- 30.01.2015, 09:00:02
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Schwächephase der österreichischen Wirtschaft dauerte im IV. Quartal 2014 an
Wien (OTS) - Gemäß der aktuellen Schnellschätzung des WIFO stagnierte
die heimische Wirtschaftsleistung im IV. Quartal 2014. Die träge
Entwicklung der Vorquartale (I. und II. Quartal +0,1%, Stagnation im
III. Quartal 2014) setzte sich damit zu Jahresende fort. Im
Vorjahresvergleich sank die gesamtwirtschaftliche Produktion im IV.
Quartal um 0,1%. Für das Jahr 2014 ergibt sich insgesamt ein
Wirtschaftswachstum von 0,3%. Die anhaltende
Investitionszurückhaltung der Unternehmen, eine schwache
Konsumnachfrage der privaten Haushalte sowie eine insgesamt träge
Entwicklung im Außenhandel dämpfen weiterhin das Ergebnis.
Die österreichische Wirtschaftsleistung stagnierte gemäß der
WIFO-Schnellschätzung im IV. Quartal 2014 gegenüber dem Vorquartal,
gegenüber dem Vorjahr war ein Rückgang von 0,1% zu verzeichnen. Für
das gesamte Jahr 2014 ergibt sich ein Wirtschaftswachstum von 0,3%
(nach +0,2% im Jahr 2013).
Abbildung 1: Entwicklung des realen Bruttoinlandsproduktes - auf der
WIFO-Website (http://www.wifo.ac.at/wwa/pubid/50932)
Das Ergebnis im IV. Quartal 2014 ist gekennzeichnet durch eine
weiterhin schwache Binnennachfrage und das Fehlen
außenwirtschaftlicher Impulse. Der Konsum der privaten Haushalte
wuchs im IV. Quartal 2014 lediglich gegenüber dem Vorquartal real um
nur 0,1%, jener der öffentlichen Haushalte um 0,2%. Nach einem
Anstieg im I. Quartal 2014 schwächten sich die Anlageinvestitionen im
weiteren Jahresverlauf merklich ab. Im IV. Quartal verringerten sie
sich gegenüber der Vorperiode real um 0,9%. Die Investitionsschwäche
betrifft sowohl die Ausrüstungsinvestitionen (etwa Maschinen, Geräte
oder Fahrzeuge) als auch die Bauinvestitionen.
Konnte die heimische Exportwirtschaft im 1. Halbjahr 2014 noch
einen positiven Beitrag zum geringen Wirtschaftswachstum leisten, so
verlor sie im weiteren Jahresverlauf erheblich an Dynamik. Im IV.
Quartal 2014 sanken die Exporte i. w. S. gegenüber der Vorperiode
nach vorläufigen Berechnungen real um 1,0%; die Importe i. w. S.
schrumpften mit -0,3% nicht so stark.
Übersicht 1: WIFO-Schnellschätzung zur vierteljährlichen
Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung - auf der WIFO-Website
(http://www.wifo.ac.at/wwa/pubid/50932)
Für die heimische Warenproduktion ergibt die Schnellschätzung für
das IV. Quartal 2014 einen Rückgang gegenüber der Vorperiode um real
0,2%. Weiterhin ungünstig entwickelte sich auch die Bauproduktion
(IV. Quartal real 0,6% gegenüber dem III. Quartal 2014). Gestützt
wurde die Entwicklung durch die Wertschöpfung der marktnahen
Dienstleistungen Beherbergung und Gastronomie (+0,4%), Wohnungswesen
(+0,5%) und sonstige Unternehmensdienstleistungen (+0,9%). Dämpfend
wirkt das Ergebnis im Bereich Handel, Kfz (-0,3%), Verkehr (-0,2%)
sowie Information und Kommunikation (-2,0%).
Datenhinweis
Das WIFO verwendet in der Beschreibung und Darstellung der Ergebnisse
zur vierteljährlichen Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung immer die
Trend-Konjunktur-Komponente, da diese eine bessere Einschätzung der
aktuellen Konjunkturlage ermöglicht. Diese wurde bis zur Umstellung
auf das ESVG-2010-Konzept in den WIFO-Publikationen als "saison- und
arbeitstagsbereinigt" ausgewiesen und so auch Eurostat zur Verfügung
gestellt. Seit der Umstellung auf das ESVG 2010 im Herbst 2014
liefert das WIFO nicht mehr diese Trend-Konjunktur-Komponente an
Eurostat, sondern nur mehr die ausschließlich um Saison- und
Arbeitstagseffekte bereinigten Datenreihen. Diese Daten enthalten
aber auch irreguläre Schwankungen, die rezente
Konjunkturinformationen verdecken können.
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