Khol erfreut, dass SPÖ-Team zu Vereinbarungen steht: Tötung auf Verlangen bleibt in Österreich verboten!

Parlamentarische Enquete-Kommission zur Würde am Ende des Lebens mit wichtigen Aufgaben zur Verbesserung der Situation von Sterbenden.

Wien (OTS) - 15\. Dez. 2014 - Nach der heutigen Pressekonferenz des SPÖ-Teams für die Parlamentarische Enquete-Kommission zur Würde am Ende des Lebens hält Univ.-Prof. Dr. Andreas Khol, Bundesobmann des Österreichischen Seniorenbundes und amtierender Präsident des Österreichischen Seniorenrates fest:

"Ich bin darüber erfreut, dass sich das SPÖ-Team in der Parlamentarischen Enquete-Kommission zur Würde am Ende des Lebens zu den Vereinbarungen im Regierungsprogramm steht: In Österreich soll und wird es weiterhin ein Verbot der Tötung auf Verlangen geben. Wie schon die ersten öffentlichen Beratungen der Enquete-Kommission gezeigt haben wünschen sich alle Beteiligten dieselben Schwerpunkte:
Ausbau und Finanzierung von flächendeckenden und umfassenden Angeboten der Palliativ- und Hospizversorgung. Implementierung dieser Disziplinen in Aus- und Fortbildung von Ärzten, Gesundheits- und Pflegeberufen. Erleichterung und Verbreitung von Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht."

Khol rät aber dringend davon ab, "parallel eine Debatte zu eröffnen, ob man Menschen auf deren Verlangen hin straffrei töten oder zum Tod begleiten soll. Dies lenkt höchstens von den gemeinsamen Zielen, wie in der Enquete-Kommission schon definiert, ab. Zudem: Gerade erst haben sich die Ärztinnen und Ärzte Österreichs einstimmig gegen jede Form der aktiven Sterbehilfe ausgesprochen, gibt es keine politische Mehrheit für entsprechende Änderungen und läuft auch die entsprechende Debatte in Deutschland eher hin zu einer strengeren Handhabung als bisher - das heißt hin zu einer Einschränkung der Suizid-Beihilfe anstatt zu deren Ausweitung."

Rückfragen & Kontakt:

Österreichischer Seniorenbund
stv. Generalsekretärin Susanne Walpitscheker
0650-581-78-82, swalpitscheker@seniorenbund.at
www.seniorenbund.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SEN0001