- 01.12.2014, 12:53:32
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HCB im Görtschitztal 8 - Leichte Entwarnung
LH Kaiser: Keine Gefahr in Luft, Wasser, Boden und in Verkehr befindlicher Milch - Gesundheit der Menschen des Görtschitztales uneingeschränkt im Mittelpunkt
Utl.: LH Kaiser: Keine Gefahr in Luft, Wasser, Boden und in Verkehr
befindlicher Milch - Gesundheit der Menschen des
Görtschitztales uneingeschränkt im Mittelpunkt =
Klagenfurt (OTS/LPD) - "Die Situation der Menschen im Görtschitztal,
ihre Gesundheit, ihr Sicherheitsgefühl stehen für uns uneingeschränkt
im Mittelpunkt", betonte Landeshauptmann Peter Kaiser heute, Montag.
Er hatte zur HCB-Belastung ein Gespräch mit Gesundheitsreferentin
LHStv.in Beate Prettner, Agrarlandesrat Christian Benger und
Umweltlandesrat Rolf Holub einberufen. Dabei sollten zweifelsfrei
alle Verantwortlichkeiten festgestellt sowie alle fachlichen
Informationen auf den Tisch gelegt und weitere Schritte festgelegt
werden, wie er im Anschluss den Medien berichtete. Der
Landeshauptmann konnte jedenfalls "leichte Entwarnungen in
verschiedenen Bereichen" geben, "die eingeleiteten Maßnahmen zeigen
Wirkung, die Gefährdung ist am Abklingen".
Kaiser erklärte, dass es die erste HCB-Grenzwertüberschreitung
erst am 24. November gegeben habe, diese sei über die Unterabteilung
Veterinärwesen mitgeteilt worden. Zuvor habe es zwar Auffälligkeiten,
jedoch keine Grenzwertüberschreitungen gegeben. Der Emittent scheine
jedenfalls festzustehen, diesbezüglich sei die Staatsanwaltschaft
bereits tätig geworden. Obwohl es keine entsprechenden Emissionen
mehr gebe, führe man zum Schutz der Bevölkerung weiter Messungen
durch, betonte der Landeshauptmann. Die Görtschitztalerinnen und
Görtschitztaler wolle man durch tägliche Kommuniqués über die
Gemeinden, Medien und Bezirksbehörden umfassend und laufend
informieren.
Der Landeshauptmann konnte mitteilen, dass es seit 7. November -
als die Mitverbrennung von Blaukalk als HCB-verursachenden Abfall
eingestellt wurde - keine Gefährdung mehr in der Luft gebe. Tägliche
Proben würden zeigen, dass es auch im Wasser keine Gefahr gebe. Die
Werte aus Bodenproben würden im österreichweiten Durchschnitt liegen,
auch hier bestehe also keine Gefahr. Kaiser betonte weiters, dass
Milch, die im Verkehr ist, absolut unbedenklich sei. Die vielen
Fragen aus der Bevölkerung wolle man gemeinsam mit Experten
bearbeiten und kompetent beantworten. Basierend auf Daten und Fakten
wolle man die Menschen rasch beruhigen. In "absoluter Transparenz"
seien auch alle Informationen auf der Homepage des Landes unter
www.ktn.gv.at zu finden.
Wie Kaiser weiters sagte, wolle man "in selbstkritischer Weise"
feststellen, ob man die jetzige Situation hätte verhindern können. In
der morgigen Regierungssitzung werde man sich mit der Berichtstruktur
und Berichtspflicht befassen. Bei Auffälligkeiten mit Multikausalität
sei jedenfalls eine referatsübergreifende Zusammenarbeit unabdingbar.
Bei jeglichen Grenzwertüberschreitungen müsse der politische Referent
zwingend informiert werden, im Falle von umweltrelevanten
Grenzwertüberschreitungen ebenso die Bevölkerung.
Warum es am 7. November keine Information der Bevölkerung gegeben
hat, beantwortete der Koordinator in dieser Causa, Abteilungsleiter
Albert Kreiner. Damals habe man bei der Abstimmung aller
Dienststellen festgelegt, dass es keine gesicherte
Grenzwertüberschreitungen gebe und es noch zu früh für eine
Information der Menschen sei. Man sei übereingekommen, genauere
Untersuchungen abzuwarten. Zur Kalkdeponie in Brückl erklärte
Kreiner, dass diese Altlast seit Jahrzehnten ständig beobachtet
werde. Sollte es dort zu Auffälligkeiten kommen, würde sofort
behördlich eingegriffen.
(Schluss)
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