FPÖ: Kickl fordert Erklärung der Banken über Franken-Risiko und mögliche Staatshilfe

Inferiores Krisenmanagement - Franken-Kreditnehmer ohne Beratung

Wien (OTS) - FPÖ-Generalsekretär NAbg. Herbert Kickl vermisst bei Österreichs Banken nach der Aufgabe des fixen Euro-Franken-Wechselkurses durch die Schweizer Notenbank jegliches Krisenmanagement. "Die betroffenen Kreditnehmer sind massiv verunsichert und haben einen enormen Schaden erlitten, aber von den Banken hört man keinen Ton. Wie wir von Finanzexperten erfahren, sind viele Kundenbetreuer merkwürdigerweise seit Mitte Jänner auf Urlaub", schildert Kickl den unprofessionellen Umgang vieler Filialen mit der aktuellen Krise.

Auch würden sich bei der FPÖ immer mehr Kreditnehmer melden, die glaubhaft versichern, die Bank habe ihnen aktiv einen Franken-Kredit zur Finanzierung ihrer Immobilie vorgeschlagen, ohne weniger riskante Alternativen zu nennen. "Ich fordere daher von den Banken nun endlich eine Erklärung, in welcher Weise sie gewillt sind, den geschädigten Kunden entgegenzukommen. Ebenso vermisse ich nach wie vor eine Stellungnahme und einen Lösungsvorschlag der Regierungsparteien", so Kickl. Immerhin seien angesichts des enormen Kreditvolumens in Österreich negative Folgen für die gesamte Volkswirtschaft zu befürchten.

"Vielleicht sind die Banken aber auch deshalb so still, weil sie damit beschäftigt sind, sich einen Überblick über ihre eigenen Probleme zu verschaffen", vermutet Kickl. Gerade über Raiffeisen seien ja schon einige besorgniserregende Zahlen bekannt geworden. In Osteuropa - allen voran in Polen - drohen der Bank enorme Verluste aus dem Franken-Debakel. "Insider berichten uns, dass Raiffeisen in erheblichen Schwierigkeiten steckt und möglicherweise bald auf erneute staatliche Hilfe angewiesen sein könnte", erklärt der FPÖ-Generalsekretär.

Kickl fordert daher nun von den Banken, öffentlich zu erklären, wie stark sie von den jüngsten Entwicklungen betroffen sind und ob sie ausschließen können, neuerlich Staatshilfe in Anspruch nehmen zu müssen. Jedenfalls könne es nicht sein, dass der Steuerzahler - wie schon bei der ersten Bankenhilfe - für Verluste österreichischer Institute in Osteuropa aufkommen muss, während österreichische Kunden auf ihrem Schaden in voller Höhe sitzenbleiben.

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