• 09.01.2015, 15:04:04
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Haiti: Fünf Jahre nach der Katastrophe suchen hunderte Frauen medizinische Hilfe im Österreich-Spital

Hilfswerk Austria International

Utl.: Hilfswerk Austria International =

Wien (OTS) - "Das verheerende Beben vor fünf Jahren hat ein ohnehin
schon marodes Land fast ausradiert und das Vertrauen der Überlebenden
regelrecht ausgelöscht", sagt Heidi Burkhart, Geschäftsführerin von
Hilfswerk Austria International. Bis heute seien Angst und
Verzweiflung der Menschen allgegenwärtig. Eine enorm hohe
Arbeitslosigkeit schlage sich zudem in Frustration auch gegen
internationale Akteure nieder. "Projekte müssen daher fest in der
Bevölkerung verankert sein, die Bedürfnisse genau treffen und lokale
Ressourcen achtsam einbinden", so Burkhart. "Mit dem
Österreich-Spital im Norden des Landes und der gezielten
Weiterbildung von Pflegepersonal und Gesundheitstrainer/innen ist das
ein gutes Stück weit gelungen", zieht Burkhart eine durchaus positive
Bilanz der Hilfsmaßnahmen.

Hilfswerk Austria International ist seit dem verheerenden Erdbeben
von 2010, das mehr als 220.000 Tote forderte und fast zwei Millionen
obdachlos machte, in Haiti tätig. Seit Oktober 2010 grassiert im
Krisenstaat auch eine Cholera-Epidemie. Die medizinische Versorgung
ist besonders für Schwangere und Mütter von Säuglingen prekär. Nach
der ersten Nothilfe für die Überlebenden wurden 750 Familien im
bitter armen Norden des Karibikstaates mit Saatgut unterstützt. Jeden
Monat suchen hunderte Frauen das neu errichtete Krankenhaus auf, das
derzeit noch um Ausbildungsräume erweitert wird.

Österreich-Spital mit Schwerpunkt Frauengesundheit
Das Österreich-Spital wurde in St. Louise du Nord errichtet. Ein
internationales Ärzteteam bestehend aus einem Chirurg, ein Gynäkologe
und ein Anästhesist stehen den lokalen Mediziner/innen noch bis
Jahresende zur Seite. Pflegekräfte werden aus- und weitergebildet.
Gesundheitstrainer/innen sind in den Dörfern unterwegs, informieren
die Bevölkerung über Hygiene und Impfungen, versorgen Schwangere und
leiten sie gegebenenfalls an das Spital weiter. Der Großteil der
Gesundheitstrainer/innen sind Frauen, da sensible Themen wie
Schwangerschaft und Sexualität von ihnen leichter angesprochen werden
können. Die Einbindung von Männern ist jedoch besonders wichtig, um
Risiken in der Schwangerschaft zu erkennen und Frauen zu
unterstützen.

Das Krankenhaus, das bereits der haitianischen Gesundheitsbehörde
übergeben wurde, verfügt über 20 Betten, ein Laboratorium,
Untersuchungsräume, eine Apotheke und eine Ambulanz. Auch weiterhin
werden Ärzte, Ärztinnen und Pflegepersonal im Rahmen von
HWA-Projekten weitergebildet und das Spital mit technischen Geräten
besser ausgestattet. Der Fokus liegt auf der medizinischen Versorgung
von Müttern und Kindern. Dazu zählen auch Impfprogramme. Durch die
rasche Behandlung von Infektionen und Durchfallerkrankungen (u.a.
Cholera) soll die Kindersterblichkeit reduziert werden.

Um die medizinische Versorgung zusätzlich zu verbessern, wurde ein
Ambulanzwagen für das Krankenhaus besorgt, der sich bereits im
Einsatz befindet. In der Region gibt es sonst kaum Verkehrsmittel und
Fahrer verweigern den Transport von Kranken häufig. Als öffentliche
Verkehrsmittel werden Pickups oder Motorräder verwendet, die in
kläglichem Zustand sind, was den Transport auf den schlechten Straßen
sowohl für Patient/innen als auch für Mitreisende wegen der
Ansteckungsgefahr unmöglich macht. Somit ist

Heidi Burkhart: "Wir bitten dringend um Spenden, damit wir die
Menschen in dieser nahezu vergessenen Region auch in den nächsten
Monaten nicht alleine lassen müssen."

Spendenkonto: Hilfswerk Austria International
BAWAG P.S.K.
Kennwort: "Haiti"
IBAN: AT71 6000 0000 9000 1002
BIC: OPSKATWW

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