- 09.12.2014, 10:00:22
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3,2 Mio. Euro Förderung für flexible Photovoltaik von bmvit und Klima- und Energiefonds
crystalsol GmbH entwickelt mit „print.PV“ neue Produktionstechnik
Utl.: crystalsol GmbH entwickelt mit „print.PV“ neue
Produktionstechnik =
Wien (OTS) - Die Entwicklung einer völlig neuartigen Technologie zur
Herstellung von flexiblen Photovoltaikfolien ist das Ziel des
Forschungsprojektes "print.PV". Gefördert wird es mit knapp 3,2 Mio.
Euro vom Klima- und Energiefonds. In seinem Energieforschungsprogramm
fördert der Klimafonds gemeinsam mit dem Bundesministerium für
Verkehr, Technologie und Innovation (bmvit) die Entwicklung
innovativer Energietechnologien in Österreich mit dem Ziel,
erneuerbare Energien sicherer, nachhaltiger und leistbarer zu machen.
"Die Förderung leistet einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung
dieser hoch wettbewerbsfähigen Technologie. Mit erfolgreicher
Realisierung wird es mittelfristig gelingen, Photovoltaikmodule auf
einem global wettbewerbsfähigen Niveau in Österreich zu produzieren",
ist Axel Neisser, technischer Geschäftsführer von crystalsol,
überzeugt.
"Die Anwendung von Photovoltaik hat in den letzten Jahren eine enorme
Steigerung erfahren. Das ist das direkte Ergebnis von stetiger
Forschung und Entwicklung. Zusätzliche Aspekte, wie anpassbare und
flexible Solarzellen, eröffnen weitere Möglichkeiten beim
gebäudeintegrierten Einsatz von Photovoltaik. Ich bin stolz, dass
Österreich dank offensiver Forschung und Technologieentwicklung in
diesem Technologiefeld zur Weltspitze gehört", so Technologieminister
Alois Stöger.
Grundlage für das Forschungsprojekt "print.PV" bilden hochproduktive,
kostensparende Lösungen aus der Druckindustrie, die mit der bereits
patentierten Photovoltaikfolie von crystalsol signifikante
Produktvorteile ergeben. Die Hochskalierung der Technologie erfolgt
dabei im Rahmen einer Produktionspartnerschaft mit der Forster
Verkehrs- und Werbetechnik GmbH. Gemeinsames Ziel ist die Entwicklung
einer Drucktechnologie für flexible Photovoltaikfolien mit
Bandgeschwindigkeiten von bis zu 40m/min.
Theresia Vogel, Geschäftsführerin des Klima- und Energiefonds:
"Österreichische Photovoltaiktechnologie ist am Weltmarkt gefragt,
auch in Österreich sehen wir noch großes Ausbaupotenzial. Mit unserem
Energieforschungsprogramm konnten wir in diesem Bereich bereits 44
konkrete Projekte mit rund 25 Mio. Euro unterstützen."
Gebündelte Photovoltaik-Kompetenz
Das Konsortium von "print.PV" vereint einerseits die Industriepartner
crystalsol und Forster anderseits einige der namhaftesten
österreichischer Forschungsinstitute auf dem Gebiet der
Polymerchemie, gedruckter Elektronik, Photonik und der
Dünnschichttechnologie wie das Polymer Competence Center Leoben, das
NanoTecCenter Weiz, die Joanneum Research Forschungsgesellschaft und
das AIT Austrian Institute of Technology. In enger Zusammenarbeit mit
den Experten aus Material- und Prozessentwicklung soll das Konzept
innerhalb der nächsten 3 Jahre vom ersten Proof-of-concept bis zur
Validierung in realistischer Umgebung voranschreiten.
Hintergrundinformationen
Das Energieforschungsprogramm des Klima- und Energiefonds
Seit seinem Start 2007 hat der Klima- und Energiefonds in Kooperation
mit dem bmvit mit seinem Energieforschungsprogamm rund 650 Projekte
mit über 230 Mio. Euro unterstützt. Dabei wurden gut 390 Mio. Euro an
privaten Investitionen ausgelöst. Unter diesen Projekten befinden
sich auch 36 Leitprojekte - gefördert mit insgesamt 97 Mio. Euro - in
führenden österreichischen Industriebetrieben.
crystalsol GmbH
Crystalsol entwickelt innovative, flexible Photovoltaikfolien. Dank
einer eigens entwickelten Technologie eignen sich diese Folien
besonders zur Integration in Gebäudeelemente und bieten signifikante
Kostenvorteile, verglichen mit derzeit verfügbaren Techniken.
Kerninnovation des Unternehmens ist eine aktive lichtabsorbierende
Schicht aus kristallinem Halbleiterpulver. Dies hat eine Größe von
rund 40 Mikrometern und wird als Monolage in eine Polymerschicht
eingebettet. Die Zusammensetzung des Pulvers basiert auf leicht
zugänglichen Materialien (Kupfer, Zink, Zinn, Schwefel und Selen),
damit sind seltene, teure Rohstoffe wie Indium oder Tellur nicht
erforderlich. Zusätzlich kann die Folie in einem kostengünstigen
Rolle-zu-Rolle Prozess erzeugt werden, welcher hohen Durchsatz und
geringe Kosten sichert.
