- 15.12.2014, 11:36:53
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SVA Generalversammlung: Selbständige dürfen nicht schlechter gestellt werden
SVA-Obmann Leitl: Mehr und bessere Leistungen trotz rückläufiger Beiträge - SVA hat sorgsam gewirtschaftet
Utl.: SVA-Obmann Leitl: Mehr und bessere Leistungen trotz
rückläufiger Beiträge - SVA hat sorgsam gewirtschaftet =
Wien (OTS) - Bei der 23. Generalversammlung der SVA
(Sozialversicherung der gewerblichen Wirtschaft) zog deren Obmann
Christoph Leitl Bilanz über ein ereignisreiches Jahr 2014 und
zahlreiche Verbesserungen für die Versicherten. "Selbständige
brauchen eine maßgeschneiderte soziale Absicherung und müssen sich
darauf verlassen können, dass ihre SVA immer für sie da ist. Um das
leisten zu können, muss die SVA ohne Eingriffe von außen wirtschaften
können", so Leitl. Für 2013 war ein negatives Betriebsergebnis von
16,5 Mio. Euro zu verzeichnen, was vor allem eine Folge der
gesetzlichen Hebesatzreduktion war, die die Beiträge der Pensionisten
sinken ließen. 2014 setzt sich diese Entwicklung fort, weil die SVA
Zwangsbeiträge in der Höhe von 36 Mio. Euro an den Bund leisten
musste, die sich in der Bilanz mit einem Negativergebnis von 16 Mio.
Euro auswirken. Ohne diese Zahlungen würde die SVA einen Gewinn von
20 Mio. Euro verzeichnen.
"Trotz der Griffe in das Vermögen der Versichertengemeinschaft und
einem kontinuierlich sinkenden Beitragsvolumen konnten die Leistungen
der SVA ausgebaut und verbessert werden", so der Obmann. Als
Beispiele nannte er das neue Krankengeld, den Unterstützungsfonds für
Unternehmer in Not oder die Verdoppelung des Wochengeldes für junge
Mütter. Dem gegenüber stünden umgesetzte Entlastungen für die
Versicherten - die Angleichung des Krankenversicherungsbeitrages an
jenen der Unselbständigen und die Senkung des Mindestbeitrages um
knapp ein Drittel. Auch die mit 2013 eingeführte Deckelung der
Selbstbehalte sei ein wichtiger Schritt zu mehr Planungssicherheit
und Fairness. Sie stelle sicher, dass kein Versicherter mehr als 5 %
seines Jahreseinkommens aufwendet. "Wir haben nie verlangt, dass man
Selbständige bevorteilen muss, aber sie dürfen auch nicht
schlechtergestellt werden", so Leitl.
Der SVA-Chef berichtete im Zuge der Generalversammlung auch von neuen
Kommunikationsformen wie dem eigenen Facebook-Auftritt, den die SVA
als österreichweit erster Träger erfolgreich umgesetzt hat. Weiters
wurde das Präventionsprogramm "Selbständig Gesund" wissenschaftlich
untersucht und dessen positive Wirkung eindeutig bestätigt.
"Finanzielle Anreize wirken und helfen unseren Versicherten dabei,
individuelle Gesundheitsziele zu erreichen." Eine neue
Triconsult-Umfrage belege zudem, dass immer mehr Versicherte bereit
sind, etwas für die eigene Gesundheit zu tun. Für 78 % ist es Sport
und 50 % sehen gesunde Ernährung als Beitrag für mehr gesunde
Lebensjahre.
"Trotz vieler spürbarer Erfolge für unsere Versicherten, gibt es viel
zu tun und wir werden unseren Weg fortsetzen - Entlasten und
Vereinfachen, sorgsam Wirtschaften und verlässlicher Partner der
heimischen Unternehmer sein." Ein erster großer Schritt sei bereits
mit Beschluss eines Pakets für Selbständige im Sozialausschuss
gelungen: flexiblere Beitragsvorschreibung mit der Möglichkeit zur
freiwilligen Erhöhung der Beiträge in wirtschaftlich guten Jahren
sowie eine monatliche Beitragszahlung, statt der quartalsweisen
Vorschreibung. Künftig wird die bisher als Pilotprojekt laufende
Überbrückungshilfe als fixe Leistung angeboten.
SVA - Sozialversicherung der gewerblichen Wirtschaft
Die SVA ist der Sozialversicherungsträger für Österreichs
Selbständige und betreut als gesetzliche Krankenversicherung rund
750.000 Kunden, davon 370.000 aktiv Erwerbstätige, 140.000
Pensionisten und 233.000 Angehörige. Als gesetzliche
Pensionsversicherung ist die SVA für 390.000 Versicherte zuständig.
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