50 Jahre wissenschaftliches Arbeiten bei SOS-Kinderdorf

Kurze Chronik der Entwicklung von den Anfängen 1964 in Innsbruck bis zu den vielfältigen heutigen Aufgaben für die SOS-Kinderdorf-Arbeit in Österreich.

Innsbruck/Wien (OTS) - Innsbruck/Wien (5.12.2014).-Die heutige Abteilung "Forschung und Entwicklung" von SOS-Kinderdorf Österreich wurde 1964 als "Wissenschaftliches Institut von SOS-Kinderdorf International" von Prof. Dr. Vinzenz Neubauer und Hermann Gmeiner in Innsbruck eingerichtet. 15 Jahre nach der Gründung von SOS-Kinderdorf und ein Jahr nach dem ersten außereuropäischen SOS-Kinderdorf (1963 in Korea) sollte die pädagogische Arbeit von SOS-Kinderdorf wissenschaftlich abgesichert und weiterentwickelt werden.

In den 1970er Jahren erfolgte die Umbenennung in Sozialpädagogisches Institut. Damit verbunden war die verstärkte Ausrichtung auf die Weiterbildung der pädagogischen MitarbeiterInnen sowie Beratung und Kontrolle der pädagogischen Einrichtungen. Als neues Tätigkeitsfeld kam ein psychologischer Dienst dazu für psychologische Beratung und therapeutische Angebote der Kinder und Jugendlichen. 1980 startete die erste Nachbetreuungsstelle für Erwachsene, die in einem SOS-Kinderdorf aufgewachsen waren, als Anlaufstelle in Krisenituationen.

1993 wurde das Sozialpädagogische Institut in den neu gegründeten Fachbereich Pädagogik von SOS-Kinderdorf Österreich eingegliedert und hatvor allem wissenschaftliche Tagungen und Weiterbildungs-angebote für SOS-Kinderdorf-MitarbeiterInnen und KollegInnen der Jugendwohlfahrt organisiert. Dazu kamen viele Studien und Forschungsprojekte sowie das Erstellen wichtiger statistischer Daten und Informationen. Ab 2004 positionierte sich das Sozialpädagogische Institut mit Sozialwissenschaftlicher Praxisforschung und Umfeldanalysen.

2013 wurde das Institut im Rahmen einer großen Strukturreform von SOS-Kinderdorf Österreich als "Abteilung Forschung und Entwicklung" nochmals neu und klar positioniert. Der Schwerpunkt Forschung sollte sich auch im Namen widerspiegeln. Die jüngsten Studien haben sich mit den Themen Unterbringung von Geschwistern, Auswirkungen von Migrationsgeschichten und früheren Austritten von Jugendlichen aus Angeboten von SOS-Kinderdorf auseinandergesetzt.

Alle vier Jahre macht die Abteilung eine Stichtagserhebung, in der die Daten der betreuten Kinder und Jugendlichen statistisch analysiert werden. Damit lässt sich der Wandel von SOS-Kinderdorf der letzten Jahrzehnte auch in Zahlen darstellen. Aktuelle Forschungsschwerpunkte sind Projekte zur Weiterentwicklung der SOS-Kinderdorf-Familie, der Jugendbetreuung bei SOS-Kinderdorf oder der Begleitung junger Erwachsener durch die Kinder- und Jugendhilfe sowie Alternativen zur Untersuchungshaft von Jugendlichen.

Kleine Feier zum 50. Geburtstag
Dienstag, 9. 12.2014, ab 16 Uhr,
Hermann Gmeiner Akademie in Innsbruck

Infos/Programm: http://www.ots.at/redirect/Infos_Programm

Anmeldungen: anna.reitmeir@sos-kd.org

Rückfragen & Kontakt:

Viktor Trager, SOS-Kinderdorf/Pressesprecher
Mobil: 0676/88144-201, E-Mail: viktor trager@sos-kd.org

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