- 02.12.2014, 10:13:39
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"Harmonija, na ja ..." WIENWOCHE 2015 auf der Suche nach produktiven Störungen
Kulturprojekt stellt Schwerpunkt und Ausschreibung für 2015 vor. Einreichfrist endet am 25. Jänner 2015.
Utl.: Kulturprojekt stellt Schwerpunkt und Ausschreibung für 2015
vor. Einreichfrist endet am 25. Jänner 2015. =
Wien (OTS) - Die vierte Ausgabe von WIENWOCHE findet im Herbst 2015
(18. September bis 4. Oktober) unter dem Titel "Harmonija, na ja ..."
statt. Damit setzt das Festival, das in den letzten Jahren mit
Projekten wie die Bleibeführer_in Wien, der Wiener Bettelbeauftragte,
das Archiv der Migration, Wahlwexel jetzt!, wastecooking's free
supermarket, Gaygusuz gegen Österreich, Goldenes Wiener Herz oder
WIENerWARTEN Aufsehen erregte, seine Arbeit an der Schnittstelle von
Kunst und gesellschaftlichem Engagement fort.
"Wer den gegenwärtigen Zustand unserer Gesellschaft befragt, stößt
auf eine seltsame Sehnsucht nach Harmonie", meinen die
WIENWOCHE-Leiter_innen Can Gülcü und Radostina Patulova. Sie lege
sich sich wie eine Nebeldecke über viele Themen des Politischen, des
Wirtschaftens oder des Kulturellen. Und sie verhindere eine im
Wortsinn kritische, an die Wurzeln gehende Auseinandersetzung.
Deshalb versuche WIENWOCHE, das Harmoniebedürfnis zu durchkreuzen und
die Gemütlichkeit des stillschweigenden Einverständnisses hinter sich
zu lassen.
"WIENWOCHE 2015 will anecken, dazwischenfunken, Sand ins Getriebe
streuen, entgegentreten, durchkreuzen, behindern. Und gleichzeitig:
entdecken, fantasieren, erfinden, vorausdenken, planen, organisieren,
eingreifen. Letztlich Wege finden, um Demokratie, Frieden, Gleichheit
und Wohlstand miteinander zu teilen, also: stören, um zu verändern!"
so Can Gülcü und Radostina Patulova weiter. Im Mittelpunkt des
Jahresschwerpunkts steht die Frage, welche Rolle kritische Kunst und
Kulturarbeit spielen können, um gesellschaftliche Ungleichheiten und
Widersprüche aufzuzeigen sowie Möglichkeiten der Veränderung
voranzutreiben.
WIENWOCHE macht sich mit der öffentlichen Ausschreibung auf die Suche
nach Projekten in Bereichen wie Arbeit, Bildung, Geschichte, Ökonomie
oder Politik, die Mehr- statt Eindeutigkeit sichern, Mut statt Angst
machen, Vision statt Stolz fördern und Veränderung statt Abwehr
vorantreiben. Projekte, die gründlich, präzise und zielgenau ärgern,
hinterfragen, inspirieren und verändern: Handlungsanweisungen aus den
Erinnerungen an die Vergangenheit genauso wie aus den Archiven der
Zukunft, Denkanstöße und Denkmäler für Widersprüche und Widerreden.
"WIENWOCHE 2015 soll Lust machen, der Gemütlichkeit zur Last zu
fallen. In diesem Sinne unser Aufruf: Stören Sie mit!", so Gülcü und
Patulova.
WIENWOCHE lädt Einzelne, Gruppen oder Initiativen ein, ihre
Projektideen bis 25. Jänner 2015 einzureichen. Details zur
Ausschreibung und zur WIENWOCHE unter: http://www.wienwoche.org
Das WIENWOCHE Leitungsteam verändert sich. Petja Dimitrova, seit
Dezember 2011 für die Gestaltung des Festivals mitverantwortlich,
verlässt WIENWOCHE mit Anfang 2015 und widmet sich wieder vermehrt
ihrer Lehrtätigkeit an der Akademie der bildenden Künste Wien. Sie
bleibt WIENWOCHE aber weiter eng verbunden.
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