SVA Generalversammlung: Selbständige dürfen nicht schlechter gestellt werden

SVA-Obmann Leitl: Mehr und bessere Leistungen trotz rückläufiger Beiträge - SVA hat sorgsam gewirtschaftet

Wien (OTS) - Bei der 23. Generalversammlung der SVA (Sozialversicherung der gewerblichen Wirtschaft) zog deren Obmann Christoph Leitl Bilanz über ein ereignisreiches Jahr 2014 und zahlreiche Verbesserungen für die Versicherten. "Selbständige brauchen eine maßgeschneiderte soziale Absicherung und müssen sich darauf verlassen können, dass ihre SVA immer für sie da ist. Um das leisten zu können, muss die SVA ohne Eingriffe von außen wirtschaften können", so Leitl. Für 2013 war ein negatives Betriebsergebnis von 16,5 Mio. Euro zu verzeichnen, was vor allem eine Folge der gesetzlichen Hebesatzreduktion war, die die Beiträge der Pensionisten sinken ließen. 2014 setzt sich diese Entwicklung fort, weil die SVA Zwangsbeiträge in der Höhe von 36 Mio. Euro an den Bund leisten musste, die sich in der Bilanz mit einem Negativergebnis von 16 Mio. Euro auswirken. Ohne diese Zahlungen würde die SVA einen Gewinn von 20 Mio. Euro verzeichnen.

"Trotz der Griffe in das Vermögen der Versichertengemeinschaft und einem kontinuierlich sinkenden Beitragsvolumen konnten die Leistungen der SVA ausgebaut und verbessert werden", so der Obmann. Als Beispiele nannte er das neue Krankengeld, den Unterstützungsfonds für Unternehmer in Not oder die Verdoppelung des Wochengeldes für junge Mütter. Dem gegenüber stünden umgesetzte Entlastungen für die Versicherten - die Angleichung des Krankenversicherungsbeitrages an jenen der Unselbständigen und die Senkung des Mindestbeitrages um knapp ein Drittel. Auch die mit 2013 eingeführte Deckelung der Selbstbehalte sei ein wichtiger Schritt zu mehr Planungssicherheit und Fairness. Sie stelle sicher, dass kein Versicherter mehr als 5 % seines Jahreseinkommens aufwendet. "Wir haben nie verlangt, dass man Selbständige bevorteilen muss, aber sie dürfen auch nicht schlechtergestellt werden", so Leitl.

Der SVA-Chef berichtete im Zuge der Generalversammlung auch von neuen Kommunikationsformen wie dem eigenen Facebook-Auftritt, den die SVA als österreichweit erster Träger erfolgreich umgesetzt hat. Weiters wurde das Präventionsprogramm "Selbständig Gesund" wissenschaftlich untersucht und dessen positive Wirkung eindeutig bestätigt. "Finanzielle Anreize wirken und helfen unseren Versicherten dabei, individuelle Gesundheitsziele zu erreichen." Eine neue Triconsult-Umfrage belege zudem, dass immer mehr Versicherte bereit sind, etwas für die eigene Gesundheit zu tun. Für 78 % ist es Sport und 50 % sehen gesunde Ernährung als Beitrag für mehr gesunde Lebensjahre.

"Trotz vieler spürbarer Erfolge für unsere Versicherten, gibt es viel zu tun und wir werden unseren Weg fortsetzen - Entlasten und Vereinfachen, sorgsam Wirtschaften und verlässlicher Partner der heimischen Unternehmer sein." Ein erster großer Schritt sei bereits mit Beschluss eines Pakets für Selbständige im Sozialausschuss gelungen: flexiblere Beitragsvorschreibung mit der Möglichkeit zur freiwilligen Erhöhung der Beiträge in wirtschaftlich guten Jahren sowie eine monatliche Beitragszahlung, statt der quartalsweisen Vorschreibung. Künftig wird die bisher als Pilotprojekt laufende Überbrückungshilfe als fixe Leistung angeboten.

SVA - Sozialversicherung der gewerblichen Wirtschaft

Die SVA ist der Sozialversicherungsträger für Österreichs Selbständige und betreut als gesetzliche Krankenversicherung rund 750.000 Kunden, davon 370.000 aktiv Erwerbstätige, 140.000 Pensionisten und 233.000 Angehörige. Als gesetzliche Pensionsversicherung ist die SVA für 390.000 Versicherte zuständig.

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