• 28.01.2015, 14:01:31
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GPA-djp-Gotthartsleitner: Rahmenbedingungen für neue Schul-Pflichtpraktika entschärft

Nebenjobs von HAS- und HAK-SchülerInnen müssen angerechnet werden, Appell an Arbeitgeber, nach KV zu entlohnen

Utl.: Nebenjobs von HAS- und HAK-SchülerInnen müssen angerechnet
werden, Appell an Arbeitgeber, nach KV zu entlohnen =

Wien (OTS) - "Mit dem aktuellen Schuljahr 2014/15 wurden für die
Lehrpläne an Handelsschulen, Handelsakademien und deren
Aufbaulehrgänge Pflichtpraktika von vier beziehungsweise acht Wochen
eingeführt, was uns naturgemäß nicht freut. Weil auch die
ursprünglich geplante Umsetzung nicht unseren Vorstellungen
entsprochen hat, haben wir gemeinsam mit der Arbeiterkammer
Änderungen gefordert und einen sogenannten Durchführungserlass
initiiert, in dem alle unsere Anliegen und Forderungen nach langen
Verhandlungen durchgesetzt werden - es ist uns gelungen, die
Rahmenbedingungen zu gestalten", berichtet Helmut Gotthartsleitner,
Bundesjugendsekretär der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck,
Journalismus, Papier (GPA-djp).++++
Jetzt sei klargestellt, dass diese Pflichtpraktika in Form von
Arbeitsverhältnissen stattfinden müssen, womit auch das Recht auf die
entsprechende kollektivvertragliche Entlohnung im Gesetz verankert
ist, so Gotthartsleitner weiter: "Das ist nichts anderes als der
gesetzliche Aufruf an die Arbeitgeber, sich an die Spielregeln zu
halten und die betroffenen SchülerInnen fair zu entlohnen. An die
Schulen ergeht der Aufruf, die SchülerInnen unter Einbindung der
Interessenvertretungen der ArbeitnehmerInnen auf die Arbeitswelt
vorzubereiten: der Durchführungserlass hält fest, dass die
Pflichtpraktika in mehreren Unterrichtsgegenständen vor- und
nachzubereiten und dass die SchülerInnen über ihre Rechte und
Pflichten zu informieren sind."
Begrüßenswert sei weiters auch, dass endlich die Realität der
SchülerInnen anerkannt wird, indem Nebenjobs wie zum Beispiel im
Handel oder im Büro auf das Praktikum angerechnet werden müssen.
Die GPA-djp-Jugend sieht diese Einführung der Pflichtpraktika vor
allem wegen der fehlenden Praktikumsplätze und wegen der Erfahrungen
mit uneinsichtigen Arbeitgebern skeptisch, so Gotthartsleitner
abschließend: "Trotzdem ist der vom Bildungsministerium
veröffentlichte Erlass ein Zeichen der Stärke der Gewerkschaft und
dafür, dass wir uns im Interesse der betroffenen SchülerInnen
einbringen. Unsere gewerkschaftliche Arbeit für eine faire - und vor
allem gesetzeskonforme - Entlohnung junger ArbeitnehmerInnen bleibt
auf unserer Agenda ganz oben!"

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