- 30.11.2014, 13:03:16
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HCB Im Görtschitztal: Bisher festgestellt Bodenprobenwerte sind unauffällig
LH Kaiser: Morgen Referentengespräche - LHStv.in Prettner: Fachinformation für Ärzte - LR Holub: Bevölkerung hat Anspruch auf Antworten - LR Benger: Weitere Infos für Landwirte
Utl.: LH Kaiser: Morgen Referentengespräche - LHStv.in Prettner:
Fachinformation für Ärzte - LR Holub: Bevölkerung hat Anspruch
auf Antworten - LR Benger: Weitere Infos für Landwirte =
Klagenfurt (OTS/LPD) - Über die neuesten Messergebnisse und weitere
getroffene Maßnahmen im Görtschitztal informierte heute, Sonntag, im
Auftrag von Landeshauptmann Peter Kaiser erneut Landeskoordinator
Albert Kreiner.
LH Peter Kaiser gab bekannt, dass es morgen Montag auf politischer
Ebene ein Abstimmungsgespräch mit den zuständigen Referenten LHStv.in
Beate Prettner, Agrarreferent LR Christian Benger und Umweltreferent
LR Rolf Holub geben werde. "Ich will damit erreichen, dass einerseits
alle Maßnahmen über politische Grenzen hinweg abgestimmt getroffen
werden und nach Außen hin klargestellt wird, dass jedes
Regierungsmitglied mit den zuständigen Beamten am selben Ziel dem
Schutze der Bevölkerung arbeitet", betonte Kaiser.
Im Juni 2014 wurden von der Landwirtschaftskammer gemeinsam mit
der Landwirtschaftsabteilung des Landes an den sogenannten Hotspots,
an welchen verstärkte HCB-Belastungen vermutet wurden, Bodenproben
gezogen. Pro Hektar wurden mindestens 200 Einstiche für die
Probenziehung durchgeführt um eine repräsentative Aussage zu
erhalten. Sieben solcher Proben wurden bereits untersucht. "Die
Bewertung der Ergebnisse wurde nunmehr durch einen Fachexperten
durchgeführt und stellen einen weiteren Schritt zur Entspannung der
Situation dar", teilten Kaiser und Kreiner mit. "Es wird weiterhin
alles getan für die Sicherheit der Bevölkerung und es wird auch
weiterhin Bodenproben geben", so Kaiser.
Sämtliche Ergebnisse der Bodenproben zeigen, dass im Vergleich zur
Bodenzustandsinventur in Kärnten, wo an 100 unterschiedlichen
Standorten auch HCB analysiert wurde, die jetzt festgestellten Werte
unauffällig sind. Überdies wurde ein Vergleich zur deutschen
Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung gezogen. Der Prüfwert
dieser Verordnung bezieht sich auf die sensibelste Nutzung als
Kinderspielfläche bei 4 mg/kg. "Der Prüfwert in dieser Verordnung ist
um das 4.000 fache höher als der höchste in einer Görtschitztaler
Bodenprobe festgestellte Wert", berichtete Kreiner.
Auch der Vergleich mit dem Referenzwert der Holland Liste 94 zeigt
das der Boden im Görtschitztal multifunktional nutzbar ist. Um jedoch
völlige Sicherheit zu erlangen, wurden elf weitere Proben auch an
anderen Referenzpunkten in Kärnten gezogen. Sie sollen durch die
Vergleichbarkeit der Kärntner Böden untereinander eine letztliche
Beurteilung der Böden im Tal ermöglichen.
Wie Gesundheitsreferentin LHStv.in Beate Prettner mittteilte, ist
es beabsichtigt, dass die Ärzteschaft im Tal, ab morgen Montag, für
ihre Patientengespräche seitens der Landesanitätsdirektion die dafür
erforderlichen spezifischen Informationen zur Verfügung gestellt
erhält.
Neben den von Umweltreferenten LR Rolf Holub bereits beauftragten
lückenlosen Untersuchungen mittels einer Sonder-Umweltinspektion und
der von ihm gesetzten Aufklärungsschritte sollen alle dazu relevanten
Fragen, welche die Bevölkerung beschäftigen, in öffentlichen
Veranstaltungen diskutiert werden können. "Die Bevölkerung des Tales
hat nicht nur einen Anspruch auf Transparenz, sondern auch auf
umfassende Antworten ihrer Fragen", so Holub.
"Die Information für die Landwirte in der Region geht weiter. Alle
Varianten bis hin zum persönlichen Gespräch werden von mir genutzt",
teilte Agrarreferent LR Christian Benger mit. Für ihn habe die
Untersuchung der Rohprodukte und Futtermittel bei den jeweiligen
Prüfstellen höchste Priorität, weil man konkrete Ergbnisse so rasch
wie möglich brauche. "Es darf keine Verzögerungen geben", betonte
Benger.
Sämtliche Regierungsmitglieder betonten unisono, dass alles dafür
getan werde, um auch die geringsten Zweifel und Unsicherheiten in der
Causa zu klären.
(Schluss)
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