- 03.12.2014, 13:44:13
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Mit Hilfe der Wirtschaftskammer haben Gastronomen keine allergische Reaktion auf Allergenkennzeichnung
Kennzeichnung allergener Stoffe ab Mitte Dezember schlagend - Wiener Unternehmer rüsten sich mit Infomaterialen und Schulungen der Wirtschaftskammer Wien
Utl.: Kennzeichnung allergener Stoffe ab Mitte Dezember schlagend -
Wiener Unternehmer rüsten sich mit Infomaterialen und
Schulungen der Wirtschaftskammer Wien =
Wien (TP/OTS) - Mit 13. Dezember 2014 tritt die
EU-Lebensmittelinformationsverordnung in Kraft, wonach in Restaurants
und Hotels bei allen Gerichten jene Zutaten dokumentiert werden
müssen, die Allergien und Lebensmittelunverträglichkeiten auslösen
können. Dank intensiver Verhandlungen und konstruktiver
Zusammenarbeit zwischen dem Fachverband Gastronomie der
Wirtschaftskammer Österreich und dem für die Umsetzung zuständigen
Bundesministerium für Gesundheit konnten die schlimmsten
"Nebenwirkungen" der Allergen-Verordnung bei der nationalen Umsetzung
abgeschwächt werden. Wichtigste Erleichterung durch die Verhandlungen
der WKÖ: Die Gastronomen dürfen auch mündlich - und nicht nur, wie
ursprünglich von der EU vorgesehen, schriftlich - ihre Gäste über
mögliche Allergene informieren.
"Die Regelung ist generell für die Gastronomen ein extrem großer,
bürokratischer Zusatzaufwand zu ihrer Haupttätigkeit, dem Bewirten
von Gästen. Dass die Gastronomen in Zukunft - wie es bisher ja auch
gut funktioniert hat - weiter mündlich informieren dürfen, ist eine
tolle Errungenschaft. Damit kann der Gastronom die für ihn passende
Informationsvariante - also schriftlich oder mündlich - wählen",
freut sich Josef Bitzinger, selbst Gastronom und ranghöchster
Interessenvertreter der Tourismus- und Freizeitwirtschaft der
Wirtschaftskammer Wien.
Schulungen & Informationsmaterialen
Um die neue EU-Verordnung richtig umzusetzen, werden die
Gastronomen von der Wirtschaftskammer unterstützt. So veranstaltet
die Wirtschaftskammer Wien aktuell - zusätzlich zur telefonischen
Beratung - zahlreiche Schulungen für die Mitgliedsbetriebe. Die
Fachgruppe Gastronomie hat bisher zwei Schulungen mit 200 Personen
abgehalten, heuer folgen noch vier Schulungen mit ca. 400 Personen.
Die Fachgruppe Kaffeehäuser hat bereits vier Schulungen mit 380
Personen durchgeführt, weitere zwei Schulungen mit ca. 200 Personen
sind heuer noch fix geplant. Weiters hat Fachgruppenobmann Berndt
Querfeld, dem das Thema besonders am Herzen liegt, für die Wiener
Kaffeesieder eine eigene Broschüre zum Thema erstellt, die in klaren
Worten das komplexe Thema erörtert und die auf der Homepage der
Fachgruppe Kaffeehäuser Wien gratis zum Download zur Verfügung steht:
http://www.tourismuspresse.at/redirect/folder
Auch die Wiener Hotellerie ist von der Kennzeichnungspflicht
betroffen - Stichwort Frühstücksbuffets - und so hat die Fachgruppe
Hotellerie der Wirtschaftskammer Wien bereits zwei Schulungstermine
mit 200 Teilnehmern veranstaltet.
Online-Rezept-Plattform als kostenloses Tool der WKÖ
Als besondere Serviceleistung hat die Wirtschaftskammerorganisation
mit einer österreichweiten Online-Rezept-Plattform ein kostenloses
Tool für Betriebe entwickelt, mit dem die Erfassung der Zutaten und
die Dokumentation der darin enthaltenen informationspflichtigen
Allergene ganz einfach gemacht wird. Gastwirte können hier ihre
verwendeten Zutaten eingeben und das Programm findet dazu die
entsprechenden Allergen-Informationen. Die Zutatenlisten mit den
entsprechenden Allergen-Informationen können gespeichert bzw.
ausgedruckt werden und sind damit gleichzeitig eine geeignete
Dokumentation im Sinne der Allergeninformations-Verordnung. "Als
Gastronom hat man wenig Zeit für viel administrative Arbeit. Mit
diesem kostenlosen Service können wir den Gastronomen hoffentlich das
Leben ein bisschen erleichtern", so Bitzinger.
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