• 05.12.2014, 08:20:22
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FILMWIRTSCHAFTSBERICHT 2014, facts + figures 13

10 Jahre Filmwirtschaftsbericht: Zahlen, Daten, Fakten, Trends

Utl.: 10 Jahre Filmwirtschaftsbericht: Zahlen, Daten, Fakten, Trends =

Wien (OTS) - Der jährlich vom Österreichischen Filminstitut
erstellte Filmwirtschaftsbericht umfasst die verfügbaren, relevanten
Daten der österreichischen Filmbranche und liefert somit wichtige
Grundlageninformationen für weiterführende Analysen.

Die heimische Filmwirtschaft hat sich in den Jahren 2009-2012 äußerst
dynamisch entwickelt. Im Zeitraum von vier Jahren wurden insgesamt
176 Mio. Euro an Umsatzzuwächsen erzielt, um 655 mehr Menschen
beschäftigt und gleichzeitig stiegen die Einkäufe bei Ausrüstern oder
Vorleistern um rund 280 Mio. Euro (und damit um 60%). Eindrucksvoll
ist dabei vor allem der Bedeutungszuwachs der Produktionsunternehmen
von Kino- und TV-Filmen. Von einem Umsatz von 326 Mio. Euro im Jahr
2009 ausgehend, erzielten diese Produktionsunternehmen 2012 bereits
480 Mio. Euro Umsatz und sind für 55% der Gesamtumsätze des Sektors
verantwortlich.

Die Bereiche Filmfinanzierung und Filmförderung stehen im Zentrum der
vom Österreichischen Filminstitut jährlich veröffentlichten Daten.
Auf Bundesebene gibt es insgesamt vier Förderstellen, hinzukommen die
Filmfinanzierung des ORF sowie insgesamt 14 Einrichtungen in den neun
Bundesländern, die kontinuierlich Filmförderung betreiben.

2013 wurden von diesen Förderstellen Auszahlungen in Höhe von
insgesamt knapp 77,5 Mio. Euro gemeldet. Das entspricht einer
Steigerung der ausgezahlten Mittel von 14,1% gegenüber dem Jahr 2012
(67,9 Mio. Euro) bzw. einem Plus von 9,6 Mio. Euro und stellt somit
den höchsten, je für Filmförderung zur Verfügung gestandenen
Gesamtwert dar. 75,4% aller Förderausgaben des Jahres 2013 wurden
dabei für die Herstellung verwendet, Institutionen und Infrastruktur
bezogen 17,7%. Im Vergleich dazu entfielen auf Verwertungen lediglich
3,3% und auf die Vorbereitung eines Projekts (Stoff- und
Projektentwicklung) 2,8%. Knapp 70% der gesamten Auszahlungen wurden
durch nationale Förderstellen (Bundesförderungen und ORF) geleistet.

Das Kino als mythischer Ort der Filmerfahrung wird von immer weniger
Personen genutzt, die allerdings ihre Nutzungsintensität tendenziell
erhöhen. In Österreich weisen die Kinos seit 2004 Besuchszahlen mit
Schwankungen von etwa drei Millionen auf, abhängig vom Filmangebot,
insbesondere von der Anzahl an Blockbustern. Seit 2004 ist die Anzahl
der gezeigten Filme von 280 auf unglaubliche 400 Filme im Jahr 2013
gestiegen. Für diese Filme wurden 15,2 Millionen Kinokarten gelöst.
Die Kinosäle sind seit 2010 von 584 auf 548 gesunken, wobei 98% der
Säle digitalisiert sind. Ergänzend zur klassischen Kinoverwertung
gewinnen Festivals und andere Sonderformen der Filmpräsentation, auch
beim Publikum, zunehmend an Bedeutung.

Insgesamt sind die Besuchszahlen im Kino auch europaweit rückläufig.
Waren es 2010 noch 965 Millionen Besuche in den Kinos der EU, sind es
2013 nur mehr 907 Millionen. In den kommenden Jahren wird sich
zeigen, ob dieser Abwärtstrend auf das Ausbleiben von mehreren
Blockbuster-Angeboten, wie 2013, oder auf die steigende
Fragmentierung des audiovisuellen Marktes zurückzuführen ist.

Auf internationaler Ebene behauptet sich der österreichische Film
konstant stark. Besonders erfreulich sind der Gewinn des
"Auslands-Oscars" für Michael Haneke's Film LIEBE und 1,6 Millionen
weltweite Auslandsbesuche für österreichische Filme.

Fernsehen ist nach wie vor das breitenwirksamste Medium für Filme.
Auch wenn die technologischen Veränderungen Auswirkungen auf
klassisches, lineares Fernsehen zeigen, ist derzeit eher sogar von
einer Zunahme der Angebote auszugehen. Neun nationale Anbieter und
über hundert regionale (Kabel-)Anbieter bzw. über Satellit
verbreitete Programme bieten in Österreich umfangreiche Angebote.

Streaming und Download, die bisher in Österreich keine allzu große
Rolle gespielt haben, gewinnen immer stärker an Bedeutung. Vor allem
der Markteintritt von führenden internationalen Anbietern wird hier
mittel- bis längerfristig zu erheblichen Marktveränderungen führen.
Die Datenquellen dafür zu erschließen, ist eine der wesentlichen
Aufgaben der kommenden Jahre.

Sämtliche Details zum Filmwirtschaftsbericht finden Sie unter
http://www.filmwirtschaftsbericht.at/.

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