"Harmonija, na ja ..." WIENWOCHE 2015 auf der Suche nach produktiven Störungen

Kulturprojekt stellt Schwerpunkt und Ausschreibung für 2015 vor. Einreichfrist endet am 25. Jänner 2015.

Wien (OTS) - Die vierte Ausgabe von WIENWOCHE findet im Herbst 2015 (18. September bis 4. Oktober) unter dem Titel "Harmonija, na ja ..." statt. Damit setzt das Festival, das in den letzten Jahren mit Projekten wie die Bleibeführer_in Wien, der Wiener Bettelbeauftragte, das Archiv der Migration, Wahlwexel jetzt!, wastecooking's free supermarket, Gaygusuz gegen Österreich, Goldenes Wiener Herz oder WIENerWARTEN Aufsehen erregte, seine Arbeit an der Schnittstelle von Kunst und gesellschaftlichem Engagement fort.

"Wer den gegenwärtigen Zustand unserer Gesellschaft befragt, stößt auf eine seltsame Sehnsucht nach Harmonie", meinen die WIENWOCHE-Leiter_innen Can Gülcü und Radostina Patulova. Sie lege sich sich wie eine Nebeldecke über viele Themen des Politischen, des Wirtschaftens oder des Kulturellen. Und sie verhindere eine im Wortsinn kritische, an die Wurzeln gehende Auseinandersetzung. Deshalb versuche WIENWOCHE, das Harmoniebedürfnis zu durchkreuzen und die Gemütlichkeit des stillschweigenden Einverständnisses hinter sich zu lassen.

"WIENWOCHE 2015 will anecken, dazwischenfunken, Sand ins Getriebe streuen, entgegentreten, durchkreuzen, behindern. Und gleichzeitig:
entdecken, fantasieren, erfinden, vorausdenken, planen, organisieren, eingreifen. Letztlich Wege finden, um Demokratie, Frieden, Gleichheit und Wohlstand miteinander zu teilen, also: stören, um zu verändern!" so Can Gülcü und Radostina Patulova weiter. Im Mittelpunkt des Jahresschwerpunkts steht die Frage, welche Rolle kritische Kunst und Kulturarbeit spielen können, um gesellschaftliche Ungleichheiten und Widersprüche aufzuzeigen sowie Möglichkeiten der Veränderung voranzutreiben.

WIENWOCHE macht sich mit der öffentlichen Ausschreibung auf die Suche nach Projekten in Bereichen wie Arbeit, Bildung, Geschichte, Ökonomie oder Politik, die Mehr- statt Eindeutigkeit sichern, Mut statt Angst machen, Vision statt Stolz fördern und Veränderung statt Abwehr vorantreiben. Projekte, die gründlich, präzise und zielgenau ärgern, hinterfragen, inspirieren und verändern: Handlungsanweisungen aus den Erinnerungen an die Vergangenheit genauso wie aus den Archiven der Zukunft, Denkanstöße und Denkmäler für Widersprüche und Widerreden. "WIENWOCHE 2015 soll Lust machen, der Gemütlichkeit zur Last zu fallen. In diesem Sinne unser Aufruf: Stören Sie mit!", so Gülcü und Patulova.

WIENWOCHE lädt Einzelne, Gruppen oder Initiativen ein, ihre Projektideen bis 25. Jänner 2015 einzureichen. Details zur Ausschreibung und zur WIENWOCHE unter: http://www.wienwoche.org

Das WIENWOCHE Leitungsteam verändert sich. Petja Dimitrova, seit Dezember 2011 für die Gestaltung des Festivals mitverantwortlich, verlässt WIENWOCHE mit Anfang 2015 und widmet sich wieder vermehrt ihrer Lehrtätigkeit an der Akademie der bildenden Künste Wien. Sie bleibt WIENWOCHE aber weiter eng verbunden.

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