- 03.12.2014, 15:01:57
- /
- OTS0232 OTW0232
Greenpeace zu Saporischschja: Atomenergie gefährdet Versorgungssicherheit
Förderung von AKW-Projekten mit Steuergeld muss verhindert werden
Utl.: Förderung von AKW-Projekten mit Steuergeld muss verhindert
werden =
Wien (OTS) - Greenpeace warnt nach dem Störfall im ukrainischen
Atomkraftwerk Saporischschja vor dem geplanten Ausbau von Atomkraft
in Europa. "Der Vorfall zeigt auf dramatische Weise, dass Atomenergie
keine Lösung für eine sichere und zuverlässige Versorgung mit Energie
ist. Solche Mega-Kraftwerke sind nicht nur ein Sicherheitsrisiko,
sondern können auch die Energieversorgung in Europa nicht
gewährleisten. Der Ausfall einer einzigen Anlage kann bereits zur
Destabilisierung der Stromnetze und Stromausfällen führen. Die
Förderung von europäischen AKW-Projekten mit Steuergeld muss daher
verhindert werden", fordert Greenpeace-Geschäftsführer Alexander
Egit. In der Ukraine sei es bereits zu Stromausfällen in mehreren
Regionen gekommen.
Die Umweltschutzorganisation kritisiert in diesem Zusammenhang die
geplante Milliardenförderung für den Ausbau des AKW Hinkley Point in
Großbritannien. Die Europäische Kommission genehmigte im Oktober
Staatshilfen für das Kraftwerk. Die britische Regierung
argumentierte, dass diese für die Versorgungssicherheit notwendig
seien. Die österreichische Bundesregierung hat daraufhin angekündigt,
gegen die Entscheidung der EU-Kommission eine Nichtigkeitsklage beim
Europäischen Gerichtshof einzulegen. "Österreich hat eine zentrale
Rolle bei der Verhinderung von Atom-Subventionen in Europa.
Bundeskanzler Werner Faymann und Vizekanzler Reinhold Mitterlehner
müssen ihr Versprechen einlösen. Ansonsten wird Hinkley Point zum
Präzedenzfall für weitere AKW an unseren Grenzen", warnt der
Greenpeace-Chef.
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | GRP






