- 05.12.2014, 12:59:37
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SWV-Wien: Wahlkampfauftakt mit Kampfansage an das schwarze WKO-Imperium
Erfolgreicher Wahlkampfauftakt mit zahlreichen Ehrengästen zur Titelmelodie von Star Wars
Utl.: Erfolgreicher Wahlkampfauftakt mit zahlreichen Ehrengästen zur
Titelmelodie von Star Wars =
Wien (OTS) - "Ist es möglich, dass für Selbstständige ein neues
Zeitalter beginnt?" - Unter diesem Motto hatte der
Sozialdemokratische Wirtschaftsverband Wien (SWV Wien) gestern,
Donnerstag, zum offiziellen Wahlkampfauftakt in das Studio 44 der
Österreichischen Lotterien geladen, wo LAbg. GR Fritz Strobl,
Präsident des SWV Wien und Vizepräsident der Wirtschaftskammer Wien,
jenes Programm präsentierte, das der roten Wirtschaftsfraktion bei
der bevorstehenden Wirtschaftskammerwahl von 24. bis 26. Februar 2015
die erhofften Stimmenzuwächse bringen wird, um die absolute Mehrheit
des ÖVP-Wirtschaftsbunds zu brechen.
Gefolgt waren der Einladung unter anderem Wiens Bürgermeister, Dr.
Michael Häupl, Vizebürgermeisterin und Finanzstadträtin Mag.a Renate
Brauner, der Landesparteisekretär der SPÖ Wien, LAbg. GR Georg
Niedermühlbichler, die stellvertretende Landesparteisekretärin LAbg.
GR Katharina Schinner, der Präsident der Ärztekammer Wien, Dr. Thomas
Szekeres, Gesundheitsstadträtin Mag.a Sonja Wehsely,
Stadtschulratspräsidentin Dr. Susanne Brandsteidl, der Klubobmann des
Rathausklubs Rudi Schicker, SWV-Österreich-Präsident Dr. Christoph
Matznetter und viele mehr.
Ehe Fritz Strobl als Spitzenkandidat des SWV Wien für die
Wirtschaftskammerwahl 2015 näher auf das Wahlprogramm einging,
eröffnete ein wortwörtlicher "Urknall" in Form einer Showeinlage des
österreichischen Physikers und "Science Busters" Werner Gruber den
Abend.
Strobl dazu: "Das Gesetz von der Mehrheit der Selbstständigen besagt,
dass ihre Stimme den Urknall in der Wirtschaftskammer auslöst."
Kammer-Umbaubescheid wurde aus- und zugestellt
"Wir müssen die Wirtschaftskammer so erneuern, dass sie tatsächlich
die Interessen der Mehrheit der Mitglieder vertritt. Dazu braucht es
jedoch die Stimme der Selbstständigen", so Strobl, der einen großen
Umbau der Kammer ankündigt.
"Der Umbaubescheid ist bereits aus- und zugestellt. Allerdings werden
wir diesen Umbau nicht etwa ruck-artig vollziehen, sondern mit
Bedacht und ganz im Sinne unserer EPU und KMU." Damit bezieht sich
Strobl auf die mehr als 60.000 in Wien arbeitenden EPU und KMU, denen
es noch immer an entsprechenden Rahmenbedingungen mangelt.
SWV-Präsident für Tag der kleinen Wirtschaft - Bürgermeister
unterstützt Forderung
"Wenn ich Wirtschaftskammerpräsident werde, wird es den Tag der
kleinen Wirtschaft geben", versprach Strobl einen Kurswechsel im
Sinne der zigtausend Nahversorger, die mit ihren Dienstleistungen
Vielfalt und Diversität garantieren.
Nach dem Beispiel des amerikanischen "Small Business Saturday", an
dem die Bevölkerung an einem bestimmten Tag im Jahr - nämlich dem
Samstag nach dem Black Friday - aufgefordert wird, bei den
Nahversorgern und Kleinbetrieben ihres Grätzls einkaufen zu gehen,
soll der Tag der kleinen Wirtschaft das Pendant dazu bilden.
Erklärtes Ziel ist es, heimische Nahversorger, EPU und Kleinbetriebe
vor den Vorhang zu holen und sie in ihrem Wirken als
Wirtschaftstreibende zu unterstützen.
Auch Wiens Bürgermeister Dr. Michael Häupl zeigte sich von der Idee
beeindruckt und sprach sich für die Förderung der KMU und EPU in Wien
aus. "Unternehmer sind nicht der Klassenfeind, sondern befinden sich
mitten in unserem Lebensalltag und leisten unendlich viel", so Häupl,
der anschließend gegenüber Pressevertretern die Initiative bekundete,
den Tag der kleinen Wirtschaft zu unterstützen.
