• 27.01.2015, 10:46:33
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BIO AUSTRIA Bauerntage unter dem Motto „Wir schaffen Perspektiven für die Landwirtschaft“

Die größte Weiterbildungsveranstaltung in der Bio-Landwirtschaft in Österreich macht Schloss Puchberg wieder für drei Tage zum Zentrum der Bio-Landwirtschaft.

Utl.: Die größte Weiterbildungsveranstaltung in der
Bio-Landwirtschaft in Österreich macht Schloss Puchberg wieder
für drei Tage zum Zentrum der Bio-Landwirtschaft. =

Wels (OTS) - "Erfolgreiches nachhaltiges Landwirtschaften - sowohl
auf globaler als auch auf einzelbetrieblicher Ebene - braucht
Perspektiven zur Bewältigung der Herausforderungen. Wie kein anderes
landwirtschaftliches System bietet die Bio-Landwirtschaft für
wichtige Bereiche wie Pflanzen-, Tier-, Bodenschutz, Schutz der
Biodiversität Perspektiven. Das Potenzial der Bio-Landwirtschaft ist
dahingehend noch nicht ausgeschöpft. Die Zusammenarbeit zwischen
Forschung, Wirtschaft und Praktikern ist deshalb ein wichtiger Faktor
zur Weiterentwicklung der Bio-Landwirtschaft. Die Nachfrage für
Bio-Produkte bei den europäischen Konsumentinnen und Konsumenten ist
im Steigen begriffen. Ebenso gibt es am heimischen Markt positive
Entwicklungen. In wichtigen europäischen Märkten, wie Deutschland und
Frankreich, hinkt das Angebot der Nachfrage hinterher. Diese Chancen
gilt es für Österreich zu nützen. Die von Minister Rupprechter
initiierte Exportoffensive ist ein richtiger Schritt. Der heimischen
Bio-Produktion wird hier zu Recht ein hohes Potenzial zugesprochen,"
so BIO AUSTRIA Obmann Rudolf Vierbauch bei der Eröffnung der BIO
AUSTRIA Bauerntage.

Fortbildung auf hochkarätigen Fachtagen

Christa Größ, Leiterin des Geschäftsfeldes Landwirtschaft bei BIO
AUSTRIA: "Die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Forschung,
landwirtschaftlicher Praxis und Wirtschaft bildet die Grundlage der
erfolgreichen Weiterentwicklung der Bio-Landwirtschaft. Mit den
Bauerntagen möchten wir umfassend informieren und über relevante
Fragestellungen der Bio-Branche diskutieren. Fast 80 Referentinnen
und Referenten aus Wissenschaft, Forschung, Wirtschaft und Praxis
bringen beim Eröffnungstag und den zehn Fachtagen ihr Wissen und ihre
Erfahrung ein. So präsentieren etwa beim Ackerbautag die vier
maßgeblichen österreichischen Bio-Forschungseinrichtungen ihre
aktuellen praxisrelevanten Ergebnisse, u.a. zur Weiterentwicklung in
den Bereichen Bodenqualität, Artenvielfalt und zur Vorbeugung von
Pflanzenkrankheiten. Der Einblick in die "Low Input Strategie"
eröffnet neue Perspektiven für eine erfolgreiche Betriebsführung von
Milchviehbetrieben. Best Practice Beispiele zeigen die Bedeutung von
Produktinnovationen in der erfolgreichen Direktvermarktung."

Eröffnungstag mit Hans Rudolf Herren

Hans Rudolf Herren, einer der weltweit führenden Experten auf dem
Gebiet der biologischen Schädlingsbekämpfung und des nachhaltigen
Landbaus, hat mit seiner herausragenden Arbeit Lösungen und
Perspektiven für eine zukunftsfähige Landwirtschaft aufgezeigt. Für
seine Arbeit wurde er mit zahlreichen Preisen, unter anderem dem
World Food Price und - zusammen mit der von ihm gegründeten Stiftung
Biovision - dem Right Livelihood Award, ausgezeichnet. Zur Eröffnung
der BIO AUSTRIA Bauerntage spricht er zum Kurswechsel in der globalen
Landwirtschaft, der keine Option, sondern absolute Notwendigkeit ist.

Innovationen für die Zukunft fördern

Das innovative Potenzial der heimischen Biobäuerinnen und Biobauern
wird auch in diesem Jahr am Beispiel der eingereichten Projekte beim
bereits zum sechsten Mal von BIO AUSTRIA ausgeschriebenen
Bio-Innovationspreis BIO AUSTRIA Fuchs sichtbar. Erstmals wird heuer
ein Bio-Fuchs Spezial zum Thema "Tierwohl im Kälberstall" verliehen.
Den ersten Platz teilen sich zwei Einreichungen, die mit der
erfolgreichen Umsetzung von Ammenkuhhaltung auf ihrem Betrieb das
Wohl der Kälber steigern konnten. Die beiden Betriebe zeigen, dass
die Ammenkuhhaltung maßgeschneidert an die betrieblichen
Voraussetzungen angepasst werden kann. Bei Christa und Stefan Hofer
aus Auberg in Oberösterreich sind die Kälber von der Geburt bis zum
Ende der ersten Weidesaison Tag und Nacht bei der Ammenkuh. Bei
Daniel Öschlberger aus Seekirchen in Salzburg kommen die Kälber zu
den Tränkezeiten zur Ammenkuh, die restliche Zeit verbringen sie in
der Kälbergruppe. Der dritte Preis geht an Johann Stemeseder aus
Berndorf in Salzburg für sein Konzept eines besonders tiergerechten
Kälberstalles. Der gelungene Mix von selbstgebauten Lösungen zur
Verbesserung des Tierwohls, wie zum Beispiel Kälbertränke und
Kälbernest, und Maßnahmen zur Verringerung des täglichen
Arbeitsaufwandes zeichnen diesen Stall besonders aus.

Nähere Infos zu den BIO AUSTRIA Bauerntagen unter www.bio-austria.at.

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