damit belief sich auf 100 Millionen Euro", führt Krejcik aus.
Weitere wichtige Umsatzträger stellen natürlich die Bereiche IT
mit 1 Umsatz-Milliarde und Telekommunikation (1,1 Milliarde Euro)
dar, wobei der Absatz von Handys einmal mehr gestiegen ist und bei
mittlerweile mehr als 3 Millionen Stück jährlich liegt.
Weiter ungebrochen ist auch die Nachfrage nach TV-Geräten: Bei
fast 1 Million verkauften Exemplaren entfallen auf diesen Bereich
rund 500 Millionen Euro des Elektrohandelsumsatzes. Dabei hat sich
der Trend zu großformatigen Bildgrößen mit einer durchschnittlichen
Bildgröße von 50 Zoll (= 127 cm) Bilddiagonale deutlich verstärkt.
"Allerdings ist hier in den nächsten Wochen mit deutlichen
Preissteigerungen zu rechnen, da Hersteller aus Asien durch die
geänderte Währungsparität Euro zu US-Dollar wohl gezwungen sein
werden, ihre Abgabepreise zu erhöhen", so Krejcik.
"Während wir also unsere Umsatzziele erreicht oder sogar
übertroffen haben, darf nicht verschwiegen werden, dass sich die
Ertragslage nicht befriedigend entwickelt hat", weiß Krejcik
ebenfalls zu berichten: "Der österreichische Elektrohandel steht voll
im internationalen Wettbewerb, etwa mit europäischen Versandfirmen.
Diese müssen sich ja nicht an die vielen strengen Gesetze,
Vorschriften und Auflagen halten, wie sie für Unternehmen in
Österreich gelten. Das geht zu Lasten der heimischen Betriebe und
schwächt die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nicht nur unserer
Branche." Daher plädiert Krejcik dafür, "dass Steuern- und
Abgabenvorschriften endlich auch für ausländische Unternehmen, die
Waren nach Österreich liefern, gelten sollen. Darüber hinaus muss die
Einhaltung überwacht und Verstöße müssen auch sanktioniert werden!"
(JR)
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