- 30.01.2015, 12:00:03
- /
- OTS0115 OTW0115
Safe & Sober – Alkohol‐Wegfahrsperren für Europas Kampf gegen alkoholisierte Fahrer
Internationale Experten diskutierten in Wien den Einsatz von Alkohol-Wegfahrsperren zur nachhaltigen Reduktion von Alkoholunfällen.
Utl.: Internationale Experten diskutierten in Wien den Einsatz von
Alkohol-Wegfahrsperren zur nachhaltigen Reduktion von
Alkoholunfällen. =
Wien (OTS) - Im Rahmen der Kampagne "Safe & Sober" des European
Transport Safety Council (ETSC) fand in Wien eine internationale
Tagung zum Einsatz von Alkoholwegfahrsperren für alkoholauffällige
Lenker statt, bei der Experten aus jenen Ländern aus der Praxis
berichteten, in denen die Alkohol-Wegfahrsperre erfolgreich
eingesetzt wird. "In den vergangenen Jahrzehnten wurde viel zur
Reduktion der Zahl alkoholauffälliger Lenker unternommen. Neben einer
kontinuierlichen Bewusstseinsbildung und einer hohen Kontrolldichte
bieten heute Technologien wie die Alkohol-Wegfahrsperre die
Möglichkeit, potenzielle Alko-Lenker daran zu hindern, ein Fahrzeug
in Betrieb zu nehmen", so Eva-Maria Eichinger-Vill, Bundesministerium
für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit). Für Verkehrsminister
Alois Stöger ist die Alkohol-Wegfahrsperre eine wichtige sicherheits-
und gesellschaftspolitische Maßnahme. "Wir wissen, dass in Österreich
viel zu viele Menschen ein Problem mit ihrem Alkoholkonsum haben.
Alkohol-Wegfahrsperren sind ein Weg, sie nicht vom Arbeits- und
Gesellschaftsleben auszuschließen und die drohende soziale
Abwärtsspirale zu vermeiden."
Ergebnis für die Verkehrssicherheit
Das wichtigste Erfolgskriterium bezüglich gesetzter Maßnahmen im
Kampf gegen Alkohol am Steuer ist die Rückfallquote. "Eine kürzlich
veröffentlichte Studie über das Rehabilitationsprogramm in Finnland
hat aufgezeigt, dass die Rückfallrate bei Einsatz von
Alkohol-Wegfahrsperren 6 Prozent beträgt, bei Lenkern, deren
Führerschein lediglich entzogen wurde, liegt sie bei 30 Prozent",
erklärt Antonio Avenoso, Executive Director, European Transport
Safety Council (ETSC). "Es gibt also keinen Grund, dieses
wirkungsvolle Programm nicht auf ganz Europa auszudehnen", so
Avenoso.
Führerscheinentzug verhindert keine Schwarzfahrten
Jedes Jahr wird in Österreich rund 26.000 Personen der Führerschein
wegen Alkohol am Steuer entzogen. Für einige kein Hindernis,
weiterzufahren: "Untersuchungen zeigen, dass trotz aller Kontroll-
und Strafmaßnahmen die Dunkelziffer der Wiederholungstäter und
Schwarzfahrer hoch ist. Mehr als ein Viertel - rund 7.000 - der
Lenker mit Führerscheinentzug fährt auch ohne Führerschein weiter,
rund 4.000 Personen setzen sich dabei auch wieder alkoholisiert
hinters Steuer", so Dr. Othmar Thann, Direktor des KFV (Kuratorium
für Verkehrssicherheit).
Unschuldige Opfer
Die besondere Tragik von Alkoholfahrten ist, dass häufig unschuldige
Personen Opfer von alkoholisierten Lenkern werden. Viele der bei
Alkoholunfällen Getöteten waren selbst nicht alkoholisiert. "Die
Gesellschaft ist vor Alko-Lenkern nicht ausreichend geschützt, da im
Schnitt jeder getötete Alkolenker einen Unschuldigen mit in den Tod
nimmt. Alkohol-Wegfahrsperren können Leben retten!", so Thann.
Die Alkohol-Wegfahrsperre international
Der Einsatz von Alkohol-Wegfahrsperren für alkoholauffällige Lenker
ist in 7 europäischen Ländern bereits gesetzlich verankert: Belgien,
Dänemark, Finnland, Frankreich, Großbritannien Niederlande und
Schweden. Bereits 1986 startete in den USA der Einsatz von
Alkohol-Wegfahrsperren, heute haben alle 50 Bundesstaaten diese
gesetzlich verankert, ebenso gibt es in Australien für alle Staaten
eine gesetzliche Regelung, 11 von 13 Provinzen in Kanada setzen
Alkohol-Wegfahrsperren in Rehabilitationsprogrammen ein.
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | KVS






