WKO/ÖHV: Österreichs Hotellerie warnt vor neuen Substanzsteuern

Die wiederholten Aussagen von Finanzminister Schelling zur Vermögenssteuer werden von der Hotelleriebranche unterstützt

Wien (OTS/PWK077) - Bereits seit längerem wird in Österreich über eine Vermögens-, Erbschafts- und Schenkungssteuer diskutiert. Auch eine Anhebung der Grundsteuern wird überlegt. Für die Hotelbranche sind alle diese Steuern Gift für den Standortwettbewerb und die Beschäftigung. Erst unlängst hatte eine vom Fachverband Hotellerie in der Wirtschaftskammer Österreich (WKO) und von der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV) in Auftrag gegebene Berechnung durch die Steuerberatung Prodinger zu den Auswirkungen der verschiedenen Steuerszenarien klar zum Ausdruck gebracht, wie schädlich eine Wiedereinführung einer Vermögens-, Erbschafts- und Schenkungssteuer für die heimische Familienhotellerie wäre. Das Ergebnis spricht gar von einem Aus für die Familienbetriebe. Zum Beispiel würde eine Erbschafts- und Schenkungssteuer mit einem Freibetrag von 1 Million Euro und einem Steuersatz von 25 % ein 4*-Hotel mit einem Umsatz von 1 Million Euro und 253.000 Euro Jahresergebnis mit einer Steuerbelastung von über 400.000 Euro treffen. Damit wird eine solche Betriebsübergabe verunmöglicht.
Weiterführende Info dazu:
https://www.wko.at/Content.Node/hotelsterne/Bildmaterial.html

Die Präsidenten der beiden Hotelverbände - Klaus Ennemoser, Michaela Reitterer und Gregor Hoch - begrüßen die aktuellen Äußerungen von Finanzminister Schelling, im Zuge der geplanten Steuerreform keine neuen Steuern auf die betriebliche Substanz einführen zu wollen. Gleichzeitig warnen die Branchenvertreter vor Mehrbelastungen durch die Hintertüre. Auch höhere Grundsteuern sowie eine Anhebung der Einheitswerte gehen völlig an den Branchenbesonderheiten vorbei. Gute Lagen sind für eine touristische Nutzung erforderlich. Somit sind diese als notwendige Betriebsmittel zu werten. (PM)

Fachverband Hotellerie

Der Fachverband Hotellerie in der Wirtschaftskammer Österreich vertritt 17.000 Beherbergungsbetriebe mit 1,05 Millionen Betten. Mit knapp 37 Millionen Ankünften und 133 Millionen Nächtigungen leistet die heimische Hotellerie einen wesentlichen Beitrag zur direkten und indirekten Wertschöpfung der Tourismus- und Freizeitwirtschaft in der Höhe von rund 46,5 Milliarden Euro. Das sind 14,8 % des BIP.

Österreichische Hoteliervereinigung

Die ÖHV vertritt 1.300 Top-Hotels mit 160.000 Betten. Sie repräsentieren rund 2/3 der 4- und 5-Sterne-Hotels in Österreich. Die mitarbeiterintensiven Hotels der Top-Kategorien decken mit 47,6 Millionen Nächtigungen rund 36 % der Übernachtungen in der österreichischen Hotellerie ab und beherbergen 41,3 % der internationalen Gäste.

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Mag. Matthias Koch
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Martin Stanits
Public Affairs & Research
Österreichische Hoteliervereinigung
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