- 30.01.2015, 13:00:32
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Der Wirt ist nicht an allem schuld!
Umfrage zum Rauchergesetz unter Wiens Gastronomen!

Utl.: Umfrage zum Rauchergesetz unter Wiens Gastronomen! =
Wien (OTS) - - 61 Prozent der Wiener Kaffeesieder und 56 Prozent der
Gastronomen möchten aktuelle Regelung beibehalten
- Arbeitsplätze und Existenzen gefährdet
- Unternehmer sein heißt unternehmerische Freiheit
"Was sollen wir eigentlich noch glauben?" fragt Berndt Querfeld,
Obmann der Kaffeesieder im Wirtschaftsbund Wien, auf die stürmischen
Zeiten in der Gastronomie. "Heute ist die Rechtslage A und morgen ist
sie B, und das alles ohne, dass wir nach unserer Meinung gefragt
werden", sagt der Cafetier im Rahmen einer PK des Wiener
Wirtschaftsbundes am Freitag. "Daher haben wir uns entschieden unsere
Mitglieder in der Gastronomie und den Kaffeesiedern zu fragen und das
Ergebnis ist eindeutig!"
"Bei der Gastronomie ist das Ergebnis gleich eindeutig wie bei den
Kaffeesiedern, 56 Prozent sprechen sich für die Beibehaltung der
Regelung, die wir jetzt haben, aus, die Investitionskosten waren
ihnen einfach zu hoch", erklärt Peter Dobcak, Gastro-Chef des Wiener
Wirtschaftsbundes. "Ein Großteil der Gastronomen erklärt uns, dass
sie mit einer neuen Regelung befürchten, erneut hohe Investitionen
tätigen zu müssen. Beim letzten Mal waren die Ausgaben für 47 Prozent
der Wirte sehr hoch, bei den Kaffeesiedern gar bei 59 Prozent."
55 Prozent haben umgebaut - Investitionen in dreistelliger
Millionenhöhe
Die Umfrage zeigt, dass etwa 55 Prozent der Kaffeesieder und 55
Prozent der Gastronomen im Rahmen der Gesetzesänderung ihre Lokale
umgebaut haben. Österreichweit wurden 100 Millionen Euro investiert.
"Die Frage, die sich jetzt alle stellen: Selbst wenn wir jetzt wieder
umbauen und alles retourniert bekommen: Was kommt danach? Wie lange
haben wir Rechtssicherheit? Die Rahmenbedingungen stimmen hinten und
vorne nicht", erläutert Dobcak und führt aus "Ruhezeiten,
Anzeigenflut, Belästigungsanzeigen, unerlaubte Gastraumerweiterung -
alles ungelöste Probleme an die viele Verantwortliche nicht denken!"
"In Wahrheit kann in Wien die Antwort leicht gefunden werden und sie
lautet Schanigartenliberalisierung! Sie könnte so schnell gehen und
wäre ein Schritt auf die Gastronomie zu", erklärt Querfeld und
appelliert an die Stadtregierung "Wenn von der Politik einmal
Bereitschaft gezeigt würde, wirklich was für die Gastronomie zu tun,
wäre auch das Vertrauen in die Umsetzungsstärke größer. Es könnte so
einfach sein!" Die Zahlen unterstützen seine These: 114 von gut 200
Kaffeesiedern und damit die klare Mehrheit sprechen sich dafür aus.
Wirte und Kaffeesieder glauben: Auswirkungen wären fatal
In der Umfrage kommt klar heraus, die Wirte fürchten um ihre
Existenz. Bei den Kaffeesiedern glauben 35 Prozent, dass ihre
Existenz bedroht wäre, 32 Prozent gehen davon aus, dass sie
Mitarbeiter kündigen müssten wenn ein generelles Rauchverbot kommen
würde. "Natürlich ist diese Frage eine Existenzfrage. Viele wissen
nicht was kommt", erläutert Querfeld.
"Die Unternehmerinnen und Unternehmer wollen sich nicht bevorzugen
lassen, dass zeigt die Studie ganz klar", erklärt Dobcak und verweist
auf die Zahlen "Sowohl in der Gastronomie als auch bei den
Kaffeesiedern wurden die neuen Regelungen als Bevormundung
angeprangert. Die Unternehmer wollen Unternehmer sein, um freie
Entscheidungen zu treffen!"
"Wien ist nicht der Aschenbecher Europas! Das hat Gastronomie Obmann
Hinterleitner klargestellt. Egal ob Portugal, Schweiz, Tschechien
oder sogar in Deutschland, überall gibt es Ausnahmen! Finden wir
gemeinsam eine faire Lösung", erklärt Querfeld.
Im Moment ist an allem der Wirt schuld!
"Überhaupt könnte man im vergangenen Jahr meinen, der Wirt ist an
allem schuld was passiert: Egal ob Allergien, Rauchen, Glücksspiel,
Betriebsanlagengenehmigungen-Bürokratie durch die Stadt. Auf dem
Rücken der Gastronomen lässt es sich gut leben", erklärt Dobcak und
meint "aber nur an der Stadt kann es nicht liegen, da braucht es auch
auf der Sozialpartnerseite jemanden der da Klein bei gibt. Ich hoffe
ich kann das nach der Wahl ändern."
Berndt Querfeld wünscht sich für seine Fachgruppe und die ganze
Gastronomie jedoch vor allem eines: "Klare Regeln, keine Spielereien,
Rechtssicherheit und finanzielle Unterstützung", und er führt weiter
aus "dieses Achterbahn fahren tut uns nicht gut und irgendwann bleibt
die Achterbahn Gastronomie stehen!"
Dobcak schließt nur kurz mit einer Bitte an die Verantwortlichen:
"Wir möchten doch nur das machen, was wir am besten können: gute
Gastgeber sein!"
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