• 09.12.2014, 09:30:02
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Teddybären-Krankenhaus: Spielerisch den Arztbesuch simulieren

Spital für Kuscheltiere ist am 15. und 16. Dezember 2014 geöffnet

Utl.: Spital für Kuscheltiere ist am 15. und 16. Dezember 2014
geöffnet =

Wien (OTS) - Teddybären, Puppen und andere Kuscheltiere im
Operationssaal, beim Röntgen oder bei der Computertomographie: Das
Projekt "Teddybären-Krankenhaus" hat das Ziel, Kindern die Angst vor
dem Arztbesuch oder einem Spitalsaufenthalt zu nehmen. Zum bereits
14. Mal öffnet heuer das Spital für Kuscheltiere - und zwar am 15.
und 16. Dezember jeweils von 13 bis 16 Uhr in der Wiener Ärztekammer
(Weihburggasse 10-12, 1010 Wien). Angesprochen sind Kinder von fünf
bis acht Jahren. An den beiden Vormittagen läuft dieselbe Aktion
exklusiv für angemeldete Schulklassen und Kindergärten.

"Wir unterstützen das Projekt des Teddybärenkrankenhauses an der
MedUni Wien sehr gerne. Hier lernen die Kinder spielerisch die
Abläufe kennen und können später bei einem echten Besuch im Spital
auf diese positiven Erfahrungen zurückgreifen und vielem, was dort
passiert, sehr viel gelassener begegnen", sagt Karin Gutiérrez-Lobos,
Vizerektorin der MedUni Wien für Lehre, Gender und Diversity.

"Wir möchten mit unserem Projekt den Kindern den Alltag im
Krankenhaus und die Abläufe beim Arzt auf eine spielerische Art
näherbringen. Dadurch, dass die Kinder ihren Teddy begleiten und
selbst bei der Behandlung mithelfen, lernen die Kinder ohne selbst
betroffen zu sein, was passieren kann und das es meist gar nicht so
schlimm ist beim Arzt" berichten Philippe Muller und Silvana Neumann
von der Austrian Medical Students‘ Association (AMSA). Sie leiten das
Organisationsteam des Teddybärenkrankenhauses, das die AMSA in
Kooperation mit der MedUni Wien, der Wiener Ärztekammer und dem
akademischen Fachverein österreichischer Pharmazeuten veranstaltet.

Für ein gutes Gefühl beim nächsten Arztbesuch

Rund 50 "Teddybär-ÄrztInnen" - es handelt sich um Studierende an der
MedUni Wien - stehen für die Untersuchung und Behandlung des
erkrankten oder verletzten Kuschelgefährten pro "Schicht" bereit. Die
Stofftiere kommen zunächst mit ihrer "Betreuungsperson" in den
Wartesaal, werden je nach Art der Beschwerden an die jeweiligen
Stationen überwiesen, wo sie untersucht und behandelt werden. So
lernen die Kids das Umfeld beim Arztbesuch auf spielerische Art und
Weise kennen. Gutiérrez-Lobos: "Die positive Erfahrung soll ihnen
helfen, künftigen Arztbesuchen mit einem guten Gefühl
entgegenzutreten."

Bei der Aufnahme werden die Daten des Kuscheltiers ("wie groß?", "wie
schwer?") und die Krankengeschichte aufgenommen. Dann geht es weiter
in die Diagnostik. Es gibt unter anderem ein EKG für die
Herzfrequenzmessung, eine Röntgen-Station, eine Zahnklinik, eine
Erste-Hilfe-Station und die Möglichkeit der Computertomographie. In
den Operationssälen stehen "Ersatz-Schmusetiere" zur Verfügung, die
man aufmachen und wieder zunähen kann. Am Ende bekommen die
Stofftiere in der Verbandsstation einen Verband. Es gibt auch
Ersatz-Kuscheltiere für jene, die ganz spontan in der Wiener
Ärztekammer vorbeikommen.

Die Kinder haben auf jeder Station die Möglichkeit, selbst als
Assistent des behandelnden Arztes zuzugreifen und mitzuhelfen: sie
können das Blutabnehmen ebenso üben wie Erste Hilfe, dürfen operieren
und den eigenen Teddy mit dem Stethoskop abhören. Pro Kuscheltier und
Behandlung ist mit rund einer Stunde zu kalkulieren.

Diplomarbeit zum Teddybären-Krankenhaus

Heuer werden die Erfahrungen, die die Kinder sammeln, erstmals sogar
wissenschaftlich in einer Diplomarbeit anhand von Fragebögen
evaluiert. So sollen die Erfolge der Veranstaltung dokumentiert und
die Methoden bei zukünftigen Teddybären-Krankenhäusern optimiert
werden.

Termin: Teddybären-Krankenhaus

Montag, 15., und Dienstag, 16. Dezember 2014, (jeweils 13 - 16 Uhr,
Eintritt frei - für Kinder zwischen 5 und 8 Jahren geeignet, keine
Anmeldung nötig), Wiener Ärztekammer, Weihburggasse 10-12, 1010 Wien.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, die Veranstalter bitten
lediglich um das Mitbringen von Hausschuhen oder Sportschuhen.
Interessierte Schulklassen und Kindergärten bekommen unter
[email protected] nähere Infos.

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