HCB im Görtschitztal - LH Kaiser bei Beratungsgesprächen vor Ort

"Wichtig, jetzt mit besserem Wissensstand der Bevölkerung beistehen, Sorgen und Anliegen teilen - W &P muss total gläserner Betrieb werden"

Klagenfurt (OTS/LPD) - Heute, Donnerstag, starteten die medizinischen Beratungsgespräche für die Bevölkerung im HCB-belasteten Görtschitztal. Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser machte sich vor Ort ein Bild und nutzte die Gelegenheit, um mit Menschen zu sprechen, ihnen zur Seite zu stehen. Nach einem ausführlichen Gespräch mit einer Bio-Bauern-Familie war der Landeshauptmann im Gemeindeamt in Klein St. Paul, wo heute die ersten Beratungsgespräche stattfinden.

"Mir war es von Anfang an wichtig, alles zu tun, um der Bevölkerung im Görtschitztal zu helfen. Jetzt, da wir einen besseren Wissensstand haben, sind persönliche Gespräche vor Ort wichtig. Was die Menschen brauchen, sind die Unterstützung, der Zuspruch und das Gefühl das jemand da ist, der sich ihrer Sorgen und Anliegen annimmt. Mit dem jetzigen Wissenstand können wir wenigstens schon einige Fragen beantworten", so Kaiser. Und weiter: "Es gibt einen mutmaßlichen Verursacher, der dieses psychische und physische Leid über das Tal gebracht hat. Bei aller Kritik an Behörden, die selbstverständlich ernst genommen wird, und die sofort mit einer internen Prüfung der Abläufe in meinem Auftrag unterzogen wird, darf die Verantwortung von den Verursachern nicht abgeschoben werden", betonte Kaiser.

Der Landeshauptmann machte in den Gesprächen deutlich, dass er alles unternehmen werde, um dem Görtschitztal und seiner Bevölkerung eine neue, eine positive Zukunftsperspektive zu geben. Dazu werde er mit allem Nachdruck darauf pochen, dass das Unternehmen W & P zu einem völlig gläserenen Betrieb wird. "Wenn W & P überhaupt eine Chance haben will, das Vertrauen in der Region zurück zu gewinnen, darf es nicht nur dabei bleiben, dass die Verbrennung des Blaukalks eingestellt wurde. W & P muss zu einem österreichweiten Beispiel für Transparenz und Durchsichtigkeit werden. Dafür haben insbesondere die Bundesbehörden zu sorgen", so Kaiser.

Die Informationsveranstaltungen zur HCB-Situation im Görtschitztal finden morgen, Freitag, um 17 Uhr im Gemeinschaftshaus Brückl und um 19.30 Uhr im Werkskulturhaus Klein St. Paul statt. Vor Ort sind der Landeshauptmann, Gesundheits-, Lebensmittel- und Umweltexperten des Landes sowie Vertreter des Umweltbundesamtes.

Die Beratungen vor Ort werden direkt von den Gemeinden organisiert, bzw. erfolgt auch über diese die Terminvergabe, um einen möglichst reibungslosen Ablauf garantieren zu können. Die erste Beratung erfolgte heute, Donnerstag, in Klein St. Paul von 8.45 bis 18 Uhr. Die weiteren Termine sind morgen, Freitag, von 9 bis 18 Uhr in Eberstein, am Samstag von 9 bis 14 Uhr in Brückl sowie am Mittwoch, dem 17.12. von 9 bis 18 Uhr in Hüttenberg. Um direkte telefonische Voranmeldung beim jeweiligen Gemeindeamt wird gebeten. (Schluss)

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