- 28.11.2014, 09:30:32
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Umweltdachverband: 30 Jahre nach Hainburg - was jetzt?
- UWD-Jahrestagung in der Kulturfabrik Hainburg verbindet Au-Besetzung von 1984 mit der Umwelt- und Naturschutzpolitik der Zukunft
Utl.: - UWD-Jahrestagung in der Kulturfabrik Hainburg verbindet
Au-Besetzung von 1984 mit der Umwelt- und Naturschutzpolitik
der Zukunft =
Wien/Hainburg (OTS) - Vollversammlung des Umweltdachverbandes und
Abschluss des UWD-Strategieprozesses
"30 Jahre nach Hainburg - was jetzt?" lautet der Titel der
Jahrestagung des Umweltdachverbandes zum 30. Jahrestag der
Au-Besetzung in Hainburg, welche heute ab 13.45 Uhr in der
Kulturfabrik in Hainburg stattfindet. Unter der Moderation von
ZIB-Anchorman Tarek Leitner diskutieren Hainburg-ZeitzeugInnen,
renommierte ExpertInnen und politische AkteurInnen über die
Ereignisse von damals und die Herausforderungen von heute. Denn:
"Drei Jahrzehnte nach der erfolgreichen Au-Besetzung zeigt sich, dass
in der Umweltpolitik zahlreiche Baustellen offen sind und das Ringen
um die großen Fragen der Nachhaltigkeit noch lange nicht beendet
ist", betont Gerhard Heilingbrunner, ehrenamtlicher Präsident des
Umweltdachverbandes.
UWD-Jahrestagung bringt aktuelle Herausforderungen auf den
Punkt
Es ist Zeit zu handeln! Beispielswiese bleibt der Großteil der
österreichischen Nationalparks nach wie vor hinter den gesetzlich
verankerten Flächenausdehnungen zurück. Auch der Nationalpark
Donau-Auen hat die 1996 gesetzlich festgelegte Größe von 11.500 ha
bis dato nicht erreicht. Zudem ist der Zustand der heimischen Natur -
Stichwort Artikel 17-Bericht - alarmierend. In Sachen Natura 2000
herrscht immer noch Nachnominierungsbedarf. Punkto Klimaschutz muss
Österreich wesentlich aktiver werden und seinen Beitrag zur
internationalen Klimafinanzierung leisten, denn Klimaschutz ist kein
Luxus, sondern eine Zukunftsinvestition für nachfolgende
Generationen. Zudem ist die Forderung des
Konrad-Lorenz-Volksbegehrens für eine "Schaffung der größten Zahl an
Arbeitsplätzen durch umweltsichernde Maßnahmen" weiterhin aktuell.
Hier muss es endlich heißen: Vorrang für eine ökosoziale
Steuerreform! Österreich muss aufholen bei direkter Demokratie und
Mitbestimmung der BürgerInnen. Eine starke Demokratie braucht eine
lebendige Zivilgesellschaft und eine fix verankerte Stimme für die
Natur. Denn heute wie damals gilt: Systemkritischer Widerstand und
zivilgesellschaftliche Bewegungen sind - ganz besonders in Zeiten von
TTIP & Co. - essenzielle Bestandteile einer demokratischen,
kritischen und selbstbestimmten Bürgergesellschaft. "30 Jahre nach
Hainburg wissen wir besser als je zuvor, was wir tun müssen, wie wir
Vielfalt bewahren und unseren Ressourcen- und Energieverbrauch senken
können - wie schon vor 30 Jahren hängt es nur von unserem Mut und
unserem Einsatz ab, das scheinbar Unmögliche möglich zu machen", sagt
Heilingbrunner.
Zwtl-: UWD-Vollversammlung und Abschluss des UWD-2020-Prozesses
Im Vorfeld der heutigen Jahrestagung findet am Vormittag eine
außerordentliche Vollversammlung des Umweltdachverbandes statt.
ExpertInnen, FunktionärInnen, MitarbeiterInnen und VertreterInnen der
39 Mitgliedsorganisationen des Umweltdachverbandes haben in den
vergangenen 18 Monaten die Grundsätze, Ziele, Methoden, Misserfolge
und Erfolge der gemeinsamen Dachverbandsarbeit beleuchtet und Lehren
für die zukünftige Arbeit gezogen. Die Vollversammlung setzt den
Abschluss des Strategieprozesses UWD 2020 und gibt den Startschuss
für die Umsetzung.
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