Blecha: Wartungserlass des Finanzministeriums führt zu Nettoverlusten bei Pensionen!

Durch Änderung bei der Berechnung des Pensionistenabsetzbetrages – Pensionistenverband fordert Lösung

Wien (OTS) - Im Zuge des sogenannten "Wartungserlasses 2014" der Lohnsteuer-Richtlinie des Finanzministeriums wurde die Berechnung beim (erhöhten) Pensionisten-Absetzbetrag verändert. Galt bisher als Berechnungsgrundlage die Bruttopension abzüglich Krankenversicherung, abzüglich allfälliger Sonderausgaben, abzüglich allfälliger außergewöhnlicher Belastungen und abzüglich allfälliger Freibeträge, so normiert die neue Wartungsrichtlinie, dass nunmehr nur mehr Bruttopension abzüglich Krankenversicherungsbeitrag zur Berechnung der Einschleifregung herangezogen werden. Dies führt zu einer entsprechend höheren Steuerlast und für jene Pensionisten, die 2014 in Pension gegangen sind und 2015 bekanntlich keine Anpassung erhalten, zu einer Nettokürzung ihrer Pension. Pensionistenverbands-Präsident Karl Blecha fordert nun im Namen der rund 11.000 Betroffenen die Rückkehr zur alten Bestimmung, wonach steuermindernde Freibeträge und außergewöhnliche Belastungen auch wieder bei der Berechnung berücksichtig werden müssen.

Blecha: "Alle reden von Steuerentlastung und dann müssen tausende Pensionisten mehr Steuern zahlen, nur weil der Finanzminister die Berechnung ändert", so Blecha, der dies natürlich sofort auf die Forderungsliste bei der Steuerreform aufgenommen hat. "Wir werden Minister Schelling darauf aufmerksam machen, dass hier akuter Änderungsbedarf herrscht!"

Sowohl bei der Pensionsversicherung, als auch beim Pensionistenverband gibt es zahlreiche Reaktionen. Die Pensionsversicherung hat zwar in ihrem Informationsschreiben auf den Umstand der Änderung der steuerlichen Vorschriften bei der Berücksichtigung des (erhöhten) Pensionistenabsetzbetrages hingewiesen, trotzdem ist die Verunsicherung und der Ärger groß", berichtet Blecha.

"Wenn es heißt, die Menschen bekommen mehr Netto vom Brutto empfinden jene, die nun weniger Netto von ihrer Bruttopension bekommen als Hohn," so Blecha. Der Pensionistenverband fordert die Steuerreform-Verhandler auf, eine Lösung herbeizuführen", gab Blecha abschließend bekannt.

Rückfragen & Kontakt:

Pensionistenverband Österreichs, GS Andreas Wohlmuth, Tel.: 0664 48 36 138

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PVO0001