Staatssekretärin Steßl: Digitale Agenda macht Gesellschaft, Staat und Wirtschaft zukunftsfit

Diskussionsrunde zu Themenschwerpunkten von "Digitales Österreich" - Handy-Signatur, Klarnamendebatte, Digitale Agenda

Wien (OTS) - "Im Rahmen der Verwaltungsreform ist es wichtig, auch auf die Handy-Signatur hinzuweisen. Dabei müssen wir den Bürgerinnen und Bürgern sowie den Unternehmen vermitteln, welchen Nutzen deren Anwendung hat", sagte Kanzleramts-Staatssekretärin Sonja Steßl gestern, Donnerstag, bei einer Diskussionsveranstaltung im Bundeskanzleramt. "Wir sind auf einem sehr guten Weg, was die Bürgernähe seitens der Verwaltung betrifft. Ziel ist es, dass wir weiterhin einen anwenderfreundlichen Weg beschreiten und unsere Angebote ausbauen. Es ist unerlässlich, über eine europaweite Identität in der virtuellen Welt nachzudenken", so Steßl, die auf die Vorreiterrolle Österreichs am E-Government-Sektor verwies. So könne man etwa unabhängig von Öffnungszeiten mit der Handy-Signatur Amtswege abwickeln.

"Eine unserer wesentlichen Aufgaben in diesem Bereich ist es, Bewusstseinsbildung zu betreiben und den Menschen noch besser zu vermitteln, wie sie sich im Internet bewegen können", sieht Steßl bei der Informationspolitik rund um Themen wie elektronische Zustelldienste oder digitaler Unterschrift im Wirtschaftsleben noch Potenzial nach oben. Während die Handy-Signatur bereits gut bei der Bevölkerung angekommen sei, ginge es nun darum, auch im Bereich der Wirtschaft, bei Unternehmen, die Vorteile dieser Technologie vermehrt zu nutzen.

"Bei der letzten Regierungsklausur haben wir das Paket 'Bürgernaher Staat' beschlossen: Verwaltung soll sich an den Bürgerinnen und Bürgern orientieren und ihnen die komfortable Erledigung ihrer Anliegen online ermöglichen", so Steßl.
Wichtig sei es auch, dass wesentliche Informationen - jeweils aktuell gehalten - automatisch verteilt und durchgängig im Web verfügbar sind, von der Bundesebene über die Bundesländer bis zu den kommunalen Strukturen.

Zur von Moderator Christian Rupp, Sprecher der Plattform "Digitales Österreich", angesprochenen Klarnamendebatte meinte die Staatssekretärin: "Das ist eine wichtige und schwierige Debatte. Einerseits sind Shitstorms mit anonymen Postings eine echte Plage im Internet, andererseits ist das Recht auch zur anonymen Meinungsfreiheit ein Eckpfeiler unserer Demokratie. Es gibt Beispiele, wo Anonymität schützt. Dabei gilt es zu beachten, dass Anonymität dort eine Grenze haben muss, wo in Grundrechte anderer eingegriffen wird, wie z.B. bei übler Nachrede. Damit müssen wir uns auch in der digitalen Welt auseinandersetzen."

Abschließend richtete Staatssekretärin Steßl einen Blick in die Zukunft: "Es gibt zwar mehrere digitale Strategien von Ministerien. Es fehlt uns aber noch ein gemeinsames 'big picture' darüber, wo wir in den nächsten 20-25 Jahren hinwollen, also welchen Weg wir mit dieser Digitalen Agenda beschreiten wollen. Wesentlich ist, welches Bildungsniveau die Menschen im Netz erreichen können und somit der richtige Zugang zum und Umgang mit dem Netz. Die digitale Zukunft bietet so viele Chancen am Arbeitsmarkt und hinsichtlich des gesamten gesellschaftlichen Lebens. Daher streben wir Chancengleichheit für alle Bürgerinnen und Bürger in der virtuellen Welt an. Wir arbeiten an einer gemeinsamen Strategie, um unserer Gesellschaft, unseren Staat und unsere Wirtschaft zukunftsfit zu machen. Auf diese Weise können wir unserer Vorreiterrolle beim E-Government weiterhin gerecht werden und Wachstumschancen in der Wirtschaft nutzen und ausbauen. Nicht vergessen dürfen wir dabei, dass es viele Menschen gibt, die offline sind - hier möchten wir einer möglichen Diskriminierung vorbeugen. All das sind gesellschaftspolitische Herausforderungen, denen wir uns stellen müssen und werden."

Manfred Matzka, Präsidialchef des Bundeskanzleramtes, übernahm bei dieser Podiumsdiskussion die Funktion des Keynote Speakers. Neben Staatssekretärin Sonja Steßl nahmen noch Florian Wöhrle (MobileSign), Sarah Spiekemann (WU Wien), Christian Hrdliczka (Remax Austria) und Sebastian Hofer (profil) daran teil.

Fotos von dieser Veranstaltung sind über das Fotoservice des Bundespressedienstes, www.fotoservice.bundeskanzleramt.at, kostenfrei abrufbar.

Rückfragen & Kontakt:

Büro Staatssekretärin Mag.a Sonja Steßl
Tel.: +43 1 531 15-204052, +43 664 829 14 31
michaela.glauninger@bka.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NBU0002