- 26.01.2015, 13:19:16
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Die Österreichische Strafjustiz im Wandel der Zeit
Bundesminister Ostermayer, Bundesminister Brandstetter und LGSt-Präsident Forsthuber präsentieren Zeittafeln zur Geschichte des Landesgerichtes für Strafsachen Wien
Utl.: Bundesminister Ostermayer, Bundesminister Brandstetter und
LGSt-Präsident Forsthuber präsentieren Zeittafeln zur
Geschichte des Landesgerichtes für Strafsachen Wien =
Wien (OTS) - An den Mauern des Landesgerichtes für Strafsachen Wien
geben ab sofort 10 Zeittafeln Einblicke in die Geschichte des
sogenannten "Grauen Hauses" und zeigen die Meilensteine der
österreichischen Strafgerichtsbarkeit von 1839 bis heute.
Justizminister Brandstetter und Landesgerichts-Präsident Forsthuber
präsentierten heute im Beisein von Kulturminister Ostermayer, die von
Historikern und Justizmitarbeitern inhaltlich gestalteten Zeittafeln.
"Die Zeittafeln machen die Vergangenheit des Grauen Hauses sichtbar
und tragen damit zum österreichischen Geschichtsbewusstsein und zur
notwendigen Erinnerungskultur bei", so Justizminister Dr. Wolfgang
Brandstetter bei der Präsentation. Kulturminister Dr. Josef
Ostermayer hielt fest, "dass die Gedenktafeln an den Kampf und den
Einsatz für Toleranz, Menschenrechte und Meinungsfreiheit erinnern.
Das Eintreten für diese Werte sind wir all jenen schuldig, die in
Zeiten leben und sterben mussten, als es diese inhaltlichen Zugänge
zum Rechtssystem nicht gab."
"Der Rückblick auf die Geschichte des Landesgerichtes für Strafsachen
Wien und der Strafjustiz sowie die Darstellung wichtiger Reformen und
gesellschaftlicher Entwicklungen in Österreich sollen dem Betrachter
der Zeittafeln helfen, die wichtige gesellschaftspolitische Dimension
des Strafrechts zu erfassen", so Mag. Friedrich Forsthuber, Präsident
des Landesgerichtes für Strafsachen Wien, in seinen Eröffnungsworten.
Das gemeinsame Projekt des Landesgerichts und des Justizministeriums,
in das auch Opferschutzverbände einbezogen wurden, soll Bewusstsein
und Interesse für die bewegte Geschichte des Gebäudes und der
Strafgerichtsbarkeit schaffen. Gegründet 1839 als Wiener
Kriminalgericht, wurden während der nationalsozialistischen Diktatur
mehr als 1200 Menschen im Landesgericht hingerichtet; ihnen ist seit
1951 eine öffentliche Gedenkstätte im Gebäude gewidmet. Heute
beherbergt das historische Gebäude mit dem Landesgericht für
Strafsachen und der Staatsanwaltschaft Wien, den größten Gerichtshof
und die größte Staatsanwaltschaft Österreichs.
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