Forster Verkehrs- und Werbetechnik GmbH
Die Geschäftstätigkeit der Forster Verkehrs- und Werbetechnik GmbH -
als Teil der Unternehmensgruppe Forster - umfasst die Bereiche
Verkehrstechnik, die Drucktechnik (Sieb-, Digital- und Flexodruck)
und die Objektbeschilderung. Darüber hinaus ist Forster mit Sitz in
Waidhofen/Ybbs ein führender Anbieter von Regalsystemen und
Lärmschutzwänden. Forster steht für Innovationsbereitschaft, hohe
Fertigungstiefe und technische Leistungsfähigkeit. Lösungen zu
entwickeln, sie zu optimieren und den Anforderungen der Kunden
anzupassen ist zentraler Punkt in der Unternehmensphilosophie.
AIT Austrian Institute of Technology GmbH
Das AIT Austrian Institute of Technology ist Österreichs größte
außeruniversitäre Forschungseinrichtung. Mit seinen fünf Departments
Health & Environment, Safety & Security, Energy, Mobility und
Innovation Systems versteht sich das AIT als hochspezialisierter
Forschungs- und Entwicklungspartner für die Industrie. Das AIT Energy
Department entwickelt Lösungen für die nachhaltige Energieversorgung
von morgen. Das Forschungsangebot basiert auf langjähriger Erfahrung,
wissenschaftlicher Exzellenz, hochwertiger Laborinfrastruktur und
weltweiter Vernetzung in zentralen Bereichen künftiger
Energiesysteme: Photovoltaik, Smart Grids, Thermische Energiesysteme,
Smart Cities und Smart Buildings. Als führender Innovationspartner
der nationalen und internationalen Wirtschaft bietet AIT Unternehmen
angewandte Forschungsservices und sichert ihnen damit einen klaren
Wettbewerbsvorteil auf dem Zukunftsmarkt. Im Bereich der Photovoltaik
betreibt AIT Energy Österreichs einziges akkreditiertes Labor zur
Typprüfung von Photovoltaik-Modulen. Darüber hinaus forschen die
Expertinnen und Experten an der Entwicklung neuer Materialien und
Fertigungsprozesse für Dünnschicht-Photovoltaik-Technologien.
NanoTecCenter Weiz Forschungsgesellschaft mbH
Die NanoTecCenter Weiz Forschungsgesellschaft mbH (NTC Weiz GmbH) ist
ein Non-Profit-Forschungszentrum für "Organische Elektronik und
Sensorik". Die Forschungsschwerpunkte der NTC Weiz GmbH sind die
Entwicklung von auf Druck- und Beschichtungstechnologien für
grafische und elektronische Anwendungen, die Forschung und
Entwicklung von elektronischen und optoelektronischen Bauteilen, mit
speziellem Fokus auf flexible Solarzellentechnologien und
Sensorenanwendungen, sowie die Forschung im Bereich von organischen
und hybriden Halbleitermaterialien.
Polymer Competence Center Leoben GmbH
Die Polymer Competence Center Leoben GmbH (PCCL) ist das führende
österreichische Zentrum für kooperative Forschung im Bereich
Kunststofftechnik und Polymerwissenschaften. Gemeinsam mit
Unternehmen der Kunststoffwirtschaft und Universitäten (u.a.
Montanuniversität Leoben) werden von den knapp 100 hochqualifizierten
MitarbeiterInnen F&E-Projekte für innovative Kunststofflösungen in
einem breiten Feld von Anwendungen (von Automotive-, Luftfahrt- und
Packaging- bis hin zu Solar- und Photovoltaikanwendungen) bearbeitet.
Ergänzt wird dieses durch das K-Projekt "Functional Polymer
Composites (PolyComp)" im Bereich von polymerbasierenden Kompositen
für Anwendungen in der Elektrotechnik und Elektronik (www.pccl.at).
JOANNEUM RESEARCH Forschungsgesellschaft mbH
Die Forschungsgesellschaft JOANNEUM RESEARCH ist eine unternehmerisch
orientierte Innovations- und Technologieanbieterin, die, eingebunden
in ein internationales Netzwerk, seit mehr als dreißig Jahren
Spitzenforschung auf internationalem Niveau betreibt. Mit dem Fokus
auf angewandte Forschung und Technologieentwicklung nimmt sie eine
Schlüsselfunktion im Technologie- und Wissenstransfer ein.
Das MATERIALS - Institut für Oberflächentechnologien und Photonik
übernimmt im Print.PV Projekt die technische Koordination und das
Gesamt-Projektmanagement. Auf technologischer Projektebene entwickelt
das Institut Laserprozesse welche eine zuverlässige und präzise
Rückseitenkontaktierung bei der Rolle-zu-Rolle Produktion der
Photovoltaikfolien bei einer Bahngeschwindigkeit von 40m/min
ermöglichen.
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