Enquete Würde am Ende des Lebens: CS Caritas Socialis

Palliative Care Expertin Gerda Schmidt, CS Caritas Socialis, ist am 23. Jänner 2015 am dritten Enquetetage im Parlament zu Wort.

Wien (OTS) - Die CS Caritas Socialis unterstützt mit Palliative Care schon seit 10 Jahren in allen Einrichtungen schwerkranken Menschen mit bestmöglicher Schmerztherapie und Pflege, spiritueller und psychosozialer Betreuung. Menschen dort zu unterstützen, wo sie leben - zu Hause, im Pflegeheim oder im CS Hospiz Rennweg - das ist der Anspruch der CS Caritas Socialis.

Sicherung der Lebensqualität am Lebensende

Gerda Schmidt, MAS berichtet aus der praktischen Erfahrungen in der Begleitung schwerkranker Menschen in der CS Caritas Socialis. "Die von uns in der CS Caritas Socialis betreuten Menschen haben im Normalfall weder Patientenverfügung noch Vorsorgevollmacht, wenn sie bei uns aufgenommen werden. Die meisten weisen dementielle Veränderungen auf. Die Sicherstellung, dass sie die Würde am Lebensende bekommen, die sie sich wünschen ist unser Auftrag.", so Palliative Care Expertin Gerda Schmidt.

Medizin bis zuletzt?

"Meine Mitarbeiter erlebten es sehr dramatisch, dass ein aus medizinischer Sicht nicht mehr heilbarer sterbender Mann auf Bestehen seiner Gattin noch ins Krankenhaus transferiert werden sollte. Er starb vor dem Haus, auf einer Krankenbahre liegend. Ist das würdevoll? Wir hatten vorher nicht darüber gesprochen, was in so einer Situation getan werden sollte. Weder mit dem Bewohner, noch mit der Angehörigen", so Gerda Schmidt über gelebte Praxis VOR Einführung des Vorsorgedialogs/Palliativblatt.

Dokumentierte Willensäußerung im Palliativblatt

Die heute übliche Praxis ist, dass in der CS Caritas Socialis möglichst bald nach der Aufnahme Betreuer sich mit Bewohnern, Angehörigen und Palliativmedizinern zu den Fragen am Lebensende austauschen: "Im Idealfall sprechen wir mit dem Bewohner selber. Dafür müssen Fragen manchmal anders formuliert werden, aber zu existentiellen Lebensfragen können auch Demente sehr oft noch Antworten geben. Kann ein Bewohner nicht mehr befragt werden, brauchen wir die Unterstützung der Angehörigen. Vielleicht hat es da früher Wunschäußerungen gegeben", so Gerda Schmidt über den Prozess. "Überlegungen - sie betreffen in der Regel Krankenhaustransfers, Ernährung am Lebensende und Reanimation - werden auf dem sogenannten Palliativblatt festgehalten", so Gerda Schmidt weiter. "In Akutsituationen wird dieses dem Notarzt ausgehändigt und kann ihn in seiner Entscheidung unterstützen - ganz einfach deshalb, weil wir schon früher darüber gesprochen haben."

Palliativblatt in der CS Caritas Socialis führte zu folgenden positiven Änderungen:

  • Sterben und Tod werden nicht tabuisiert. Wir sind mit den Betroffenen im Gespräch.
  • Angehörige sind in den Dialog eingebunden.
  • Die Zahl der Krankenhauseinweisungen konnte reduziert werden.
  • Das Sterben wird nicht ins Krankenhaus transferiert. Sterbende Menschen können, wenn sie es wünschen, in vertrauter Umgebung bleiben.
  • Pflegende und Notärzte werden in ihren Entscheidungen unterstützt.
  • Kommunikation wird zum wesentlichen Instrument.

CS Caritas Socialis - CS Hospiz Rennweg

Das CS Hospiz Rennweg (= Beratungsstelle, Mobiles Palliativteam, Palliativstation, Hospizteam der Ehrenamtlichen, Roter Anker, Begleitung in der Trauer) betreut seit 20 Jahren schwerstkranke Menschen mit weit fortgeschrittener, unheilbarer Erkrankung und begrenzter Lebenserwartung. Schwerkranke Menschen und deren Angehörige erfahren eine intensive persönliche Betreuung bis zuletzt. In den letzten 20 Jahren wurden mehr als 21.000 schwerkranke Menschen und deren Angehörige in den sechs Einrichtungen des CS Hospiz Rennweg in den wohl herausforderndsten Tagen des Lebens und danach begleitet.

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CS Hospiz Rennweg
Mag. Sabina Dirnberger, MBA
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Tel.: 0664 5486424
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