• 21.01.2015, 10:22:24
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AUGE/UG: "Sozialbericht bestätigt einmal mehr Notwendigkeit einer umfassenden Vermögensbesteuerung!"

Alternative, Grüne und Unabhängige GewerkschafterInnen für Mindestlohn, Arbeitszeitverkürzung und Mindestarbeitszeiten gegen Prekarisierung und Atypisierung der Arbeitsverhältnisse

Utl.: Alternative, Grüne und Unabhängige GewerkschafterInnen für
Mindestlohn, Arbeitszeitverkürzung und Mindestarbeitszeiten
gegen Prekarisierung und Atypisierung der Arbeitsverhältnisse =

Wien (OTS) - "Der aktuelle Sozialbericht des BMASK bestätigt einmal
mehr: es braucht dringend eine umfassende Besteuerung von Vermögen,
soll die dramatisch wachsende soziale Ungleichheit und die immer
tiefer werdende Kluft in unserer Gesellschaft eingedämmt werden,"
fordert Markus Koza, Ökonom und Bundessekretär der Alternativen,
Grünen und Unabhängigen GewerkschafterInnen - AUGE/UG.

Zwt.: Braucht Steuerstrukturreform mit Fokus auf
Verteilungsgerechtigkeit!

Eine Steuerreform muss zuallererst mehr Verteilungsgerechtigkeit
herstellen und zusätzliche Mittel für Armutsbekämpfung sowie
beschäftigungswirksame Investitionen in Bildung, Soziale Dienste,
öffentliche Infrastruktur und Klimaschutz frei machen, fordert Koza:
"Klar belegt der Sozialbericht auch das krasse Missverhältnis
zwischen der Besteuerung von Arbeit und von Kapital und Vergmögen.
Die Hauptlast der Finanzierung der Krisenkosten zahlen die
ArbeitnehmerInnen - das ist schlichtweg unzumutbar!" Es braucht daher
dringend eine Steuerstrukturreform, die Arbeit und ArbeitnehmerInnen
entlastet und im Gegenzug Vermögen und Gewinne höher besteuert. Koza
weiter: "Was es definitiv nicht braucht, ist eine steuerliche
Entlastung von Spitzenverdienern, wie sie die Steuerkonzepte von ÖVP,
NEOS und IV aber selbst von ÖGB, AK und SPÖ vorsehen. Gerade jetzt
muss jeder verfügbare Euro in die Stärkung niedriger Einkommen
fließen um gegen Armut abzusichern und Nachfrage zu stärken, da ist
kein Spielraum für teure Steuergeschenke für die Reichsten."

Zwt.: Mindestlohn, Arbeitszeitverkürzung und Mindestarbeitszeiten
statt "Armut trotz Arbeit"!

Neben einer Steuerstrukturreform und öffentlicher Investitionen
brauche es allerdings auch sozial- und arbeitsrechtliche Maßnahmen,
um der steigenden sozialen Ungleichheit wirkungsvoll begegnen zu
können. Koza: "Angesichts eines wachsenden Niedriglohnsektors und
eines Booms bei atypischen Beschäftigungsverhältnissen, die immer
mehr zum 'Normalzustand' werden, braucht es endlich einen
gesetzlichen Mindestlohn auf Stundenbasis als Lohnunterschranke,
unter die kein Einkommen - unabhängig von der Branche - fallen darf."
Gerade atypisch Beschäftigte würden von einem gesetzlichen
Mindestlohn besonders profitieren. Koza weiter: "Laut aktuellen
Rechnungshofbericht liegen die Stundenverdienste atypisch
Beschäftigter um rund ein Drittel unter jenen Vollzeitbeschäftigter.
Besonders niedrige Stundeneinkommen haben dabei geringfügig und
befristet Beschäftigte. Ohne branchenübergreifenden Mindestlohn, wird
diese Form des Lohndumpings nicht in den Griff zu bekommen sein."

Zusätzlich zu einem Mindestlohn braucht es auch Maßnahmen zu einer
gerechteren Verteilung von Arbeit und damit auch Einkommen: "Nicht
zuletzt aufgrund der dramatischen Arbeitslosenzahlen brauchen wir
eine gerechtere Verteilung von bezahlter Arbeit, weil Arbeit immer
noch am besten gegen Armut absichert. Ohne umfassende
Arbeitszeitverkürzung wird das nicht gehen. Und wir brauchen
Mindestarbeitszeiten bei Teilzeit, damit Einkommen aus dieser
Beschäftigungsform nicht ins Bodenlose fällt und 'qualifizierte'
Teilzeit mit allen Chancen am Arbeitsplatz überhaupt erst möglich
wird," schließt Koza.

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