- 12.12.2014, 17:25:26
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Kulturminister Ostermayer ehrt Kunstkurator Lóránd Hegyi
Verleihung des Österreichischen Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse
Utl.: Verleihung des Österreichischen Ehrenkreuz für Wissenschaft
und Kunst I. Klasse =
Wien (OTS) - "Lorand Hegyi hat seine Verdienste nicht nur als
Museumsdirektor hier im Land erworben, er war und ist bis heute - und
ich hoffe auch in Zukunft - als Botschafter österreichischer Kunst
international wirkungsvoll tätig. Dafür dankt ihm heute die Republik
mit diesem Ehrenzeichen", sagte Kulturminister Josef Ostermayer heute
anlässlich der Verleihung des Österreichischen Ehrenkreuz für
Wissenschaft und Kunst I. Klasse an den Kunsthistoriker, Kunstkurator
und langjährigen MUMOK-Direktor Lóránd Hegyi im Bundeskanzleramt.
Hegyi, 1954 in Budapest geboren, studierte Kunstgeschichte und
Ästhetik und widmete sich der klassischen Avantgarde, vor allem dem
Konstruktivismus, dem Dadaismus und der funktionalistische
Architektur. Dazu lernte er italienisch, deutsch, französisch,
englisch und russisch. Heute spricht er fünf Sprachen und schreibt
seine zahlreichen Texte und Publikationen in vielen Sprachen, die
meisten aber in Deutsch. In Rahmen einer österreichisch-ungarischen
Forschungsgruppe lernte er in jungen Jahren zahlreiche
österreichische Künstler und Kunsttheoretiker kennen, darunter Peter
Weibel, Franz Pichler oder Erwin Wurm, die er in der Folge in
Budapest zeigte, ebenso wurde zeitgenössische Kunst aus Mittel- und
Osteuropa in Östereich und in anderen Ländern Europas ausgestellt.
Nach der Wende übersiedelte Hegyi nach Wien und übernahm die
Direktion des Museums Moderner Kunst Stiftung Ludwig. Als
Museumsdirektor kuratierte Hegyi nicht nur zahlreiche Ausstellungen
mit zeitgenössischer Kunst aus aller Welt, er präsentierte ebenso
junge österreichische Künstler in ganz Europa und hat damit
wesentlich zur internationalen Anerkennung der neuen österreichischen
Kunst beigetragen. Auch als Direktor von renommierten Museen in
Italien oder Frankreich, als Kurator der Biennalen von Valencia oder
Poznan, wusste Hegyi österreichische Kunst europaweit zu
positionieren. Er widmete auch zahlreiche Texte und Publikationen
heimischen Künstlergruppen und Persönlichkeiten wie Hermann Nitsch,
Arnulf Rainer oder Lois Weinberger.
Hegyi dankte für die große Ehre, die ihm mit dieser Auszeichnung
zuteil geworden sei. Seine Familie sei in guter mitteleuropäischer
Tradition stets auch auf Wien fokusiert gewesen. "Für mich bleibt
daher die österreichische Kunst zentrales Thema und ich möchte auch
weiterhin für deren museologische Anerkennung sorgen."
Die Laudatio hielt Schauspieler, Regisseur und Musiker Bernd Jeschek,
für die musikalische Umrahmung sorgten Ekaterina Wladigerova am
Klavier und Konstantin Wladigeroff an Klavier und Klarinette. Im
Anschluss wurde zu einem kleinen Empfang geladen.
Bilder der Veranstaltung sind über das Fotoservice des
Bundespressedienstes kostenfrei abrufbar.
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