Häupl weiter: "Es wäre sehr schön, wenn wir in Wien den ersten roten
Wirtschaftskammerpräsidenten hätten."
Diskussion um Sonntagsöffnung in Tourismuszonen ist alter
Schmarrn
Klare Worte fand der Präsident des SWV Wien auch für die von der
Wirtschaftskammer Wien durchgeführte Urbefragung zur Sonntagsöffnung
in Tourismuszonen, die Strobl erneut als "Trickbefragung"
bezeichnete: "Eine vermeintliche Expertengruppe versucht sich hier
über die Köpfe der Einzelhändlerinnen und Einzelhändler
hinwegzusetzen, um ihre eigenen Interessen durchzuboxen. Finanziert
wird dieses große Marketingprojekt noch dazu mit den Geldern der
Kammermitglieder", kritisierte Strobl, und weiter: "Anstatt das Geld
in unsere Wiener Kleinbetriebe zu investieren, werden teure Inserate
bezahlt, um den Kammerpräsidenten prominent zu machen."
"Wer wissen möchte, wie unsere Händlerinnen und Händler zur
Sonntagsöffnung in Tourismuszonen stehen, soll mit den Betroffenen
sprechen und diese befragen", forderte Strobl und bezeichnete die
Diskussion um die Sonntagsöffnung als "alten Schmarrn, der neu
aufgekocht wird". Für Strobl ist klar, dass das investierte Geld in
die Urbefragung für viel wichtigere Dinge genutzt werden könnte, wie
dem "Tag der kleinen Wirtschaft", der den heimischen Nahversorgern
jene Wertschätzung zuteil kommen lässt, die sie verdienen.
Neue Kammer ist demokratisch, gerecht und transparent
Auch in Sachen Demokratie möchte der SWV-Wien-Präsident künftig in
der Wirtschaftskammer "aufräumen": "Nicht nur die fragwürdige
Sonntags-Urbefragung ist demokratiepolitisch mehr als bedenklich,
auch das derzeit geltende Wahlrecht in der Kammer bedarf dringend
einer Reform", hielt Strobl fest, der sich explizit für eine
Demokratisierung der Kammer aussprach. "Wir müssen Maßnahmen gegen
die stetig sinkende Wahlbeteiligung setzen und die Verteilung der
Kammermandate gerecht und transparent gestalten." Derzeit sind vor
allem die Sparten Banken und Versicherungen sowie Industrie
überproportional mit Mandaten bedacht, während die seit Jahren rasant
wachsende Gruppe der EPU kaum berücksichtigt wird. Auch "neue" Berufe
im Bereich Information und Consulting sind unterrepräsentiert.
Soziale Absicherung und Entlastung von Selbstständigen ist
Gebot der Stunde
Eines der Kernthemen des SWV Wien ist die soziale Absicherung von
Selbstständigen. Eine wesentliche Forderung ist dabei die restlose
Abschaffung der "Krankensteuer". Als solche bezeichnet Strobl den
SVA-Selbstbehalt, den Selbstständige bei jedem Arztbesuch bezahlen
müssen. Weiters möchte Strobl wesentliche Verbesserungen in Bezug auf
die derzeit geltende Krankengeldregelung für EPU herbeiführen. Beide
Kernforderungen werden den Wahlkampf des SWV maßgeblich begleiten.
Zudem forderte Strobl eine Mietzinsobergrenze für Geschäftslokale
sowie die Reduktion des Eingangssteuersatzes für Selbstständige auf
25%.
Wien als EPU-freundlichste Stadt der Welt
Strobl lobte die Stadt Wien für ihren Einsatz und ihre Unterstützung
der heimischen Betriebe und forderte, diese bei der Vergabe
öffentlicher Aufträge stark einzubinden: "Wir müssen dafür sorgen,
dass die Aufträge, die unsere Stadt vergibt, auch bei unseren
Betrieben landen", insistierte der SWV-Wien-Präsident.
Mit seiner Vision, Wien zur EPU-freundlichsten Stadt der Welt machen
zu wollen, überzeugte er auch Vizebürgermeisterin Renate Brauner, die
vollste Unterstützung versprach. Brauner dazu: "Wien als
EPU-freundlichste Stadt der Welt - das ist eine Aussage, die eines
Wirtschaftskammerpräsidenten würdig ist."
(Schluss)
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