- 03.02.2015, 09:39:39
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WKO/ÖHV: Österreichs Hotellerie warnt vor neuen Substanzsteuern
Die wiederholten Aussagen von Finanzminister Schelling zur Vermögenssteuer werden von der Hotelleriebranche unterstützt
Utl.: Die wiederholten Aussagen von Finanzminister Schelling zur
Vermögenssteuer werden von der Hotelleriebranche unterstützt =
Wien (OTS/PWK077) - Bereits seit längerem wird in Österreich über
eine Vermögens-, Erbschafts- und Schenkungssteuer diskutiert. Auch
eine Anhebung der Grundsteuern wird überlegt. Für die Hotelbranche
sind alle diese Steuern Gift für den Standortwettbewerb und die
Beschäftigung. Erst unlängst hatte eine vom Fachverband Hotellerie in
der Wirtschaftskammer Österreich (WKO) und von der Österreichischen
Hoteliervereinigung (ÖHV) in Auftrag gegebene Berechnung durch die
Steuerberatung Prodinger zu den Auswirkungen der verschiedenen
Steuerszenarien klar zum Ausdruck gebracht, wie schädlich eine
Wiedereinführung einer Vermögens-, Erbschafts- und Schenkungssteuer
für die heimische Familienhotellerie wäre. Das Ergebnis spricht gar
von einem Aus für die Familienbetriebe. Zum Beispiel würde eine
Erbschafts- und Schenkungssteuer mit einem Freibetrag von 1 Million
Euro und einem Steuersatz von 25 % ein 4*-Hotel mit einem Umsatz von
1 Million Euro und 253.000 Euro Jahresergebnis mit einer
Steuerbelastung von über 400.000 Euro treffen. Damit wird eine solche
Betriebsübergabe verunmöglicht.
Weiterführende Info dazu:
https://www.wko.at/Content.Node/hotelsterne/Bildmaterial.html
Die Präsidenten der beiden Hotelverbände - Klaus Ennemoser,
Michaela Reitterer und Gregor Hoch - begrüßen die aktuellen
Äußerungen von Finanzminister Schelling, im Zuge der geplanten
Steuerreform keine neuen Steuern auf die betriebliche Substanz
einführen zu wollen. Gleichzeitig warnen die Branchenvertreter vor
Mehrbelastungen durch die Hintertüre. Auch höhere Grundsteuern sowie
eine Anhebung der Einheitswerte gehen völlig an den
Branchenbesonderheiten vorbei. Gute Lagen sind für eine touristische
Nutzung erforderlich. Somit sind diese als notwendige Betriebsmittel
zu werten. (PM)
Fachverband Hotellerie
Der Fachverband Hotellerie in der Wirtschaftskammer Österreich
vertritt 17.000 Beherbergungsbetriebe mit 1,05 Millionen Betten. Mit
knapp 37 Millionen Ankünften und 133 Millionen Nächtigungen leistet
die heimische Hotellerie einen wesentlichen Beitrag zur direkten und
indirekten Wertschöpfung der Tourismus- und Freizeitwirtschaft in der
Höhe von rund 46,5 Milliarden Euro. Das sind 14,8 % des BIP.
Österreichische Hoteliervereinigung
Die ÖHV vertritt 1.300 Top-Hotels mit 160.000 Betten. Sie
repräsentieren rund 2/3 der 4- und 5-Sterne-Hotels in Österreich. Die
mitarbeiterintensiven Hotels der Top-Kategorien decken mit 47,6
Millionen Nächtigungen rund 36 % der Übernachtungen in der
österreichischen Hotellerie ab und beherbergen 41,3 % der
internationalen Gäste.
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