- 30.01.2015, 11:02:13
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FPÖ: Kickl fordert Erklärung der Banken über Franken-Risiko und mögliche Staatshilfe
Inferiores Krisenmanagement - Franken-Kreditnehmer ohne Beratung
Utl.: Inferiores Krisenmanagement - Franken-Kreditnehmer ohne
Beratung =
Wien (OTS) - FPÖ-Generalsekretär NAbg. Herbert Kickl vermisst bei
Österreichs Banken nach der Aufgabe des fixen
Euro-Franken-Wechselkurses durch die Schweizer Notenbank jegliches
Krisenmanagement. "Die betroffenen Kreditnehmer sind massiv
verunsichert und haben einen enormen Schaden erlitten, aber von den
Banken hört man keinen Ton. Wie wir von Finanzexperten erfahren,
sind viele Kundenbetreuer merkwürdigerweise seit Mitte Jänner auf
Urlaub", schildert Kickl den unprofessionellen Umgang vieler Filialen
mit der aktuellen Krise.
Auch würden sich bei der FPÖ immer mehr Kreditnehmer melden, die
glaubhaft versichern, die Bank habe ihnen aktiv einen Franken-Kredit
zur Finanzierung ihrer Immobilie vorgeschlagen, ohne weniger riskante
Alternativen zu nennen. "Ich fordere daher von den Banken nun endlich
eine Erklärung, in welcher Weise sie gewillt sind, den geschädigten
Kunden entgegenzukommen. Ebenso vermisse ich nach wie vor eine
Stellungnahme und einen Lösungsvorschlag der Regierungsparteien", so
Kickl. Immerhin seien angesichts des enormen Kreditvolumens in
Österreich negative Folgen für die gesamte Volkswirtschaft zu
befürchten.
"Vielleicht sind die Banken aber auch deshalb so still, weil sie
damit beschäftigt sind, sich einen Überblick über ihre eigenen
Probleme zu verschaffen", vermutet Kickl. Gerade über Raiffeisen
seien ja schon einige besorgniserregende Zahlen bekannt geworden. In
Osteuropa - allen voran in Polen - drohen der Bank enorme Verluste
aus dem Franken-Debakel. "Insider berichten uns, dass Raiffeisen in
erheblichen Schwierigkeiten steckt und möglicherweise bald auf
erneute staatliche Hilfe angewiesen sein könnte", erklärt der
FPÖ-Generalsekretär.
Kickl fordert daher nun von den Banken, öffentlich zu erklären, wie
stark sie von den jüngsten Entwicklungen betroffen sind und ob sie
ausschließen können, neuerlich Staatshilfe in Anspruch nehmen zu
müssen. Jedenfalls könne es nicht sein, dass der Steuerzahler - wie
schon bei der ersten Bankenhilfe - für Verluste österreichischer
Institute in Osteuropa aufkommen muss, während österreichische Kunden
auf ihrem Schaden in voller Höhe sitzenbleiben.
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